Interior, Möbel & dekorative Objekte
Ein Raum lebt von Objekten mit Geschichte. Für Ihr Interior führen wir dekorative Antiquitäten zum Erwerb, vom venezianischen Beistelltisch bis zur indischen Sadeli-Schreibtruhe des 19. Jahrhunderts. Einzelstücke mit Patina, aus unserer Kunstgalerie bei Kappeln.
Interior/Möbel/Design
6er-Satz Cado 290 Stühle, Design Steen Østergaard, Kunststoff, Dänemark, 1970er Jahre
Dieser Satz von sechs Cado-Stühlen, Modell 290, wurde von Steen Østergaard entworfen und in den 1970er Jahren gefertigt. Die Stühle sind aus dunkelbraunem, glänzendem Kunststoff gefertigt und zeigen die für das Design der Epoche typische skulpturale Schalenform mit fließenden Kurven und integrierter Basis. Die Sitzflächen sind mit cremefarbenen, runden Polstern versehen. Alle sechs Stühle sind gestempelt und in gutem Zustand.Steen Østergaard (*1935) ist ein dänischer Designer und Professor. Der Cado 290 gilt als eines der charakteristischen Möbeldesigns der 1970er Jahre und wird in internationalen Design-Sammlungen als Beispiel für die Ästhetik des Space-Age-Designs geführt.Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Albert Petersen: Ölgemälde Pferde auf der Sommerweide, erste Hälfte 20. Jahrhundert
Albert Petersen (1875–1950) gehört zu den norddeutsch-dänischen Landschafts- und Tiermalern, deren Werk im Grenzraum zwischen Schleswig-Holstein und Jütland zwischen Naturalismus und beginnender Moderne vermittelt. Die Pferde- und Weidemotive bilden einen Schwerpunkt seines reifen Schaffens und stehen in der Tradition der dänischen Schule des späten 19. Jahrhunderts mit ihrer besonderen Aufmerksamkeit für Licht, Atmosphäre und ländliche Geographie.„Pferde auf der Sommerweide“, Öl auf Leinwand. Auf der weiten, sanft ansteigenden Wiese stehen im Vordergrund zwei braune Pferde dicht beieinander, dahinter ein dunkles und ein helleres Tier, am rechten Bildrand grast ein weiteres. Die Weide wird von einem schlichten Lattenzaun durchzogen, hinter dem sich der Blick auf eine Förde mit verstreuten Höfen, abgeernteten Feldern und einer flachen Hügelkette öffnet. Der hochstehende Wolkenhimmel taucht die Szene in das klare, kühle Sommerlicht der Ostseeküste.Die maltechnische Sicherheit in der Wiedergabe der Pferdeanatomie, das ruhige Kolorit und die typische Weite des Horizonts verweisen auf Petersens reife Schaffensphase. Der Verkauf erfolgt nach § 25a UStG (Differenzbesteuerung). Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Bronze-Skulptur Chinesischer Würdenträger, gegossen, 19. Jahrhundert
Asiatische Bronzefigur eines würdevollen Beamten oder Tempelwächters, gegossen im 19. Jahrhundert. Höhe 41 cm, Breite 15 cm, Tiefe 12 cm. Die schwere, dunkel patinierte Vollguss-Bronze steht in der Tradition chinesischer Tempel- und Ahnenfiguren, wie sie in religiösen und repräsentativen Räumen seit der späten Ming-Zeit gefertigt wurden und im 19. Jahrhundert für den südostasiatischen und europäischen Markt in größerer Stückzahl entstanden.Der Dargestellte trägt die hohe, viereckige Beamtenmütze, in deren Front ein chinesisches Schriftzeichen-Emblem eingelassen ist. Der lange, fein gestrichelte Bart fällt in mehreren Strähnen auf das reich ornamentierte Gewand, das mit dichten Blütenrosetten und floralen Bordüren überzogen ist. Die rechte Hand führt einen aufrecht gehaltenen Stab oder eine Schriftrolle. Gesicht und Hände sind sorgfältig modelliert, die geschlossenen Augen und der nach innen gekehrte Ausdruck verweisen auf den meditativen Typus des sitzenden Würdenträgers.Die Erhaltung ist sehr gut, die natürlich gewachsene grünbraune Patina ist ungestört. Solche Bronzen sind kunsthistorisch als Bindeglied zwischen rituellem Objekt und Sammlerstück zu verstehen und werden im internationalen Handel mit Asiatika seit Langem geschätzt.
Indische Sadeli-Schreibtruhe, Rosenholz mit Perlmutt-, Bein- und Silberfaden-Einlagen, Bombay/Gujarat, spätes 19. Jahrhundert
Indische Schreib- und Dokumententruhe aus Rosenholz, Perlmutt, Bein und Silberfäden, gefertigt im späten 19. Jahrhundert in der Region Bombay/Gujarat. Maße ca. 25 × 57 × 47 cm (H × B × T). Die Truhe steht in der Tradition der westindischen Sadeli-Work-Möbel, einer Intarsientechnik, die in den Hafen- und Handelszentren der Region für wohlhabende indische und europäische Kundschaft entstand und in europäischen Reisesekretären ihr funktionales Vorbild fand.Die Front ist von drei großen, bogenförmig gerahmten Feldern gegliedert, in denen sich stilisierte Blumensträuße aus kelchartigen Gefäßen erheben. Das Motiv geht auf den indo-moghulischen „Paradiesgarten“ zurück. Der Hintergrund ist mit feinen Rautennetzen aus Beinintarsien überzogen, schmale Bordüren aus Blüten und Knospen rahmen die Komposition. Den unteren Abschluss bildet ein ausgesägter Bogenfries mit Perlmuttblüten, der dem Möbel eine spitzenartige Leichtigkeit verleiht. Der Deckel trägt ein großflächiges Zentralmedaillon aus konzentrischen Blüten- und Blattbändern.Im Inneren öffnet sich nach vorne ein Miniatursekretär mit Arkadenfries, einer breiten durchgehenden Schublade und sechs kleineren Schubladen in zwei Reihen, sämtlich mit Perlmutt und Bein besetzt und mit Silberfäden konturiert. Der Stauraum ist mit tiefblauem Samt ausgeschlagen. Die Kombination eines vollständig intarsierten Äußeren mit einem ungewöhnlich reich gegliederten Innenausbau hebt das Stück innerhalb seiner Gruppe heraus.Provenienz: Privatsammlung Norddeutschland, dort über Jahrzehnte in Familienbesitz. Vergleichbare Sadeli-Arbeiten finden sich im Victoria and Albert Museum, London, sowie im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg. Steuersatz 7 Prozent gemäß § 12 Abs. 2 Nr. 13 UStG, Kunstgegenstand im Sinne der Anlage 2 UStG.
Jens Jørgensen Juel / Christian August Lorentzen: Ölgemälde Prämiertes Herrenporträt, Schloss Charlottenborg, um 1899
Zwei ovale Herrenportraits, beide als beste Portraits des Jahres 1899 auf Schloss Charlottenborg in Kopenhagen prämiert. Die Gemälde wurden von den damaligen Kunststudenten Einar Olsen und Hugo Langer angefertigt: Sie porträtierten ihre Lehrer Jens Juel und Professor Christian August Lorentzen. Alle Daten sind auf der Rückseite der Gemälde dokumentiert. Das vorliegende Bild zeigt ein ovales Herrenportrait in warmen Braun- und Ockertönen: ein Herr mit gepuderter Perücke, weißem Jabot und rotem Rock, im Dreiviertelprofil.Jens Jørgensen Juel (1745–1802) gehört zu den bedeutendsten dänischen Malern seiner Zeit. Er studierte in Hamburg und Kopenhagen, unternahm eine längere Reise durch Deutschland, Italien und die Schweiz, wurde Hofmaler und später Professor und Direktor der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen. Zu seinen deutschen Schülern zählten Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge. Christian August Lorentzen (1749–1828) war ebenfalls Professor an der Königlich Dänischen Kunstakademie und hinterließ Werke in fast allen dänischen Museen.Maße: Höhe 83 cm, Breite 71 cm, Tiefe 8 cm. Paarpreis. Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Klapptisch aus Kingwood, England, Mitte 19. Jahrhundert
Dieser kleine englische Klapptisch aus Kingswood entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Kingswood, auch als „Brasilianisches Rosenholz" bekannt, zeichnet sich durch eine warme, dunkelbraune Maserung aus. Der Tisch besitzt zwei aufklappbare Seiten und zwei Schubladen mit kleinen Messingknöpfen. Auf dem Foto ist die Tischplatte aufgeklappt, die Schubladen leicht geöffnet: Die Konstruktion sitzt auf vier eleganten, gedrechselten Bambusbeinen.Klapp- oder Pembroke-Tische dieser Bauart waren im viktorianischen England allgegenwärtig. Sie standen in Wohnzimmern und Arbeitszimmern, dienten als Schreib- oder Abstellfläche und ließen sich bei Nichtgebrauch auf schmale Tiefe zusammenklappen. Die gedrechselten Beine dieses Exemplars zeigen feine Bambus-Imitationen, ein in der englischen Möbelkunst des 19. Jahrhunderts beliebtes Formmotiv.Maße: Höhe 70 cm, Breite ausgeklappt 69 cm, eingeklappt 35 cm. Der Tisch ist in gebrauchsfähigem Zustand.
Mahagoni-Kommode im George-III-Stil, England, um 1800
Diese englische Kommode aus der George-III-Periode, um 1800, ist aus massivem Mahagoni gefertigt. Das Möbel zeigt vier Schubladen, davon zwei schmale oben und zwei tiefe unten, ausgestattet mit runden Messingknäufen in konzentrischer Ringform. Die Konstruktion ist wohlproportioniert und handwerklich auf hohem Niveau: Mahagoni-Vollholz, keine Furnierarbeit. Maße: Höhe 79 cm, Breite 70 cm, Tiefe 53 cm.George-III-Möbel entstanden in der zweiten Hälfte des 18. und im frühen 19. Jahrhundert und gelten als Inbegriff des englischen Cabinetmaking. Mahagoni war das bevorzugte Holz der Zeit, geschätzt für seine Festigkeit und warme Farbe. Die schlichte, geradlinige Form dieser Kommode entspricht dem späten georgianischen Stil, der ornamentalen Dekor zurücktreten ließ zugunsten von Proportion und Materialqualität.Das Stück befindet sich in wohnfertigem Zustand und gehört zu den soliden englischen Antiquitäten, die auch heute praktisch verwendbar bleiben. Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Niki de Saint Phalle: Skulptur Nana, signiert datiert, Pappmaché farbig bemalt, 2011
Diese lebensgroße Skulptur im Stil der Nana-Figuren von Niki de Saint Phalle (1930–2002) zeigt eine weibliche Figur in dynamischer Tanzpose: ein Bein ist erhoben, die Arme ausgebreitet, der Körper üppig und farbintensiv bemalt. Die Oberfläche trägt geometrische und florale Muster in Blau, Rot, Gelb und Grün auf weißem Grund. Ausgeführt in Pappmaché, farbig bemalt und lackiert. Höhe 148 cm.Die Skulptur ist signiert "Ulla 3/2011" und datiert März 2011. Qualitätsvolle, handwerklich präzise Ausführung, kräftige Farben, keine Lackabplatzungen. Eine formatfüllende Arbeit, die in der Nachfolge von Niki de Saint Phalles berühmter Nana-Serie steht.
Ölgemälde Blumenstillleben mit gelben und roten Rosen, monogrammiert „LA", 1974
Das großformatige Blumenstillleben, 59 × 86 cm auf Leinwand, zeigt einen üppigen Strauß in kräftigen Gelb-, Rot- und Blautönen. Im Vordergrund dominieren leuchtend gelbe Blüten, dahinter öffnen sich rote und blaue Blütenformen vor einem dunkel-violettem Hintergrund. Der Pinselduktus ist pastös und energisch, die Farben ohne Mischung nebeneinandergesetzt.Das Werk ist unten rechts mit dem Monogramm „LA" sowie der Jahreszahl 1974 bezeichnet. Über den Urheber liegen keine gesicherten Angaben vor. Die malerische Qualität ist hoch: souveräner Farbauftrag, sichere Komposition, deutlich geübte Hand. Das Bild kommt in einem vergoldeten Rahmen, Gesamtmaß 108 × 82 cm.Verkauf gemäß § 25a UStG, Differenzbesteuerung, kein Mehrwertsteuerausweis.
Reisebox mit Schmuck-, Schreib- und Nähfach, Edelholz mit Messingintarsien und Silber, um 1850
Diese englische Reiseschatulle aus der Zeit um 1850 ist aus geschwärztem Edelholz mit fein gearbeiteten Messinginlays gefertigt. Das aufgeklappte Innere zeigt das originale Interieur in tiefrotem Samt mit vergoldeten Eck- und Rahmendekorationen auf der Innenseite des Deckels. Im Innenfach sind mehrere Sterling-Silber-Behaelter mit Stöpseldeckeln verschiedener Groesse eingesetzt, dazu Elfenbeinarbeiten, ein Naehwerkzeug und weitere Utensilien. Alle Silberteile tragen Marken und Punzierungen.Schattullen dieser Art dienten wohlhabenden Reisenden des 19. Jahrhunderts als tragbare Kommode fuer Schmuck, Kosmetik, Schreibbedarf und Naehutensilien. Die vollstaendige Bestückung mit punziertem Sterlingsilber und Beinarbeiten ist bei Exemplaren dieses Alters selten. Masse: 28 x 20 x 17 cm. Verkauf gem. Paragraph 25a UStG, Differenzbesteuerung.
Runder Esstisch Mygge, Entwurf Björn Wiinblad, Metall mit Acrylat-Intarsie, Kopenhagen, 1960er Jahre
Dieser Speisettisch, entstanden um 1965, verbindet skandinavisches Designdenken mit der dekorativen Handschrift von Björn Wiinblad (1918–2006). Die runde Tischplatte aus Acrylat zeigt ein aufwendig handbemaltes Dekor im charakteristischen "Mygge"-Motiv Wiinblads: arabeskenhaftes Ornament in Gold und Grün auf dunklem Untergrund, das sich wie eine Art Mandala über die gesamte Fläche ausbreitet. Das Untergestell ist ein massiver, geschwungener Aluminiumfuß im Tulpenform-Stil der 1960er Jahre.Bjørn Wiinblad, in Kopenhagen geboren, arbeitete nach dem Studium an der Königlich Dänischen Kunstakademie mit der Rosenthal AG zusammen und entwarf Bühnenbilder für das Königliche Theater Kopenhagen und das Dallas Theatre Center. Der Tisch trägt auf der Unterseite das CADO-Label mit der Nummer 7402083 und ist auf der Platte mit "Mygge" signiert. CADO wurde von Poul Cadovius gegründet und arbeitete mit renommierten Designern zusammen. Durchmesser 118 cm, Höhe 70,5 cm. Guter Originalzustand mit altersgemäßen Gebrauchsspuren.
Skulpturale Baum-Kommode, Tropenholz-Einzelanfertigung, Taipeh, 1986
Diese sogenannte „Baum-Kommode" wurde 1986 im Kunsthandel in Taipeh erworben. Ihr Korpus ist aus einem ausgehöhlten Vollstamm tropischen Holzes gearbeitet, der in seiner natürlichen Rundform belassen wurde. Im Inneren sind mehrere Schubladen mit Ringzügen aus Metall eingebaut, die sich hinter einer zweiflügeligen Türöffnung verbergen. Das Foto zeigt das Objekt geöffnet: fünf kleinere und eine große Schublade, alle aus Massivholz gefertigt.Die Herstellung solcher Objekte ist auf Einzelanfertigung ausgerichtet; kein zwei Stämme sind identisch. Das Holz ist durch Jahrzehnte patiniert. Das Stück verbindet asiatisches Handwerk mit europäischem Möbelgedanken und bleibt als Raumobjekt ohne Vergleich. Maße: Höhe 97 cm, Breite 80 cm, Tiefe 43 cm.
Venezianischer Blackamoor-Beistelltisch, gefasstes Holz, Italien, um 1860
Dieser venezianische Blackamoor-Beistelltisch aus der Zeit um 1860 ist ein Beispiel gehobener venezianischer Schnitzkunst. Die geschnitzte Figur eines Knaben trägt eine rocailleförmige Tischplatte mit versilberter Oberfläche. Die Figur ist polychrom gefasst und trägt einen Turban sowie ein ornamental bemaltes Gewand mit Blumenmotiven. Der dreifüßige Unterbau im Rokokostil ist ebenfalls polychrom bemalt.Venezianische Blackamoor-Torchères wurden ab dem 17. Jahrhundert in der Lagunenstadt als repräsentative Möbelobjekte gefertigt und dienten als Kerzen- oder Blumenständer, gelegentlich auch als Weinkühler-Beistelltisch. Das vorliegende Stück befindet sich in unrestauriertem, originalem Zustand mit gut erhaltener Fassung. Maße: 77 × 28 × 32 cm.Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Zweistöckiger Cake Stand, Eisenblech schwarz lackiert mit Blumenmalerei, klappbar, London um 1860
Dieser zweigeschossige Cake-Stand aus London, entstanden um 1860, ist ein seltenes Stück des viktorianischen Tischzubehörs. Zwei runde Metalltabletts in unterschiedlichen Größen sitzen übereinander auf einem geschwungenen, schwarz lackierten Metallgestell mit drei Beinen; die Tabletts sind abnehmbar und einzeln verwendbar. Beide Tabletts zeigen handgemalten Blumendekor: gelbe und grüne Rosen in zarter, chinesisch beeinflusster Malerei auf schwarzem Grund, umrahmt von goldenen Ranken und Zierborden. Das Gestell selbst trägt goldene Blattmotive auf schwarz lackiertem Untergrund.Maße ca. 61 cm × 46 cm × 46 cm. Originale Patina, zerlegbar. Ein präsentables Stück für Sammler viktorianischen Dekors.