Gerd Wandrer – Zwischen Traumwelt und Expressivität
Es gibt Gemälde, die man betrachtet und sofort versteht. Und es gibt Werke, die den Betrachter zunächst innehalten lassen. Das 1993 entstandene Gemälde Im Atelier von Gerd Wandrer gehört zur zweiten Kategorie. Je länger man sich mit der Komposition beschäftigt, desto mehr offenbart sich ihre vielschichtige Bildsprache.
Wandrer verbindet eine expressive Malweise mit surreal anmutenden Motiven. Figuren, Räume und Gegenstände scheinen sich nicht nach den Regeln der sichtbaren Wirklichkeit zu ordnen, sondern folgen einer inneren Logik. Der kräftige Farbauftrag, die dynamische Pinselführung und die spannungsreiche Komposition erzeugen eine Bildwirkung, die gleichermaßen emotional wie erzählerisch ist
Gerd Wandrer(1952)
GERD WANDRER (geb. 1952)-Im Atelier-Ölgemälde
GERD WANDRER (geb. 1952)Im Atelier“Hauptwerk, 1993Öl auf Leinwand, 168 × 153 cm- Technik: Öl auf Leinwand, 1993- Duktus: kräftig, pastos, mit spannungsvollem Wechsel von lasierenden Partien und energischen Pinselstrichen- Qualität: reifes Hauptwerk eines etablierten Künstlers, malerisch souverän ausgeführt.Gerd Wandrer wurde 1952 in der DDR geboren. Schon früh zeigte sich sein künstlerisches Talent, das er in den 1970er Jahren an einer Kunstschule vertiefte. In einer Zeit, in der die Kunst in der DDR vom Sozialistischen Realismus geprägt war, suchte Wandrer nach eigenen Wegen, um seine Bildsprache zwischen offiziellen Vorgaben und persönlicher Ausdruckskraft zu entwickeln.Das monumentale Gemälde „Im Atelier“ entstand 1993 und gehört zu den Hauptwerken Gerd Wandrers. Es dokumentiert seine ausgereifte Position zwischen Surrealismus, Symbolismus und expressiver Figuration.Im Bild verschmelzen rätselhafte Räume mit Gestalten und Requisiten des künstlerischen Schaffens. Farbflächen und Figuren erscheinen wie aus Träumen hervorgeholt ‒ geheimnisvoll, rätselhaft und zugleich kraftvoll. Die Farbwahl ist intensiv, die Komposition monumental, der Bildraum voller Spannung.Wandrer entfaltet hier ein vielschichtiges Spiel zwischen Realität und Vorstellungskraft, das zu einer künstlerischen Selbstreflexion über die Rolle des Ateliers wird.Preis auf AnfrageWeitere Werke des Künstlers Gerd Wandrer in unserem Angebot(1)Weitere Werke des Künstlers Gerd Wandrer in unserem Sortiment(2)
Gerd Wandrer(1952)-Castel Focognano Toskana-Öl/Leinwand
Castel Focognano Toskana Künstler: Gerd Wandrer (geb. 1952) Entstehungsjahr: 1989Technik: Öl auf LeinwandSignatur: Unten rechts signiert „Wandrer 89“Maße: 80 cm x 100 cm (ohne Rahmen)Preis auf AnfrageStilrichtung: Surrealismus, expressive AbstraktionWeitere Angebote in unserem Sortiment von Gerd Wandrer(1)Weitere Angebote in unserem Sortiment von Gerd Wandrer(2)
Gerd Wandrer(1952)-Inselplatz Jena-Gouache
Gerd Wandrer (geb. 1952) Entstehungsjahr: 1985-Inselplatz Jena-Technik: GouacheSignatur: Unten rechts signiert „Wandrer 85“ Maße: 60 cm x 78 cm mit RahmenStilrichtung: Surrealismus, expressive Abstraktion Einzelwerk!as Gouache-Werk „Inselplatz Jena“ von 1985 zeigt die charakteristische Handschrift von Gerd Wandrer. Das Bild verbindet architektonische Elemente mit expressiven, fast surrealen Überformungen. Die kräftigen Farbkontraste – Rot, Grün, Gelb und Schwarz – erzeugen eine spannungsvolle Bildfläche, in der sich Stadt und Atmosphäre zu einer visionären Szenerie verdichten. Die expressive Linienführung und die freie Komposition verweisen auf Wandrers Hinwendung zur malerischen Geste, die er in den 1980er-Jahren entwickelte.Preis auf Anfrage.Weitere Werke von Gerd Wandrer in unserem AngebotWeitere Werke von Gerd Wandrer in unserem Angebot(2)
Wandrer verbindet eine expressive Malweise mit surreal anmutenden Motiven. Figuren, Räume und Gegenstände scheinen sich nicht nach den Regeln der sichtbaren Wirklichkeit zu ordnen, sondern folgen einer inneren Logik. Der kräftige Farbauftrag, die dynamische Pinselführung und die spannungsreiche Komposition erzeugen eine Bildwirkung, die gleichermaßen emotional wie erzählerisch ist.
Die Werke entstanden in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen. Die frühen 1990er- Jahre eröffneten zahlreichen ostdeutschen Künstlern neue Freiräume und neue Perspektiven. In dieser Phase entwickelte Wandrer seine persönliche Bildsprache weiter und verband Erfahrungen aus der DDR mit den erweiterten künstlerischen Möglichkeiten nach der deutschen Wiedervereinigung.
Gerade diese Verbindung machen seine Arbeit zu einem charakteristischen Werk seiner reifen Schaffensphase. Es dokumentiert den Weg eines Malers, der konsequent nach einer eigenständigen Ausdrucksform suchte und dabei eine unverwechselbare Balance zwischen Figuration, Symbolik und expressiver Malerei fand.