Zurück zur Übersicht Maritime Gemälde

ALEXANDER KIRCHER(1867-1939)-SEGLER VOR DEN LOFOTEN-OIL PAINTING

Art.Nr.: ku5

Alexander Kircher (* 26. Februar 1867 in Triest; † 16. September 1939 in Berlin, beerdigt im Familiengrab in Moritzburg)

war deutsch-österreichischer Marine- und Landschaftsmaler sowie Illustrator.


-SEGLER VOR DEN LOFOTEN


Öl auf Leinwand
unten rechts signiert
guter Zustand siehe Fotos
Der Rahmen ist kein Bestandteil des Verkaufs und wird dazu geschenkt.


Maße mit Rahmen:

108cmx79,5cm


Bereits als Knabe zeigte Kircher großes Interesse für den Schiffbau und
entschloss sich daher, eine Seeoffizierslaufbahn in der K. u. k. Kriegsmarine
einzuschlagen.
Auf Grund einer Fußverletzung konnte dieser Wunsch jedoch nicht
verwirklicht werden und so entschied er sich für das Studium der Malerei an
der Berliner Akademie (ab 1888), wobei er sich von Beginn an maritimen
Sujets zuwandte. Seine Lehrer waren Hans Fredrik Gude und Hermann
Eschke.
Kircher unternahm ausgedehnte Studienreisen in ganz Europa, Asien und
Nordamerika, bei denen eine Reihe bedeutender Gemälde, Zeichnungen und
Illustrationen entstanden. - 1893 wirkte er an der malerischen
Ausschmückung von Bauten auf der Weltausstellung in Chicago mit sowie an
Panoramen und Dioramen des Marinemalers Hans von Petersen. Ferner
betätigte sich Alexander Kircher als Illustrator für angesehene deutsche und
ausländische Zeitschriften, wie etwa der Leipziger Illustrierten Zeitung oder
der illustrierten Wochenschrift Reclams Universum (Leipzig), der Schriften
des Österreichischen (Wien) und Deutschen Flottenvereines (Berlin) sowie
den Wiener Verlag Philipp & Kramer, für den er die Postkartenserie
„Dalmatien und Istrien“ gestaltete. Zu erwähnen sind ferner Feldpost- und
Ansichtskarten, die Kircher für das Österreichische Rote Kreuz, das
Kriegsfürsorgeamt bzw. das Kriegshilfebüro erstellte.
Daneben entstanden Ansichtskarten für den bekannten Wiener
Künstlerpostkarten Verlag BKWI, den Verlag M. Munk in Wien, den Verlag
von Keinmayr & Bamberg in Laibach für den Weltpostverein, sowie den
Kunstverlag Theodor Stroefer in dessen T.S.N.-Serie und den Verlag „Erste
Uhrenfabrik, Hanns Konrad“, k.u.k. Hoflieferant in Brüx. 
Unter die Rubrik Künstlerpostkarten fallen auch Arbeiten die Kircher für den
Londoner Postkartenverlag Raphael Tuck & Sons im Zusammenhang mit
dessen erfolgreicher Kunstpostkartenserie namens „Oilette“ durchführte
sowie für die Verlage Max Ettlinger & Co (The Royal Series) und Misch &
Co., beide London. Der Rubrik Marinepostkarten sind solche zuzuordnen, die
vom Reichs-Marine-Amt in Berlin in einer Serie unter dem Namen: „Der
europäische Krieg 1914/17“ herausgegeben wurden und die z. T. ebenfalls
Kircher Bilder zeigen.
Erwähnenswert ist ferner, dass es von einzelnen Kircherbildern Gemälde-
Replikationen gibt, von denen sich einige in Museen wieder finden.
Zwischen 1895 und 1900 lehrte er als Professor an der Kunstakademie in
Triest und heiratete am 15. Oktober 1898 Romana Salmassi.
Aus dieser Verbindung gingen drei Söhne und drei Töchter hervor. 
1904
übersiedelte Kircher von Triest über einen kurzen Aufenthalt in Wien nach
Dresden, wo er sich als freier Künstler der dortigen Kunstgenossenschaft
anschloss.
Später zog die Familie nach Moritzburg. Laut Adressbuch 1922/23 wie auch
1931 wohnte Kircher in der Niederlößnitz in der heute denkmalgeschützten
Villa Jagdweg 6, laut Adressbuch 1933 bis etwa 1935 wohnte er in
Kötzschenbroda-Niederlößnitz in der Villa Zillerstraße 5.
Im Juni 1935 verstarb die Ehefrau von Alexander Kircher.
Laut Adressbuch von 1939 zog der Maler danach nach Klotzsche in die
Ludwig-Jahn-Straße 3 in ein Wohngebäude, das zur ehemaligen
Luftkriegsschule Klotzsche gehörte.
Einflussreiche Mäzene aus Adel und Großindustrie – insbesondere der
Seeschifffahrt – förderten den Künstler. 
An der Spitze standen dabei Kaiser
Franz Joseph I. und Kaiser Wilhelm II., in deren Auftrag er zahlreiche Marineund
Flottenbilder der k.u.k. Kriegsmarine und deutschen Kriegsflotte malte.
Aus dieser Schaffensperiode befinden sich mehrere Gemälde im
Heeresgeschichtlichen Museum in Wien, unter anderem das monumentale
Gemälde der Seeschlacht bei Lissa, das besonders hervorzuheben ist.
Aus
dieser Periode gibt es ebenfalls eine bedeutende Sammlung von 19
Gemälden als Dauerausstellung auf Schloss Artstetten in Niederösterreich
und dort im Marine-Zimmer des Erzherzog-Franz-Ferdinand-Museums.
Eine ebensolche, aber mit 32 Werken noch umfangreichere Sammlung von
Kircher Gemälden befindet sich in Kroatien, im Maritimen Museum von Split.
Ferner stammen aus dieser Zeit zwei Gemälde, welche sich in den
Räumlichkeiten des Marineverbands Wien, im Haus des ehemaligen
Österreichischen Flottenvereins, befinden. Bei beiden Bildern bildet das
Schlachtschiff SMS Viribus Unitis den Mittelpunkt der Darstellung. 
- Darüber
hinaus besitzt die Museumsstiftung Post und Telekommunikation MSPT
(Museum für Kommunikation) in Frankfurt am Main, in ihrer Kunstsammlung
8 Kircher Exponate.
Kircher bewarb sich im April 1916 um Aufnahme in der Kunstgruppe des
k.u.k. Kriegspressequartiers und beabsichtigte somit, als freiwilliger
Kriegsmaler am Ersten Weltkrieg teilzunehmen. So wollte er an der
Isonzofront, in Triest und Pola eine Reihe von Bildern malen, die für die Neue
Hofburg bestimmt waren. Dieses Gesuch wurde jedoch ebenso wie ein
nochmaliges vom November 1917 vom Armeeoberkommando abgelehnt.
In der Zwischenkriegszeit hielt Alexander Kircher den Wiederaufbau der
deutschen Handels- und Kriegsmarine in mehreren Gemälden fest.
Auf vielen Passagier- und Kriegsschiffen waren in den
Repräsentationsräumen Gemälde von Kirchers Hand vorzufinden, die der
Künstler in den allermeisten Fällen mit „ALEX.KIRCHER“ signierte. In den
Reedereien und Werften haben einige seiner Werke die Kriegswirren
überstanden (zum Beispiel Norddeutscher Lloyd Bremen und HAPAG
Hamburg). 
Sein Lebenswerk beschloss Kircher mit einer Serie von
einhundert Gemälden, die die Entwicklung der deutschen Schifffahrt über ein
Jahrtausend darstellten und die im Institut und Museum für Meereskunde der
Universität Berlin hingen. Der Verbleib der Werke ist bis dato ungeklärt,
Reproduktionen sind als Bildtafelwerk(1934) sowie in Buchform (1939)
erschienen; neuerdings in Teilen auch auf CD-ROM (2010).
Alexander Kircher wurde mit dem Orden Isabellas der Katholischen
ausgezeichnet, ein Orden für Verdienste um Kunst und Wissenschaft in
Spanien. Er nahm ihn im Februar 1909 in der Spanischen Botschaft in Berlin
entgegen.


(Verkauf der Ware erfolgt gem.Paragraph25aUSTG ohne Umsatzsteuerausweis-Sonderregelung Kunstgegenstände-(Differenzbesteuerung)) 

Sie habrn Fragen zu diesem Gemälde?

4.700,00 € zzgl. Versandkosten.

Produktbilder