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Informationen
HENRI ARTHUR BONNEFOY (1839-1917)-HAUPTWERK-ÖL AUF LEINWAND-SIGNIERT
Art.Nr.: ku200
Henri Arthur Bonnefoy, 1839-1917
-HAUPTWERK-
Öl auf Leinwand
Unten rechts signiert
Maße ohne Rahmen:
113cmx93cm
Französischer Tier- und Landschaftsmaler mit Werken zu sehen in Boulogne sur Mer, Calais, Orleans, Paris/Louvre, Toulouse.
Von 1877 bis 1904 hat er ohne Unterbrechung im Pariser Salon ausgestellt.
Längerer Aufenthalt in der Provence/Cannes. Im Anschluss an Sedan (1870) folgte ein Aufenthalt als Militär in Algerien. Nach Rückkehr malte er vorübergehend Motive aus jenem Kulturkreis.
Es folgte ein Wechsel in den Norden Frankreichs, Artois, mit Motiven friedlicher Landschaften
Der Rahmen ist kein Bestandteil des Verkaufs und wird dazu geschenkt.
PRODUKTVIDEO ZU DEM GEMÄLDE VON HENRI ARTHUR BONNEFOY
Henri Arthur Bonnefoy (1839–1917)
HAUPTWERK
Les Poules – Scène de basse-cour
Werkbeschreibung
Das vorliegende Gemälde stellt eine monumentale Darstellung eines stolzen Hahnes in ländlicher Umgebung dar und gehört innerhalb des bekannten Œuvres des französischen Malers Henri Arthur Bonnefoy zu den großformatigen, repräsentativen Arbeiten seines reifen Schaffens. Die Komposition verbindet Tiermalerei, Landschaftselemente und eine subtile Atelier-Anspielung in Form einer geöffneten Malkiste mit Palette und Farben. Im Zentrum des Bildes steht der Hahn, der mit erhobenem Kopf und aufgerichteter Körperhaltung als dominierende Figur erscheint. Sein Gefieder entfaltet sich in einem reichen Spektrum aus tiefen Schwarz- und Brauntönen, durchsetzt mit irisierenden Reflexen und warmen Kupfernuancen. Die Komposition wird durch eine Henne ergänzt, die sich im Vordergrund dem Boden zuwendet, sowie eine weitere Figur im mittleren Bildraum. Die Umgebung ist von üppiger Vegetation geprägt, deren locker gesetzte Gräser, Wildblumen und Blattstrukturen einen atmosphärischen Übergang zur offenen Landschaft bilden. Der Himmel erscheint hell und leicht verschleiert, wodurch die Figuren plastisch hervortreten und zugleich in eine sommerliche Stimmung eingebettet werden.
Analyse des Malduktus
Die Malweise des Künstlers offenbart eine souveräne Beherrschung der akademischen Ateliertechnik des späten 19. Jahrhunderts. Der Malduktus bewegt sich zwischen präziser Detailarbeit und freierer, atmosphärischer Pinselführung. Das Gefieder des Hahnes ist mit feinen, rhythmisch gesetzten Pinselzügen aufgebaut. Lasierende Farbschichten vertiefen die dunklen Partien, während hellere Akzente plastische Lichteffekte erzeugen. Besonders im Halsgefieder treten rötliche und goldene Reflexe hervor. Der Hintergrund ist freier behandelt. Vegetation entsteht aus lockeren Pinselbewegungen, wodurch eine lebendige Oberflächenstruktur entsteht. Am Boden treten pastose Farbpartien auf, die eine materielle Wirkung erzeugen und die malerische Qualität der Oberfläche betonen.
Biographie des Künstlers
Henri Arthur Bonnefoy wurde 1839 in Frankreich geboren und entwickelte sich zu einem Vertreter der französischen Salonmalerei des 19. Jahrhunderts. Zwischen 1877 und 1904 stellte er regelmäßig im Pariser Salon aus. Während der politischen Umbrüche um den Deutsch-Französischen Krieg hielt er sich zeitweise in Algerien auf, was Einfluss auf einige frühe Motive hatte. Später widmete er sich verstärkt Landschaften und ländlichen Szenen Nordfrankreichs sowie der Provence. Werke des Künstlers befinden sich heute in verschiedenen französischen Museen, darunter Boulogne-sur-Mer, Calais, Orléans und Toulouse. Zeichnungen sind zudem in Pariser Sammlungen dokumentiert. Pariser Salon und Vergleichswerke Zu den dokumentierten Salonwerken Bonnefoys gehört ein Geflügelmotiv mit dem Titel „Les Poules“. Dieses Thema steht in enger Beziehung zu dem hier vorliegenden Gemälde. Darstellungen von Hühnern und Bauernhofszenen gehören zu den wiederkehrenden Bildthemen des Künstlers. Mehrere bekannte Werke zeigen ähnliche Kompositionsprinzipien mit dominanter Tierfigur im Vordergrund und ländlicher Landschaft im Hintergrund.
Kunsthistorische Einordnung
Das Gemälde gehört zur Tradition der französischen animalistischen Salonmalerei. Naturalistische Tierdarstellung, sorgfältige akademische Zeichnung und dekorative Kompositionsweise verbinden sich zu einer charakteristischen Bildsprache. Das großzügige Format sowie die sorgfältige Ausarbeitung der Hauptfigur sprechen für eine besonders ambitionierte Arbeit aus dem reifen Schaffen des Künstlers.
Henri Arthur Bonnefoy – Salon de Paris 1874 (Zusammenfassung) Henri Arthur Bonnefoy (1839–1917) war ein französischer Tier- und Landschaftsmaler, der regelmäßig im offiziellen Pariser Salon ausstellte. Der Salon de Paris war im 19. Jahrhundert die wichtigste staatliche Kunstausstellung Frankreichs und galt als zentrale Plattform für die Anerkennung von Künstlern innerhalb des akademischen Kunstsystems. Im offiziellen Ausstellungskatalog des Salon de Paris 1874 ist der Künstler unter dem Namen Henry Bonnefoy aufgeführt. Als Geburtsort wird Boulogne■sur■Mer (Pas■de■Calais) genannt; als Lehrer wird der bedeutende Historienmaler Léon Cogniet angegeben. Der Katalog nennt drei ausgestellte Werke: 209 — La herse; environs de Boulogne■sur■Mer 210 — Saint■Cassien, l’hiver (Alpes■Maritimes) 211 — Les poules du voisin Der Titel „Les poules du voisin“ („Die Hühner des Nachbarn“) belegt, dass der Künstler bereits im Jahr 1874 eine Geflügelszene im Pariser Salon präsentierte. Diese Motivwahl steht in direkter Beziehung zu bekannten Tierdarstellungen Bonnefoys und bestätigt die Bedeutung von bäuerlichen Hof■ und Geflügelszenen innerhalb seines Œuvres. Die archivalische Quelle aus dem offiziellen Salon■Katalog stellt somit einen wichtigen kunsthistorischen Nachweis dar. Sie dokumentiert die frühe Präsenz solcher Motive im Werk des Künstlers und unterstützt die Einordnung vergleichbarer Darstellungen wie „Les Poules – Scène de basse■cour“ innerhalb seines etablierten Themenkreises der Tier■ und ländlichen Szenen. Quelle: Salon de Paris 1874 – Catalogue officiel de l’Exposition.
Henri Arthur Bonnefoy (1839–1917) Zusammenstellung kunsthistorischer Informationen zum Gemälde Diese PDF fasst die verfügbaren kunsthistorischen Informationen zum französischen Maler Henri Arthur Bonnefoy sowie zur Einordnung eines großformatigen Gemäldes mit Hahn- und Geflügeldarstellung zusammen. Werkdaten Künstler Henri Arthur Bonnefoy (1839–1917) Technik Öl auf Leinwand Signatur unten rechts signiert „H. Bonnefoy“ Maße 113 × 93 cm (ohne Rahmen) Motiv Hahn und Hühner in ländlicher Landschaft mit Malerkiste
1. Künstlerische Einordnung
Henri Arthur Bonnefoy gehört zur Generation französischer Tier- und Landschaftsmaler des späten 19. Jahrhunderts. Seine Arbeiten stehen in der Tradition der naturalistischen Tiermalerei, die im Frankreich des 19. Jahrhunderts eine große Popularität erlangte. Künstler dieser Richtung verbanden präzise Tierbeobachtung mit Landschaftsdarstellungen und Szenen des ländlichen Lebens. Bonnefoy wird häufig zu den sogenannten „peintres de basse■cour“ gezählt – Malern, die sich auf Darstellungen von Geflügel und Bauernhofszenen spezialisierten.
2. Ausstellungstätigkeit
Ein zentraler Bestandteil der Karriere vieler französischer Maler war die Teilnahme am Salon de Paris, der wichtigsten Kunstausstellung des 19. Jahrhunderts. Henri Arthur Bonnefoy stellte dort über mehrere Jahrzehnte hinweg regelmäßig aus (ca. 1877–1904). Die Teilnahme am Salon bedeutete offizielle Anerkennung durch die akademische Kunstwelt und ermöglichte den Zugang zu Sammlern sowie staatlichen Ankäufen.
3. Typische Motive des Künstlers
Das Werk Bonnefoys lässt sich in mehrere thematische Gruppen unterteilen: • Geflügel- und Hofszenen mit Hähnen, Hühnern, Enten und Truthähnen • Landschaften Nordfrankreichs, insbesondere aus der Region Artois • spätere Arbeiten mit südlicherem Kolorit aus der Provence und der Umgebung von Cannes
4. Museale Präsenz
Arbeiten von Henri Arthur Bonnefoy befinden sich heute in mehreren französischen Museen und öffentlichen Sammlungen. Zu den bekannten Orten gehören unter anderem Boulogne■sur■Mer, Calais, Orléans und Toulouse. Viele Gemälde befinden sich zudem in privaten Sammlungen und erscheinen regelmäßig auf europäischen Auktionen.
5. Besonderheiten dieses Gemäldes
Mehrere Aspekte sprechen für eine besonders repräsentative Arbeit des Künstlers: • Großformatiges Bild (113 × 93 cm), deutlich größer als viele vergleichbare Geflügelbilder • signierte Ausführung • komplexe Komposition mit mehreren Tieren • Kombination von Tierstück, Landschaft und Stillleben • Darstellung einer geöffneten Malerkiste als selbstreflexive Atelier-Anspielung
6. Maltechnik
Die Malweise zeigt eine typische akademische Ateliertechnik des späten 19. Jahrhunderts. Das Gefieder des Hahnes wird durch feine, rhythmische Pinselstriche modelliert, die auf dunklen Grundlasuren aufbauen. Helle Akzente setzen Lichtreflexe auf den Federstrukturen. Vegetation und Hintergrund sind freier und atmosphärischer behandelt, wodurch eine lebendige Oberflächenwirkung entsteht.
7. Kunsthistorische Einordnung
Henri Arthur Bonnefoy gehört zu jener Generation von Malern, die weiterhin der akademischen Salonmalerei verpflichtet blieben, während sich gleichzeitig neue Strömungen wie der Impressionismus entwickelten. Seine Arbeiten zeichnen sich durch sorgfältige Naturbeobachtung, ausgewogene Komposition und eine erzählerische Darstellung ländlicher Lebenswelten aus.
Das beschriebene Gemälde erfüllt mehrere Kriterien eines bedeutenden Werkes innerhalb des Œuvres des Künstlers: signierte Ausführung, großes Format, komplexe Komposition sowie eine technisch sorgfältige Malweise. Die Darstellung eines dominierenden Hahnes innerhalb einer lebendigen Hofszene entspricht einem zentralen Motivbereich von Bonnefoy und unterstreicht die Stellung des Werkes innerhalb der französischen Tiermalerei des späten 19. Jahrhunderts.
Der Rahmen ist kein Bestandteil des Verkaufs und wird dazu geschenkt.
Im Verkaufspreis sind 7% Mehrwertsteuer enthalten











