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FRIEDRICH KARL GOTSCH (1900 PRIES-1984 SCHLESWIG)-DOPPELGEMÄLDE !!-ÖL/PL.SIGNIERT

Art.Nr.: ku44

 FRIEDRICH KARL GOTSCH 

(1900 PRIES-1984 SCHLESWIG)
 
-DOPPELGEMÄLDE !! AUF HARTFASER
-RÜCKSEITIG SIGNIERT
 
SAMMELWÜRDIGES RARES OBJEKT!
 
Maße:
38,5cmx29,5cm
 
Provinienz Privat Sammlung Schleswig-Holstein Umfeld Freunde
 
Verkauf der Ware erfolgt gem.§25 a UstG.ohne Mehrwertsteuerausweis(Differenzbesteuerung)
 
 
 
Friedrich Karl Gotsch verstand künstlerische Begabung nicht nur als Aufforderung zur Selbstverwirklichung, sondern auch als Ruf zu gesellschaftlichem Engagement. Kunst, Kultur und Politik gehörte für den deutschen Maler und Grafiker zusammen, und sein Streben, alles miteinander in Einklang zu bringen, trug ihm schon zu Lebzeiten überregionale Anerkennung ein.
Friedrich Karl Gotsch - Studium bei Hans Ralfs, Otto Hettner und Oskar Kokoschka
Friedrich Karl Gotsch wurde am 3. Februar 1900 in Pries geboren. Der Sohn eines Schiffsingenieurs machte sein Abitur an der Hebbelschule in Kiel und meldete sich im Anschluss freiwillig zum Militär. Nach dem Ersten Weltkrieg begann er an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ein Studium der Volkswirtschaft, Philosophie und Kunstgeschichte, das er jedoch nicht zu Ende brachte. Während seiner Studienzeit nahm er Malunterricht bei dem Expressionisten Hans Ralfs, lernte dort nicht nur die expressionistische Malweise, sondern auch das Werk des Symbolisten Edvard Munch kennen. Der norwegische Künstler übte großen Eindruck auf Gotsch aus und prägte dessen gesamte künstlerische Laufbahn. Hans Ralfs wiederum erkannte frühzeitig das Talent seines Schülers, förderte ihn und hatte so maßgeblich Anteil an der ersten Einzelausstellung von Friedrich Karl Gotsch, die im Jahr 1920 in der Kunsthalle Kiel eröffnet wurde. Von diesem Erfolg beflügelt, wechselte Gotsch an die Sächsische Akademie der Künste, wo zunächst Otto Hettner sein Lehrer war. Später wurde er Meisterschüler von Oskar Kokoschka. Zu seinen Dresdner Kommilitonen gehörten Hans Meyboden und Hilde Golschmidt.
 
Aufenthalt in New York, Bilderverlust und Kriegsgefangenschaft
 
Friedrich Karl Gotsch pflegte freundschaftlichen Kontakt mit dem Maler und Grafiker Otto Dix und dem Fotografen Hugo Erfurth, Letzterer nahm ihn für sein Graphisches Kabinett Erfurth unter Vertrag. Im Anschluss an sein Studium unternahm Gotsch mit seinen Freunden Goldschmidt und Meyboden eine mehrjährige Reise nach New York; dort trafen sie mit dem Künstlerpaar Maxim Kopf und Mary Duras zusammen. Zwei Jahre lang studierten Friedrich Karl Gotsch und Hilde Goldschmidt gemeinsam an der Académie Colarossi in Paris. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten zwang Goldschmidt, die jüdische Wurzeln besaß, zur Emigration nach England. Auch Gotsch blieb von der NS-Diktatur nicht unberührt, zwar erhielt er kein Malverbot, hatte aber mit starken Widerständen zu kämpfen und musste mitansehen, wie während eines Luftangriffs der Alliierten seine Werkstatt und nahezu sein komplettes Werk zerstört wurde. Er selbst wurde zum Kriegsdienst eingezogen und als Dolmetscher eingesetzt, schließlich geriet er in englische Gefangenschaft.
 
Kulturpolitisches Engagement, große öffentliche Anerkennung
 
Friedrich Karl Gotsch ließ sich nach seiner Entlassung auf der zu Schleswig-Holstein gehörenden Halbinsel Eiderstedt nieder und gründete eine Niederlassung des Baukreises, der zu einer der ersten Künstlervereinigungen der Nachkriegszeit gehörte. In den ersten Nachkriegsjahren betätigte sich der Künstler vornehmlich kulturpolitisch, stellte seine künstlerische Arbeit zeitweilig zurück, um die von ihm gefühlte gesellschaftliche Verantwortung des Neuaufbaus wahrzunehmen. Erst in den 1950er-Jahren widmete sich Gotsch wieder verstärkt der Kunst, bestärkt auch durch die immer stärker werdenden restaurativen Tendenzen in der jungen Bundesrepublik. Er setzte sich mit dem Kubismus von Pablo Picasso und verschiedenen abstrakten Darstellungsformen auseinander und fand zu einem eigenen Stil des späten Expressionismus, der im Gegensatz zu den meisten seiner Zeitgenossen gegenständlich geprägt war. Für sein Werk erhielt Friedrich Karl Gotsch Preise und Auszeichnungen, so die Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein und den Villa-Romana-Preis.
Friedrich Karl Gotsch starb am 21. September 1984 in Schleswig.
6.000,00 € zzgl. Versandkosten.

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