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Josef Hoffmann, Salon Set No. 423 F/C,Fledermaus Möbel ,Thonet, J. & J. Kohn, 1906

Art.Nr.: moe12

 

Josef Hoffmann, Salon Set No. 423 F/C,Fledermaus Möbel ,Thonet, J. & J. Kohn, 1906

1 Bank und 2 Sessel

Tisch auf den Fotos gehört nicht dazu,kann aber nach Absprache dazu erworben werden.

Bugholz

Schellackpolitur /Ebonisierungen

Leder bezogen

Sehr guter Zustand.

 

Verkauf der Ware erfolgt gem&25A UstG.ohne Mehrwertsteuerausweis(Differenzbesteuerung)

 

 

Verfügbarkeit nach Absprache,bitte kontaktieren Sie uns.

 

 

 

 

 

 

 

Josef Hoffmann

15. Dezember 1870, Pirnitz (Mähren) - 7. Mai 1956, Wien (Österreich)

Josef Hoffmann zählt zu den berühmtesten Architekten und Designern des Jugendstils. Gemeinsam mit Gustav Klimt, Koloman Moser, Josef Maria Olbrich u.a. gründete er 1897 die „Wiener Secession“.  Sechs Jahre später begründete er ebenfalls mit Koloman Moser und zusätzlich einem Industriellen die „Wiener Werkstätte“.
 
 

 

Josef Hoffmann besuchte die Staatsgewerbeschule in Brünn. 1892 trat er sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei den Architekten Carl von Hasenauer und Otto Wagner an. Nach 1945 wurde Hoffmann österreichischer Generalsekretär für die Biennale Venedig und Mitglied des Österreichischen Kultursenats. 1950 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis für Architektur. Auch nach Hoffmanns Tod im Jahre 1856 widmen ihm Kulturinstitutionen auf der ganzen Welt immer wieder Ausstellungen.

 

 
  • Josef Hoffmann. besuchte das Staatsgymnasium Iglau und die Höhere Staatsgewerbeschule Brünn und begann 1892 nach einem Jahr Praxis am Militärbauamt Würzburg das Studium an der Wiener Akademie für bildende Künste, zuerst bei Karl Hasenauer und dann bei Otto Wagner, wo er 1895 eine Diplomarbeit vorlegte, die mit dem Rompreis ausgezeichnet wurde. Der darauf folgende Italienaufenthalt gab ihm nachhaltige Eindrücke für sein späteres Schaffen. Aus Italien zurückgekehrt, trat H. in das Atelier von Otto Wagner ein, wo damals auch Josef Olbrich am Großprojekt der Wiener Stadtbahn mitarbeitete. Die beiden jungen Architekten spielten bald eine wichtige Rolle in der 1897 gegründeten Wiener „Secession“, und H. hatte Gelegenheit, als Mitarbeiter der Secessionszeitschrift „Ver Sacrum“ sowie als Gestalter von Räumen und Ausstellungen im Secessionsgebäude in rascher Folge Proben seines Talents zu geben und sich in Wien als tonangebender Ausstellungsarchitekt und Innenausstatter zu etablieren. Gleichzeitig ergaben sich für ihn laufend Kontakte mit führenden fortschrittlich gesinnten Künstlern des In- und Auslands, unter denen der Schotte Mackintosh einen besonders nachhaltigen Eindruck hinterlassen zu haben scheint. 1899 wurde H. im Zuge von Reformbestrebungen als Professor für Architektur an die Wiener Kunstgewerbeschule berufen, wo er bis 1937 lehrte. Mit seinem Kollegen Koloman Moser und mit dem kunstbegeisterten anglophilen Industriellen Fritz Waerndorfer als Mäzen gründete H. 1903 die stark von englischen Vorbildern inspirierte „Wiener Werkstätte“, deren kunstgewerbliche Produktion durch 3 Jahrzehnte international Anklang und Nachahmung fand.
    H.s eigene Schöpfungen im frühen 20. Jahrhundert sind durch einen starken Hang zu geometrischer Einfachheit und kubischer Form gekennzeichnet: Immer wieder erscheint das Quadrat in seinen Entwürfen, die überdies meist auf quadratisch liniertem Papier gezeichnet sind, was ihm den Spitznamen „Quadratl-H.“ eintrug. Neben Entwürfen für nahezu alle Gebiete des Kunstgewerbes und der Innenraumgestaltung schuf H. damals eine Reihe bedeutender Bauten. Die Höhepunkte seines Schaffens liegen bei der Raumgestaltung für die XIV. Secessionsausstellung (1902), dem Sanatorium Purkersdorf bei Wien (1904) und dem Palais Stoclet in Brüssel (1905–11). Dieses verkörpert mit seiner reichen Innenausstattung und den Klimt- Mosaiken aufs Eindrucksvollste den Lebensstil einer Epoche und einer Gesellschaftsklasse, die mit dem 1. Weltkrieg ihr Ende fanden. In der Entwicklung von H.s persönlichem Stil ist das Palais Stoclet der letzte Bau, in welchem der progressive Elan der Jugendstilzeit den Tendenzen die Waage hält, welche für die folgende Periode kennzeichnend sind: dem Klassizismus und der Neigung zum spielerisch Dekorativen. Erst im Spätwerk H.s finden sich wieder – wohl unter dem Eindruck des „Neuen Bauens“ – Anklänge an die avantgardistische Klarheit des Frühwerks. In der Mitte der 20er Jahre gab es trotz ständiger wirtschaftlicher Schwierigkeiten eine Glanzzeit der „Wiener Werkstätte“ unter H. als künstlerischem Leiter – am besten illustriert durch den österreichischen Pavillon der Kunstgewerbeausstellung in Paris 1925. In den wirtschaftlich immer schwieriger werdenden folgenden Jahren, die 1932 das Ende der „Wiener Werkstätte“ brachten, blieben die meisten Projekte H.s auf dem Papier, und auch aus der Zeit nach dem Beginn des 2. Weltkriegs gibt es keine größeren baulichen Leistungen mehr. Trotzdem konnte Le Corbusier, dessen Talent H. als einer der ersten bereits 1908 in Wien erkannt hatte, 1950 zu Recht schreiben, daß H.s Werk „in künstlerischer und ethischer Beziehung Unschätzbares bedeutet“. In „künstlerischer Beziehung“ beeindrucken in H.s Oeuvre die hohe Qualität an sich und das Wegweisende im Frühwerk, von dem eine klare Linie zum „Neuen Bauen“ führt. In „ethischer Beziehung“ sind es die Kompromißlosigkeit seines eigenen künstlerischen Programms und die stete Bereitschaft, Jüngeren zu helfen, ob es sich um Architekten handelte oder um Maler wie Kokoschka und Schiele.|

 

Thonet—the oldest surviving furniture company in the world—began its long life in 1819, when cabinetmaker Michael Thonet (1796-1871) established a furniture workshop in Boppard, Germany. A proponent of the Biedermeier style, he specialized in chairs, tables, and storage pieces characterized by clean lines, reduced ornamentation, and an emphasis on functionalist principles. By the 1830s, Thonet’s experiments in laminated and steam-bent wood furniture, like his famous Boppard Chair (1836), brought international acclaim. Thonet’s designs achieved a combination of lightness, durability, and comfort unknown in European furniture at the time.
A great fan of his work, Prince Metternich of Austria invited Thonet to present his designs to the Viennese court in 1842. Finding so much support there, Thonet opened a new company in Vienna in 1849. In 1853, he transferred his company to his sons, and Gebrüder Thonet was established.
Through the second half of the 19th century, Gebrüder Thonet designs grew increasingly popular with the cultural vanguard, especially among progressive design thinkers and tastemakers. One design in particular, the No. 14 Café Chair (ca. 1859), led the way to international success: the chair’s innovative bending technique was well suited to industrial production, and its rationalized, easily assembled structure allowed for efficient packing and shipping. In 1850, Anna Daum famously outfitted her fashionable Viennese café with No. 14 Chairs, and by the 1870s, Gebrüder Thonet had sales offices across Europe and the US. To date, more than 50 million No. 14 Chairs have been sold worldwide–not counting the untold pirated copies.
Iconic pieces from the traditional Gebrüder Thonet collection include Rocking Chair No. 1 (1860), No. 14 Café Chair (ca. 1859), Adolf Loos’s Café Museum Chair (1899), No. 209 Armchair (ca. 1900), Otto Wagner’s No. 247 Postal Savings Bank Chair (1904), and Josef Hoffmann’s No. 811 (1925). In the early years of the 20th century, Gebrüder Thonet also began producing designs in bent tubular steel by Bauhaus masters like Marcel Breuer, Ludwig Mies van der Rohe, and Mart Stam.
In the aftermath of World War II, Thonet lost all of its production facilities in Eastern Europe, and the sales office at Vienna’s Stephansplatz had been destroyed. Between 1945 and 1953, Georg Thonet, the great-grandson of company founder Michael Thonet, led the rebuilding. Economic success returned quickly. In the ensuing decades, the company commissioned designs
from many outstanding designers, such as Verner Panton, Pierre Paulin, Norman Foster, James Irvine, Piero Lissoni, and Stefan Diez. Classic Thonet pieces can be found in museum collections around the world, including the Museum of Modern Art in New York, the Centre Pompidou and Musée d'Orsay in Paris, the Vitra Design Museum in Weil am Rhein, the Pinakothek der Moderne in Munich, the Austrian Museum of Applied Arts in Vienna, and the British Museum and the Victoria & Albert Museum in London.
In 1976 Thonet was divided into two separate German and Austrian companies, which remain independent of each other. Today, Thonet GmbH is headquartered in Frankenberg, Germany and continues to manufacture the original, bentwood and tubular steel designs alongside new pieces by contemporary, international architects and designers. Originally opened
in 1861 by Thonet himself, the furniture factory TON (Továrna Ohýbaného Nábytku), which is located in what is known today as the Czech Republic, continues to manufacture Thonet designs.
 
Konkurrenz, Insolvenz, Fusion - das ist nicht nur ein zeitgenössischer Dreiklang. Daran erinnern so manche Sessel und Fauteuils, die wie Thonet-Stühle aussehen, aber nicht aus den Fabriken des berühmten Herstellers von Möbeln aus Bugholz stammen. Eines der eigenartigsten Stücke in diesem Repertoire ist die sogenannte Sitzmaschine, ein Sessel zum Sitzen wie zum Liegen dank der fünffach verstellbaren Rückenlehne. Josef Hoffmann hatte sie, typisch für den geometrischen Wiener Jugendstil, um 1906 entworfen. Und seitdem wird sie, wenngleich mit zwischenzeitlichen Unterbrechungen, noch immer produziert: von Wittmann im österreichischen Etsdorf unweit von Wien. Schließlich ist es ein Wiener Möbel. Allerdings beschränkt man sich auf den Nachbau des Modells Nr. 670 mit Sitzplatte und Rückenlehne aus Sperrholz. Das Modell Nr. 669 mit Weidengeflecht war weniger begehrt. In Auktionen wurden, soweit sich das aus den oft kargen Beschreibungen ablesen lässt, gewöhnlich die Sperrholz-Versionen angeboten, ohne die Polster.
Die Modell-Nummern beziehen sich auf den Katalog der Firma Jacob & Josef Kohn, die 1850 gegründet worden war. Zuerst betrieb sie eine Dampfsäge für Bauholz in Wesetin (Vsetín) in der mährischen Walachei. Wenig später kam eine Zündholzfabrik dazu, dann eine zweite, eine dritte. Und 1867 firmierte man als "Offene Handelsgesellschaft für Erzeugung von Möbeln aus gebogenem Holze". Das war eine Herausforderung, denn die Gebrüder Thonet besaßen seit 1852 und 1856 ein Privileg zuerst für Möbel aus gebogenem Schichtholz, dann auch aus gebogenem Massivholz. Allerdings klagten J. & J. Kohn bereits 1856 auf eine Annullierung dieses Monopols wegen des "Mangels an Neuheit". Schließlich hätten Handwerker diese Technik speziell für Wagenräder bereits vor Thonet genutzt. Doch das Verfahren zog sich hin. Bis 1869. Dann verzichtete Thonet auf das Monopol, wohl auch weil die Gutachten, die dem Gericht vorlagen, eine Niederlage verhießen.
Fortan versuchten sich eine Reihe von Firmen an Bugholzmöbeln. Doch sich durchzusetzen und einen beachtlichen Markt zu gewinnen, gelang nur J. & J. Kohn. Die Kontinuität der Firma Thonet war ihnen jedoch nicht beschieden. Bereits 1901 in eine Aktiengesellschaft, allerdings in Familienbesitz, umgewandelt, vermochte sie nicht den Absatzschwund im Ersten Weltkrieg auszugleichen. So gelangten die Aktien über ein Bankenkonsortium an die Mundus-Holding, die fortan als Mundus-Kohn AG firmierte. Und die sich 1924 nach der Übernahme von Thonet in Thonet-Mundus umbenannte - jedoch weiterhin die beiden bekannten Marken getrennt nutzte. Diese vertrackte Firmengeschichte erzählt mit vielen Details und guten Abbildungen Jirí Uhlír in dem Band "Vom Wiener Stuhl zum Architektenmöbel" (Böhlau, Wien, 214 S. 306 Abb., 39 Euro).
Aufgrund der politischen Veränderungen gingen interne Unterlagen, Produktionszahlen, Akten und anderen Quellen verloren. Deshalb lässt sich oft nicht mehr feststellen, von wem die einzelnen Möbel entworfen wurden. Daher muss man sich oft mit Vermutungen und Zuschreibungen begnügen.
Eine Ausnahme sind die Matadore der Wiener Werkstätten. Nicht zufällig ziert Josef Hoffmanns Sitzmaschine den Buchtitel. Uhlír teilt jedoch nicht die Selbstgewissheit vieler Auktionskataloge, die als Entstehungsjahr dieses Möbels 1905 nennen oder es mit dem Sanatorium Purkerdorf in Verbindung bringen. Er geht davon aus, dass der Entwurf um 1906 entstand, das Möbel erstmals 1908 auf der "Kunstschau" in Wien gezeigt und danach in der Fabrik in Teschen (Tesin) in Serie gefertigt wurde. Die Sperrholz-Version ohne Polster kostete damals 66 Kronen, die Ausführung mit Flechtwerk samt Polstern 88 Kronen. Das war ein beachtlicher Preis (Ein Arbeiter verdiente pro Tag etwa drei Kronen und die "Österreichische Kronen-Zeitung" kostete eine Krone im Monat).
 
 

 

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