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WIR SIND AUF MESSE!AB 28.09.26 WIEDER GEÖFFNET!MESSERUF:0170 5835993

Beschreibung

„Verlassene Stadt“ von Professor Dr. Kurt Hauss aus dem Jahr 1958, Öl auf Leinwand, 80 × 63 cm ohne Rahmen, unten rechts mit dem Monogramm „KH“ signiert und datiert. Die Arbeit gehört in den Kontext der deutschen Nachkriegsmoderne, in der eine ganze Generation den Anschluss an die abgebrochene europäische Avantgarde der Vorkriegszeit suchte. Kubismus und Synthetismus, Robert Delaunays Farbflächenmalerei und das Vorbild Lyonel Feiningers sind die Bezugspunkte, in denen sich die Bildsprache dieses Werks bewegt.

Vor einem klaren türkisblauen Himmel staffelt sich eine Stadtsilhouette aus rein geometrisch zerlegten Baukörpern. Häuser mit Satteldächern, Türme und Speichergiebel sind in scharf konturierte Flächen in Rot, Ocker, Gelb, Violett und Grün übersetzt, ohne jede Figurenstaffage. Diagonale Wege und ein Platz im Vordergrund führen das Auge in die Tiefe und lösen sich zugleich in farbige Felder auf. Der Titel „Verlassene Stadt“ trifft den Bildbefund: ein urbaner Raum als reines Konstrukt aus Volumen, Schatten und Licht, in dem der Mensch absichtsvoll fehlt.

Das Gemälde verbindet handwerkliche Sicherheit mit einer eigenständigen Position innerhalb der figurativen Abstraktion der späten 1950er Jahre. Die zeitgenössische Schattenfugenrahmung gehört zum Erscheinungsbild der Arbeit.

Werksdokumentation

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