Abstrakte & moderne Kunst des 20. Jahrhunderts
Die moderne Kunst bricht mit der Form und findet eine neue Sprache. Wir führen Gemälde und Druckgrafik von der Nachkriegsabstraktion bis zur Pop Art zum Kauf, darunter signierte Editionen von Robert Indiana. Für Ihre Sammlung, in Gelting nahe Kappeln.
Abstrakt & Modern
"AB"1982-Nordische Hügellandschaft -ÖLgemälde
bjekt: Nordische Hügellandschaft (Dänemark) Datierung: 1982 Signatur: Monogrammiert „AB ’82“ (geritzt) Material: Öl auf Hartfaserplatte (Masonit / Hardboard)-60cmx76cm I. (Malweise & Technik) Der Malduktus des Werkes zeugt von einer expressiven, texturreichen Ausführung, die charakteristisch für die skandinavische Landschaftsmoderne des späten 20. Jahrhunderts ist. Farbauftrag und Textur (Imposto-Malerei): Der Künstler wählte einen hochentwickelten, pastosen (dickschichtigen) Farbauftrag. Die Farbe wurde nicht flüssig lasiert, sondern in dichten, zähen Schichten aufgetragen. Sichtbare Arbeitsspuren deuten auf den kombinierten Einsatz von groben Borstenpinseln und einem Malermesser (Spachtel) hin. Dies erzeugt ein physisches Relief auf der Bildoberfläche, welches das Licht bricht und dem Gemälde eine plastische Lebendigkeit verleiht. Form- und Linienführung: Das Bild bricht mit der feinen, fotorealistischen Detailmalerei der klassischen Epochen. Die Hügelketten, Rapsfelder und Ackerfurchen sind in organische, aber spürbar geometrisierte Farbflächen zerlegt. Der Duktus ist entschlossen und flächig; er rhythmisiert die dänische Landschaft und betont die Topografie durch Licht- und Schattenkanten innerhalb der Farbschollen. Die Ritzsignatur (Sgraffito-Technik): Ein entscheidendes Merkmal des Duktus ist die Signierung. Das Monogramm „AB“ und die Jahreszahl „’82“ wurden mit einem spitzen Gegenstand (evtl. dem Pinselstiel oder einem Modellierholz) direkt in die nasse, noch formbare Ölfarbe geritzt. Diese Technik unterstreicht den spontanen, prozesshaften Charakter der Entstehung direkt vor dem Motiv oder unmittelbar nach Vollendung im Atelier. II. Ölgemälde auf Hartfaser Die Wahl des Bildträgers ist ein wichtiges Indiz für die Entstehungszeit und den pragmatischen Ansatz des Künstlers. Der Bildträger (Hartfaser / Masonite): Ab den 1950er bis in die 1980er Jahre war Hartfaser ein extrem populäres Trägermaterial in der skandinavischen Kunstszene. Im Gegensatz zur flexiblen Leinwand bietet die starre Platte einen unnachgiebigen Widerstand. Dieser Widerstand ist zwingend notwendig, um die schweren, pastosen Ölschichten mit dem Spachtel aufzudrücken, ohne dass die Farbe später durch Schwingungen der Leinwand reißt (Craquelé-Bildung). Konservatorischer Zustand: Öl auf Hartfaser gilt bei sachgemäßer Grundierung als hochgradig stabil. Die Platte verzieht sich kaum und ist resistent gegen klimatische Schwankungen, was sie ideal für die Freiluftmalerei (Pleinairmalerei) in den windigen Küstenregionen Dänemarks machte. III. Der unidentifizierte dänische Meister („uidentificeret kunstner“) In skandinavischen Auktionshäusern (wie Bruun Rasmussen oder Lauritz) werden Künstler dieses Formats unter dem festen kunsthistorischen Begriff „uidentificeret kunstner“ geführt. Dies mindert nicht die handwerkliche Qualität, sondern beschreibt eine spezifische Biografie im dänischen Kunstsystem der 1980er Jahre. 1. Ausbildung und Umfeld Der Maler „AB“ genoss mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine akademische oder solide private Ausbildung an einer der dänischen Kunstschulen (z. B. Det Kongelige Danske Kunstakademi oder regionalen freien Akademien auf Fünen und Jütland). Der sichere Umgang mit der Farbtheorie – der komplementäre Kontrast zwischen dem leuchtenden Rapsgelb und den kühlen, nordischen Graublautoast-Tönen des Himmels – zeigt ein tiefes Verständnis der klassischen Moderne. 2. Stilistische Wurzeln und Einflüsse Die Vita des Künstlers ist untrennbar mit den großen dänischen Künstlerkolonien verbunden: Die Odsherred-Maler: Stilistisch orientiert sich „AB“ an den Malern der dänischen Region Odsherred (Nordwest-Seeland). Diese Künstler waren fasziniert von dem besonderen Licht und den eiszeitlichen Hügelketten. Der skandinavische Post-Impressionismus: Während die europäische Avantgarde 1982 bereits stark von Konzeptkunst und digitaler Kunst geprägt war, blieb in Dänemark eine kraftvolle Strömung aktiv, die sich der rohen, unverfälschten Natur widmete. „AB“ übersetzte die Tradition von Meistern wie Fritz Syberg oder Johannes Larsen in die gröbere, modernere Formsprache der 1980er Jahre. 3. Das dänische Kunstverein-System (Kunstforeninger) Im Jahr 1982 florierte in Dänemark das System der lokalen Kunstvereine. Große Institutionen, aber auch kommunale Betriebe, Schulen und Sparkassen unterhielten eigene Kunstvereine. Künstler wie „AB“ lebten und arbeiteten oft abseits der Metropole Kopenhagen in Jütland, Seeland oder auf Fünen. Sie verkauften ihre Werke direkt über diese lokalen Jahresausstellungen. Da sie in ihrer Region und ihrem Kunstverein im Jahr 1982 namentlich jedem Käufer bekannt waren, verzichteten sie auf eine ausformulierte Signatur und nutzten das intime, reduzierte Monogramm AB, um die Ästhetik des Landschaftsbildes nicht durch einen langen Schriftzug zu stören. IV. Zusammenfassendes Fazit Das Gemälde „AB ’82“ ist ein exzellentes, handwerklich makelloses Zeugnis dänischer Landschaftskunst aus dem Jahr 1982. Es fängt die Essenz des dänischen Sommers – das Wechselspiel aus fruchtbaren Agrarflächen (rapsmarker), traditioneller Architektur (bondegård) und dem schweren nordischen Himmel – in einer kraftvollen, haptischen Bildsprache ein. Es repräsentiert die ungebrochene Liebe der dänischen Moderne zur eigenen Natur und Topografie.
"HKL" (Monogramm)-Stillleben-Ölgemälde
Das Rätsel der leuchtenden GläserEs beginnt mit dem Leuchten.Sie blicken auf fünf hohe, schmalbauchige Glasgefäße, arrangiert auf einem farbkräftigen, lebendigen Tuch. Sie scheinen fast zu schweben, flankiert von drei perfekten, kugelförmigen Objekten.Aber es ist der Hintergrund, der Sie innehalten lässt.Ein tiefes, hypnotisches Spiel aus Blau- und Türkistönen. Es bewirkt etwas Magisches – es lässt die transluziden Glasformen förmlich aus der Leinwand heraus strahlen. Und genau in dem Moment, in dem Ihr Auge zur Ruhe kommen will, setzt ein dynamischer Akzent aus leuchtend gelben Zweigspitzen das gesamte Bild unter Strom.Die Lichtreflexe auf den Glaslippen und den Kugeln sind mit einer fast unheimlichen Präzision gesetzt. Sie verleihen diesem Stillleben eine kühle, hochmoderne Aura. Es ist elegant. Es ist puristisch. Es zieht den Betrachter unweigerlich in seinen Bann.Doch wer hat es gemalt?DAS GEHEIMNIS IN DER ECKEWenn Sie ganz genau hinsehen – unten links –, entdecken Sie ein fein eingeritztes Monogramm: HKL.Wir haben die Archive durchsucht. Wir haben die Register geprüft. Bis zum heutigen Tag bleibt die wahre Identität hinter „HKL“ ein ungelöstes Rätsel. Und um ehrlich zu sein: Für den klugen Sammler ist das der beste Teil der Geschichte.EINE MEISTERKLASSE DER MALTECHNIKDies ist keine Amateurarbeit. Weit gefehlt. Der Künstler besaß einen meisterhaften, absolut sicheren Zugriff, der umso deutlicher wird, je länger man das Werk betrachtet:• Der makellose Übergang: Glatte, deckende Farbschichten verschmelzen mit butterweichen Übergängen zu einer geschlossenen Formlösung. Die Glasreflexe sind nicht einfach aufgemalt – sie wurden durch gezielte Lichter und hauchdünne Lasuren Schicht für Schicht zum Leben erweckt.Seite 1• Das Farbspiel: Die kühle Dominanz der Blau- und Petroltöne wird durch die warmen Rot- und Ockerzonen des Tuches brillant kontrastiert. Ein Lehrstück in Sachen harmonischer Farbklang.• Die perfekte Balance: Beachten Sie die vertikale Staffelung der Gefäße – ein faszinierender Links-Rechts-Rhythmus. Auf der rechten Seite fängt die Dreiergruppe der Kugeln diese Bewegung perfekt ab. Es ist streng geordnet und dennoch voller Dynamik.DER MID-CENTURY-EFFEKTDieses Werk steht stolz in der großen Tradition der mitteleuropäischen Stilllebenmalerei der Mitte des 20. Jahrhunderts.Die messerscharfe Präzision der Glasreflexe und die kühle, atmosphärische Raumwirkung erinnern stark an die besten Spielarten der Neuen Sachlichkeit und deren Nachwirkung nach 1945. Gleichzeitig versprüht es die farbbetonte, selbstbewusste Seele der gefragten Stillleben der 1950er Jahre, wie sie in Bayern, Österreich oder Norddeutschland entstanden. Ein Stück Kunstgeschichte für moderne Räume.
Bekker ,Gerrit M.-GERRIT M.BEKKER(1943-2025)-DIE ANSICHT VON E-twas-
KünstlerGerrit M. Bekker(1943-2025)TitelDie Ansicht vo E-twasEntstehungRostock-Periode, ca. 1989–1993TechnikÖl auf HolzMaße120 × 98 cmSignaturRückseitig bezeichnet „Bekker“ mit TitelDas großformatige Gemälde „Die Ansicht vo E-twas“ des deutschen Malers Gerrit M. Bekker entstand während der sogenannten Rostock Zeit des Künstlers zwischen etwa 1989 und 1993. Bekker, geboren 1943 in Hamburg, entwickelte in dieser Phase eine besonders freie und experimentelle Malweise, die zwischen expressiver Landschaftsinterpretation und konzeptueller Bildstruktur angesiedelt ist.Das Werk ist in Öl auf Holz ausgeführt und misst etwa 120 × 98 cm. Die Wahl einer Holzplatte als Bildträger war bei vielen Künstlern der späten 1970er bis frühen 1990er Jahre verbreitet, da sie eine stabile Oberfläche für gestische und teilweise pastose Malerei bietet. Gleichzeitig erlaubt der feste Untergrund eine klare Strukturierung des Bildraums.Die Komposition des Gemäldes ist außergewöhnlich aufgebaut. Links erscheint ein größeres Bildfeld mit einer angedeuteten Architektur- oder Landschaftsszene, die in expressiven Pinselbewegungen dargestellt ist. Rechts und darunter gliedert sich das Werk in zahlreiche kleinere Bildfelder, die jeweils fragmentarische Landschaftseindrücke zeigen. Diese seriellen Ausschnitte wirken wie Momentaufnahmen einer Umgebung – vergleichbar mit filmischen Einstellungen oder schnellen Skizzen eines Blicks über eine Landschaft.Die Rasterstruktur erzeugt eine spannende Beziehung zwischen dem zentralen Motiv und den vielen kleineren Fragmenten. Dadurch entsteht der Eindruck einer zeitlichen Abfolge von Beobachtungen oder eines visuellen Tagebuchs der Landschaft. Der Titel „Die Ansicht vo E■twas“verweist auf eine bewusst poetische und leicht ironische Haltung des Künstlers. Bekker arbeitete häufig mit sprachlichen Andeutungen, die zwischen konkreter Beschreibung und philosophischer Offenheit stehen.Farblich dominieren kühle Blau und Grautöne, die von erdigen Rot und Braunnuancen durchbrochen werden. Die Malerei ist gestisch und dynamisch, teilweise skizzenhaft, wodurch Bewegung und Atmosphäre wichtiger erscheinen als eine realistische Darstellung. Viele Bildfelder wirken wie schnelle Impressionen von Himmel, Gelände oder architektonischen Strukturen.Das Werk ist typisch für die experimentellen Landschaftsarbeiten der späten 1980er und frühen 1990er Jahre, in denen Künstler versuchten, traditionelle Landschaftsdarstellungen mit seriellen oder konzeptuellen Bildstrukturen zu verbinden. Bekker gelingt dabei eine Verbindung von spontaner malerischer Energie und klarer kompositorischer Ordnung.Innerhalb seines Gesamtwerks stellt dieses Gemälde ein interessantes Beispiel für seine Beschäftigung mit Wahrnehmung, Erinnerung und Landschaft dar. Die Kombination aus großem Hauptmotiv und vielen kleineren Sequenzen macht das Bild zu einer Art visueller Erzählung über Raum, Blick und Zeit.Wissenwertes über Gerrit BeekerWeitere Werke des Künstlers in unserem AngebotWeitere Werke des Künstlers in unserem AngebotPreis auf Anfrage.
Bekker Gerrit M.-Gerrit M. Bekker –neunzehnsiebenungzwanzig- (1943–2025)
Gerrit M. Bekker –neunzehnsiebenundzwanzig- (1943–2025)Ölgemälde auf HolzDas Gemälde „neunzehnsiebenundzwnzig“ des deutschen Malers Gerrit M. Bekker entstand während der sogenannten Rostock-Zeit des Künstlers zwischen etwa 1989 und 1993. Bekker, geboren 1943 in Hamburg, entwickelte in dieser Phase eine besonders freie und experimentelle Malweise, die zwischen expressiver Landschaftsinterpretation und konzeptueller Bildstruktur angesiedelt ist.Das Werk ist in Öl auf Holz ausgeführt . Die Wahl einer Holzplatte als Bildträger war bei vielen Künstlern der späten 1970er bis frühen 1990er Jahre verbreitet, da sie eine stabile Oberfläche für gestische und teilweise pastose Malerei bietet. Gleichzeitig erlaubt der feste Untergrund eine klare Strukturierung des Bildraums.Die Komposition des Gemäldes ist außergewöhnlich aufgebaut. Links erscheint ein größeres Bildfeld mit einer angedeuteten Architektur- oder Landschaftsszene, die in expressiven Pinselbewegungen dargestellt ist. Rechts und darunter gliedert sich das Werk in zahlreiche kleinere Bildfelder, die jeweils fragmentarische Landschaftseindrücke zeigen. Diese seriellen Ausschnitte wirken wie Momentaufnahmen einer Umgebung – vergleichbar mit filmischen Einstellungen oder schnellen Skizzen eines Blicks über eine Landschaft.Die Rasterstruktur erzeugt eine spannende Beziehung zwischen dem zentralen Motiv und den vielen kleineren Fragmenten. Dadurch entsteht der Eindruck einer zeitlichen Abfolge von Beobachtungen oder eines visuellen Tagebuchs der Landschaft. Der Titel „Die Ansicht vo E■twas“verweist auf eine bewusst poetische und leicht ironische Haltung des Künstlers. Bekker arbeitete häufig mit sprachlichen Andeutungen, die zwischen konkreter Beschreibung und philosophischer Offenheit stehen.Farblich dominieren kühle Blau und Grautöne, die von erdigen Rot und Braunnuancen durchbrochen werden. Die Malerei ist gestisch und dynamisch, teilweise skizzenhaft, wodurch Bewegung und Atmosphäre wichtiger erscheinen als eine realistische Darstellung. Viele Bildfelder wirken wie schnelle Impressionen von Himmel, Gelände oder architektonischen Strukturen.Das Werk ist typisch für die experimentellen Landschaftsarbeiten der späten 1980er und frühen 1990er Jahre, in denen Künstler versuchten, traditionelle Landschaftsdarstellungen mit seriellen oder konzeptuellen Bildstrukturen zu verbinden. Bekker gelingt dabei eine Verbindung von spontaner malerischer Energie und klarer kompositorischer Ordnung.Innerhalb seines Gesamtwerks stellt dieses Gemälde ein interessantes Beispiel für seine Beschäftigung mit Wahrnehmung, Erinnerung und Landschaft dar. Die Kombination aus großem Hauptmotiv und vielen kleineren Sequenzen macht das Bild zu einer Art visueller Erzählung über Raum, Blick und Zeit.Preis auf Anfrage.Wissenswertes über Gerrit M.BekkerWeitere Werke von Gerrit M.Beekker in unserem AngebotWeitere Werke des Künstlers in unserem Angebot
Berthold Grandisch(19808-1983) Sturmflut, 1962 -HAUPTWERK-
Berthold GrandischSturmflut, 1962HAUPTWERKÖl auf Holz / Hartfaserplatte 109 × 84 cm Signiert und datiert 1962Berthold GrandischSturmflut, 1962HAUPTWERKPreis: 4.000 €Öl auf Holz / Hartfaserplatte 109 × 84 cm Signiert und datiert 1962Berthold Grandisch (1908–1983) zählt zu den norddeutschen Landschafts- und Marinemalern des 20. Jahrhunderts. Sein künstlerisches Umfeld lag in Schleswig-Holstein, insbesondere im Raum Flensburg. Grandisch widmete sich vor allem Motiven der norddeutschen Küstenlandschaft – Deiche, Brandung, Fischerboote und dramatische Wetterlagen über der See. Seine Arbeiten verbinden landschaftliche Beobachtung mit einer expressiven Interpretation maritimer Naturstimmungen.Malweise und DuktusDie Malweise ist durch einen energischen und bewegten Pinselduktus geprägt. Besonders im Himmel und in der Brandungsdarstellung treten breite, dynamische Pinselzüge hervor, die der Szene eine starke Bewegung verleihen. Die diagonale Führung der Wolkenformationen steigert die dramatische Spannung der Komposition, während Lichtöffnungen im Wolkenhimmel eine eindrucksvolle räumliche Wirkung erzeugen.WerkbeschreibungDas 1962 entstandene Werk „Sturmflut“ zeigt eine dramatische Küstenszene mit über den Deich brechender Brandung und einem aufgewühlten Himmel. Die Darstellung verweist auf die Naturgewalten der norddeutschen Küste und verleiht der Komposition eine monumentale Wirkung. Durch Format, Motiv und expressive Ausführung kann das Gemälde innerhalb des bekannten Werkzusammenhangs des Künstlers als besonders repräsentative Arbeit gelten.
Charlotte (Murkel) Schuberth(1914-2000)-FRAU IN ROT-1973
Charlotte „Murkel“ Schuberth (1914 Kröslin bei Greifswald – 2000 Kiel) signierte ihre Werke mit dem Spitznamen, unter dem sie auch in der Kunstgeschichte Schleswig-Holsteins bekannt ist. Erste Zeichen- und Maluntersuchungen erhielt sie vor dem Zweiten Weltkrieg in Berlin und auf dem Darß. Als Flüchtling kam sie 1945 mit ihrem Sohn nach Kiel. Erst nach einem schweren Autounfall 1950 entschied sie sich, eine eigene Existenz als Malerin aufzubauen. „Frau in Rot“, Öl auf Leinwand, 59 × 118 cm, entstand 1973 in Paris. Ein Reisestipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung hatte ihr 1959 den ersten Aufenthalt in der französischen Metropole ermöglicht, der zum entscheidenden Wendepunkt ihres Werkes wurde. Aus dieser Phase stammen die großformatigen, plastisch modellierten Figurenkompositionen mit ihren charakteristischen Rot-Blau-Akkorden und dem starken Einsatz von Weiß. Schuberths erklärte Bezugspunkte waren Picasso und Modigliani; beide klingen in ihrer voluminösen Auffassung der menschlichen Gestalt nach. Die Künstlerin wurde 1976 und 1984 mit Retrospektiven in der Pommern-Stiftung im Rantzaubau des Kieler Schlosses gewürdigt, ihren 100. Geburtstag begleitete eine Ausstellung des Künstlermuseums Heikendorf-Kieler Förde. Provenienz: Kieler Kunstsammlung. Aus einer Sammlungsauflösung haben wir zahlreiche Hauptwerke der Künstlerin im Bestand.Wissenswertes über Charlotte(Murkel)Schuberth Wikipedia
GERD WANDRER (geb. 1952)-Im Atelier-Ölgemälde
GERD WANDRER (geb. 1952)Im Atelier“Hauptwerk, 1993Öl auf Leinwand, 168 × 153 cm- Technik: Öl auf Leinwand, 1993- Duktus: kräftig, pastos, mit spannungsvollem Wechsel von lasierenden Partien und energischen Pinselstrichen- Qualität: reifes Hauptwerk eines etablierten Künstlers, malerisch souverän ausgeführt.Gerd Wandrer wurde 1952 in der DDR geboren. Schon früh zeigte sich sein künstlerisches Talent, das er in den 1970er Jahren an einer Kunstschule vertiefte. In einer Zeit, in der die Kunst in der DDR vom Sozialistischen Realismus geprägt war, suchte Wandrer nach eigenen Wegen, um seine Bildsprache zwischen offiziellen Vorgaben und persönlicher Ausdruckskraft zu entwickeln.Das monumentale Gemälde „Im Atelier“ entstand 1993 und gehört zu den Hauptwerken Gerd Wandrers. Es dokumentiert seine ausgereifte Position zwischen Surrealismus, Symbolismus und expressiver Figuration.Im Bild verschmelzen rätselhafte Räume mit Gestalten und Requisiten des künstlerischen Schaffens. Farbflächen und Figuren erscheinen wie aus Träumen hervorgeholt ‒ geheimnisvoll, rätselhaft und zugleich kraftvoll. Die Farbwahl ist intensiv, die Komposition monumental, der Bildraum voller Spannung.Wandrer entfaltet hier ein vielschichtiges Spiel zwischen Realität und Vorstellungskraft, das zu einer künstlerischen Selbstreflexion über die Rolle des Ateliers wird.Preis auf AnfrageWeitere Werke des Künstlers Gerd Wandrer in unserem Angebot(1)Weitere Werke des Künstlers Gerd Wandrer in unserem Sortiment(2)
Gerd Wandrer(1952)-Castel Focognano Toskana-Öl/Leinwand
Castel Focognano Toskana Künstler: Gerd Wandrer (geb. 1952) Entstehungsjahr: 1989Technik: Öl auf LeinwandSignatur: Unten rechts signiert „Wandrer 89“Maße: 80 cm x 100 cm (ohne Rahmen)Preis auf AnfrageStilrichtung: Surrealismus, expressive AbstraktionWeitere Angebote in unserem Sortiment von Gerd Wandrer(1)Weitere Angebote in unserem Sortiment von Gerd Wandrer(2)
Gerd Wandrer(1952)-Inselplatz Jena-Gouache
Gerd Wandrer (geb. 1952) Entstehungsjahr: 1985-Inselplatz Jena-Technik: GouacheSignatur: Unten rechts signiert „Wandrer 85“ Maße: 60 cm x 78 cm mit RahmenStilrichtung: Surrealismus, expressive Abstraktion Einzelwerk!as Gouache-Werk „Inselplatz Jena“ von 1985 zeigt die charakteristische Handschrift von Gerd Wandrer. Das Bild verbindet architektonische Elemente mit expressiven, fast surrealen Überformungen. Die kräftigen Farbkontraste – Rot, Grün, Gelb und Schwarz – erzeugen eine spannungsvolle Bildfläche, in der sich Stadt und Atmosphäre zu einer visionären Szenerie verdichten. Die expressive Linienführung und die freie Komposition verweisen auf Wandrers Hinwendung zur malerischen Geste, die er in den 1980er-Jahren entwickelte.Preis auf Anfrage.Weitere Werke von Gerd Wandrer in unserem AngebotWeitere Werke von Gerd Wandrer in unserem Angebot(2)
Gerrit M. Bekker(1943-2025)-Abstrahierte Komposition mit blauem Zeichen-
Gerrit M. Bekker (geb. 1943 in Hamburg)Abstrahierte Komposition mit blauem ZeichenRückseitig Künstler SignaturÖl auf Leinwand49 cm × 69 cmPerfekter ZustandGerahmt in einer klassischen GoldleisteDas Gemälde präsentiert sich als eine vielschichtige, semi-abstrakte Komposition, die charakteristisch für das expressive und literarisch beeinflusste Schaffen von Gerrit M. Bekker ist. Das Werk bewegt sich im spannungsreichen Grenzbereich zwischen Gegenständlichkeit und reiner Abstraktion.Der Bildaufbau: Das Werk wird im unteren Viertel durch einen breiten, tiefroten Horizontalstreifen geerdet. Auf diesem roten Grund befinden sich feine, fast skizzenhafte Einritzungen oder weiße Linien, die an Chiffren oder eine reduzierte Horizontlinie erinnern.Das Zentrum: Aus dieser roten Basis ragt eine dunkle, organische Form empor, die an einen knorrigen, kahlen Baumstamm oder Ast erinnert. Dieser streckt sich asymmetrisch nach oben und teilt das Bildzentrum. Links davon befindet sich eine vertikale Struktur aus graublauen Wellenlinien, die an Wellblech, Vorhänge oder architektonische Elemente denken lässt.Hintergrund und Farbatmosphäre: Der Hintergrund ist in einem rasterartigen Gefüge aus hellen, pastelligen Tönen – gedecktes Weiß, Grau, dezentes Gelb und Erdtöne – angelegt. Es wirkt wie der Blick durch eine verwitterte Fensterscheibe oder auf eine collagierte Wandstruktur, in der vereinzelt dunkle, zeichenhafte Pinselstriche gesetzt sind.Das blaue Element: Im rechten oberen Quadranten schwebt eine markante, leuchtend blaue Form. Diese grafisch klar umrissene Chiffre erinnert an eine stilisierte Hand, eine skulpturale Figur oder ein Schriftzeichen. Sie bildet den farblichen und konzeptionellen Kontrapunkt zu den erdigen und schweren Tönen der unteren Bildhälfte und zieht den Blick des Betrachters magisch an.Stilistische Einordnung: Bekkers typischer, kraftvoller Pinselduktus kombiniert hier melancholische, erdige Töne mit einem plötzlichen Aufleuchten von Primärfarben (Blau und Rot). Die Bildsprache ist voller Symbolik, die Raum für assoziative Interpretationen lässt – ein visuelles Gedicht aus Form und Farbe.Weitere Werke des Künstlers in unserem Angebot
Gerrit M.Bekker(1943-2025)-Ankündigung der Tafel-Triptychons auf Tischplatte-Hauptwerk
Gerrit Michalis Bekker (1943 – 2025)Bedeutender norddeutscher Maler, Grafiker und SchriftstellerMonumentales Triptychon (dreiteilig klappbar, schwere Original- Scharniere)Mischtechnik / Öl auf massiver hölzerner Tischplatteca. 79 cm × 205 cm (Gesamtmaß vollständig geöffnet)ca. 1978 – 1989 (laut authentischer rückseitiger Dokumentation) Absolute Rarität. Rückseitig vollflächig bezeichnet, skizziert und signiert.Das Meisterwerk trägt auf der Rückseite die zentrale, in markantem Rot aufgetragene Eigenbezeichnung bzw. den Übertitel „Ankündigung der Tafel“. Es dokumentiert eine über ein ganzes Jahrzehnt (1978–1989) gereifte und intensiv bearbeitete Schaffensphase des Künstlers.Die Rückseite fungiert als intellektuelles Fundament und offenbart das komplexe mythologische und literarische Programm des Werkes. Bekker hat hier vier vollfarbige, separate Motiv-Studien (Mischtechnik auf Kartonagen/Serviertassen) dauerhaft montiert und diese handschriftlich zugeordnet:1. „Das Gastmahl des Trimalchio“ – Ein direkter Bezug zur antiken Gesellschaftssatire des Petronius (Satyricon), welche ein rauschhaftes, opulentes und dekadentes Festmahl thematisiert.2. „Biblis“ – Reminiszenz an die tragische Figur der griechisch-römischen Mythologie, die sich aus unglücklicher Liebe in eine unversiegende Quelle verwandelte.3. Zwei weitere expressive Figurengruppenstudien, die das dichte, narrative Geflecht der Vorderseite kompositorisch vorbereiten.Preis auf Anfrage.Weitere Werke des Künstlers in unserem Sortiment(1)Weitere Werke des Künstlers in unserem Sortiment(2)Weitere Werke des Künstlers in unserem Sortiment(3)
Gerrit Michalis Bekker (1943- 2025)-„Stillleben mit Wirsingkohl, Krug und Selleriestaude“-
Gerrit Michalis Bekker (23. Oktober 1943 – 21. Februar 2025)„Stillleben mit Wirsingkohl, Krug und Selleriestaude“Öl auf Leinwand, rückseitig bezeichnet 88 cm × 58 cmPerfekter ZustandDas Gemälde zeigt ein meisterhaft arrangiertes Küchenstillleben. Im Mittelpunkt stehen ein charakteristischer, plastisch ausgearbeiteter Wirsingkohl sowie eine angeschnittene Selleriestaude, die von einem rustikalen Tonkrug flankiert werden.Bekkers charakteristischer, pastoser Farbauftrag (Impasto) verleiht den organischen Formen eine außergewöhnliche Haptik und Lebendigkeit. Die Nuancen aus tiefem Smaragdgrün und hellen, gelblichen Lichtreflexen arbeiten die typische Struktur desKohls eindrucksvoll heraus. Der kühle, diffus modulierte Hintergrund lässt die Motive kraftvoll hervortreten. Das Werk fügt sich perfekt in die Tradition des Expressiven Realismus ein und strahlt eine zeitlose, norddeutsche Ästhetik aus.Weitere Werke des Künstlers in unserem Angebot(1)Weitere Werke des Künstlers in unserem Angebot(2)Weitere Werke des Künstlers in unserem Angebot(3)
Hans Moos Sillesen: Ölgemälde Winterlandschaft, bezeichnet, 1970er/1980er Jahre
Hans Moos Sillesen, ein in Skandinavien tätiger Maler der 1970er und 1980er Jahre, malte diese Winterlandschaft 1981, in Öl auf Leinwand. Das Bild, unten links mit der Signatur „H.S. 81" bezeichnet, zeigt eine verschneite, offene Landschaft mit vereinzelten kahlen Bäumen am rechten Bildrand. Der Himmel leuchtet in Zartrosa und Gelb, die Schneeflächen sind in kühlen Blau- und Grautönen gehalten, mit weichen, sanften Übergängen. Die Stimmung ist still und winterlich.Die Darstellung ist von stiller Poesie: dünne Lasuren im Himmel, parallel geführte Pinselzüge über der Schneefläche, trockene Striche für die Baumstämme. Das Gemälde befindet sich in sehr gutem Erhaltungszustand, Leinwand plan, Firnis klar. Es kommt in einem vergoldeten Rahmen.
LINET – Schule des Néo-Pointillismus-2 Ölgemälde-
Künstler: Technik: Motiv: Maße: Details:LINET (tätig um 1960er Jahre)Öl auf Leinwand (2 Werke)Urbane Architektur- und IndustrielandschaftenJeweils 60 × 50 cmRückseitig auf dem Keilrahmen signiert und datiert „13.12.1968“Das Geheimnis von 1968: Warum dieses Gemälde-Paar Ihr Auge niemals loslassen wird.Treten Sie einen Schritt zurück. Schließen Sie für einen Moment die Augen und stellen Sie sich vor, Sie stünden im Paris des Jahres 1968. Auf den Straßen liegt Revolution in der Luft, doch in einem kleinen, lichtdurchfluteten Atelier sitzt ein Künstler namens Linet. Er hat keine Zeit für den Lärm da draußen. Er hat eine Mission. Punkt für Punkt. Strich für Strich. Was er dort geschaffen hat? Ein visuelles Phänomen.DIE MAGIE DER REINEN PRÄZISIONWenn Sie diese beiden Meisterwerke der urbanen Industrie- und Stadtlandschaft betrachten, sehen Sie zuerst eine kraftvolle, fast hypnotische Architektur. Aber das ist die Täuschung. Gehen Sie näher heran. Was Sie jetzt sehen, ist reine, mathematische Leidenschaft.Linet hat hier nicht einfach gemalt. Er hat analysiert. In bester Tradition der Großmeister Georges Seurat und Paul Signac hat er den Pinsel wie ein Skalpell geführt. Jeder einzelne Farbpunkt steht isoliert für sich – rein, klar und kompromisslos. Das Bild entsteht nicht auf der Leinwand. Es entsteht erst in Ihrem Kopf. Ihr Auge mischt diese klar voneinander abgesetzten Töne zu einer lebendigen, flirrenden Realität. Das ist kein Zufall, das ist pure Absicht. Der Malduktus ist streng analytisch, getragen von einer präzisen Punkt- und Stricheltechnik. Das ist der Néo-Pointillismus in seiner absolut reinsten Form.EIN BLICK HINTER DIE KULISSEN (UND AUF DIE RÜCKSEITE)Es gibt Kunst, die man einfach konsumiert. Und es gibt Kunst, die eine Geschichte erzählt. Drehen Sie diese perfekt dimensionierten Arbeiten um. Dort, auf dem rohen Holz des Keilrahmens,Sugarman's Art Cataloguefinden Sie das absolute Versprechen des Künstlers: Seine persönliche Signatur und ein exaktes Datum – der 13. Dezember 1968.Diese Bilder sind als zeittypische, seltene Beispiele eines neo-pointillistischen Rückgriffs zu verstehen. Das ist kein Massenprodukt. Das ist ein festgehaltener Moment der Kunstgeschichte, der den radikalen Geist der späten 1960er Jahre in akribische Ordnung übersetzt.
Loredano Rizzotti (geb. 1947 in Mailand, Italien)-Frühwerk-"Case di Ringhiera"-
Künstler:Loredano Rizzotti (geb. 1947 in Mailand, Italien)Technik: Öl auf Leinwand / MalkartonMaße: 39 cm x 49 cm (Sichtmaß)Signatur: Unten links signiert und datiert: "75 / Rizzotti"Rahmung: Prunkrahmen mit hölzerner Passepartout-Leiste unter Lichtschutzverglasung1. Werktitel & Topographische EinordnungAufgrund des Entstehungsjahres 1975, der stilistischen Merkmale und der dokumentierten Sujets des Künstlers lässt sich die Arbeit zweifelsfrei der berühmten Werkphase der "Case di Ringhiera" (Geländerhäuser) bzw. denSeite 1historischen Stadtansichten der Mailänder Kanäle (Navigli) zuordnen. Ein treffender und kunsthistorisch stimmiger Titel für dieses Werk lautet:„Inverno sui Navigli“ (Winter an den Navigli / Casa di ringhiera sotto la neve)Das Bild zeigt eine charakteristische Hinterhof- und Kanalarchitektur Mailands im tiefen Winter. Im Vordergrund erstreckt sich eine von dichtem, schweren Schnee bedeckte Pergola oder ein hölzerner Unterstand, unter dem Wäsche oder Alltagsgegenstände zu erkennen sind. Dahinter erhebt sich die charakteristische Fassade eines Altbaus in warmen Ocker- und Erdtönen, flankiert von den für diese Region typischen, dunkelgrünen Fensterläden. Rechts im Bild fließen die Konturen in den Dunst des Kanals (Naviglio Grande) und einer Brückenbrüstung über, auf der schemenhaft Figuren staffageartig angedeutet sind.2. Ausführliche Beschreibung des MalduktusDer malerische Gestus (Duktus) von Loredano Rizzotti in diesem Werk aus dem Jahr 1975 ist zutiefst post- impressionistisch und von einer spürbaren, beinahe melancholischen Plastizität geprägt. Rizzotti arbeitet hier mit einem ausgeprägten, pastosen Farbauftrag (Impasto), der insbesondere in den Schneemassen auf den Dächern und dem Unterstand eine haptische Dreidimensionalität erzeugt. Der Schnee wird nicht als flache, weiße Masse wiedergegeben, sondern mit kräftigen, richtungsweisenden Pinselstrichen in Nuancen von Reinweiß, Elfenbein und kühlen Graublauen modelliert, wodurch das Spiel von Licht und Schatten im diffusen Winterlicht spürbar wird.Die Pinselführung im Bereich der Gebäude und des Himmels ist wesentlich freier, impressionistischer und nass-in- nass ausgeführt. Der Himmel wirkt durch die Überlagerung von Schiefergrau, Dunstblau und lichten Ockertönen bewegt und wolkenverhangen, was die feuchte, kalte Atmosphäre eines norditalienischen Wintertages perfekt transportiert. Die architektonischen Linien werden nicht grafisch streng gezogen, sondern chromatisch voneinander abgesetzt. Rizzotti verzichtet auf harte Konturen; stattdessen formen sich die Gebäude, Fensterläden und die Staffagen im rechten Hintergrund rein aus dem Fleck (Macchia) und der farblichen Dichte heraus. Der bewusste Kontrast zwischen den warmen, erdigen Tönen der Fassade und der kühlen Unwirtlichkeit des Schnees und Himmels erzeugt eine intime, beinahe poetische Stimmung von Stille und Isolation.3. Ausführliche Künstler-VitaLoredano Rizzotti wurde 1947 in Mailand geboren und gilt als einer der feinsinnigsten Chronisten des schwindenden, historischen Mailänder Stadtlebens. Seine künstlerische Identität ist untrennbar mit dem Viertel rund um den Naviglio Grande verbunden, wo er 1982 auch sein offizielles Atelier bezog.Besonderheit der Signatur: Die unten links befindliche Signatur zeigt die für Rizzottis Frühwerk charakteristische, kantige und stilisierte Schreibweise. Direkt darüber ist das Werk mit der zweistelligen Jahreszahl „75“ für das Entstehungsjahr 1975 versehen, was die kunsthistorische Relevanz als frühes, authentisches Zeugnis seiner Mailänder Schaffensperiode unterstreicht.Seite 2In seiner ersten, prägenden Schaffensphase – in die auch das vorliegende Gemälde von 1975 einzuordnen ist – widmete sich Rizzotti fast ausschließlich der Erfassung des traditionellen Mailands. Berühmt wurde er für seine Darstellungen der sogenannten „Case di ringhiera“ (Arbeiterhäuser mit umlaufenden Außengeländern), der typischen Innenhöfe, Tore und Balkone sowie der Poesie des alltäglichen Lebens abseits der modernen Metropole. Diese Arbeiten zeichnen sich durch ein tiefes sentimentales und nostalgisches Gespür aus und schufen ein eigenes ikonographisches Genre in der zeitgenössischen italienischen Malerei, das später vielfach nachgeahmt wurde.Im Laufe seiner Karriere entwickelte sich Rizzotti stilistisch und konzeptionell stetig weiter. Während er national und international große Anerkennung fand (unter anderem mit Einladungen zu bedeutenden Antiquitäten- und Kunstmessen wie der Mostra di Antiquariato Internazionale in Parma 2008/2010 oder Ausstellungen im renommierten Palazzo della Permanente in Mailand 2009 sowie Ausstellungen in den USA, wie in Seattle 2014), verlagerten sich seine Themen.Nach der Phase der "Geländer" folgten symbolische und metaphorische Zyklen:• I Portoni (Die Tore): Hierbei malte er geöffnete Hoftore – erst von außen nach innen blickend, später aus der schützenden Dunkelheit des Hofes hinaus in die gleißende, oft als chaotisch empfundene Außenwelt. Diese Werke reflektieren sein Bedürfnis nach Schutz, Ruhe und einer Flucht vor der Vulgarität der zeitgenössischen Moderne.• I Libri (Die Bücher) & Le Valigie (Die Koffer): Stillleben von alten, gestapelten Büchern, Koffern und Musikinstrumenten, die als feine, melancholische Kommentare zum existentiellen Unbehagen und zum gefühlten Kulturverfall der Gegenwart zu verstehen sind.Rizzottis Frühwerke aus den 1970er Jahren – insbesondere die raren, atmosphärischen Winter- und Kanalansichten wie das vorliegende Gemälde – sind auf dem Kunstmarkt heute besonders gesucht, da sie die dokumentarische Kraft des historischen Mailands mit der ungefilterten, frischen Malenergie des jungen Künstlers vereinen.
Lothar Trzaska: Ölgemälde Dächer, signiert datiert 1985
Lothar Trzaska schuf dieses Bild mit dem Titel „Dächer" 1985 in Öl auf Hartfaser, signiert und datiert auf der Rückseite. Das Werk zeigt eine konsequent geometrische Komposition: Auf einem grünen Halbkreis, der sich über die untere Bildhälfte wölbt, erheben sich zwei cremefarbene rechteckige Formen mit treppenartig ausgeschnittenen Konturen vor einem klaren blauen Himmel. Die Farbgebung ist auf drei Grundtöne reduziert, die Ausführung präzise und flächig.Trzaska arbeitet autodidaktisch und wurde 1992 Mitglied im BBK Münsterland sowie in der Fachgruppe Bildende Kunst der ver.di. 2004 trat er dem Westfälischen Künstlerbund Dortmund bei. Seine Arbeiten wurden auf zahlreichen Ausstellungen in Nordrhein-Westfalen gezeigt, darunter im Kunst-Museum Ahlen und im Gustav-Lübcke-Museum Hamm.Maße mit Rahmen: 76 × 81 cm.
Marc Taschowsky: Ölgemälde Andy Warhol, bezeichnet, 2015
Marc Taschowsky (geb. 1972 in Frankfurt am Main) studierte von 1996 bis 2001 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und schloss 2002 mit einem Diplom in Freier Kunst ab. Studienaufenthalte führten ihn nach Korea, Japan und 2018 als Artist in Residence nach Shenzhen, China. Er lebt und arbeitet in Berlin.Das Gemälde "Andy Warhol" von 2015 zeigt das Porträt der Pop-Art-Ikone in flächig aufgetragenem Öl auf Leinwand. Der Hintergrund leuchtet in kräftigem Grün, das Gesicht ist in Weiß und Lila gehalten. Schwarze Sonnenbrille, weißes Haar, gelb-grüne Farbflecken als Akzent. Die Arbeit zitiert die serielle Bildsprache Warhols und übersetzt sie in eine malerische, weniger reproduzierbare Form. Das Bild ist rückseitig auf der Leinwand signiert und misst 24 × 18 cm.
Norbert Graubner Künstlername BOMBOLO Ölgemälde Japanischer Mönch im Zen-Kloster Hosshin-ji,
Norbert Graubner (geb. 1947), der unter dem Namen Bonbolo arbeitet, schuf dieses Porträt eines japanischen Mönchs aus dem Zen-Kloster Hosshin-ji in Obama-shi, Japan, in Öl auf Leinwand, 97 × 97 cm. Das Bild zeigt ein frontales Brustbildnis vor tiefgrünem Grund: ein glatzköpfiger Mönch mit breiten Wangenknochen und ruhigem, in sich gekehrtem Blick, gekleidet in ein schwarzes Gewand. Die Malweise ist klar und flächig, die Farben erdig-satt, das Gesicht mit präzisem Pinselstrich modelliert.Graubner führte ein außergewöhnliches Leben: Koch auf Schiffen der Holland America Line, Restaurantbesitzer in Frankfurt, dann der Bruch mit allem. 1991 hielt er sich im Kloster Hosshin-ji auf, 1996 kehrte er dorthin zurück. Diese Begegnungen mit dem Zen-Buddhismus prägten sein Werk nachhaltig. Das Gemälde ist unten rechts signiert.Preis auf Anfrage
Nytorp Janne(1977)-Janne Nytorp(1977): Ölgemälde Triptychon „Windbreaker 1983“, „Courtship Journey“, „Beek-a-Boo“, 2007
BeschreibungJanne Nytorp (1977, Finnland) präsentiert mit „Windbreaker 1983", „Courtship Journey" und „Beek-a- Boo" eine dreiteilige Bildfolge, je 122 × 122 cm Öl auf Leinwand, 2007. Nytorp studierte Malerei an der Finnischen Akademie der Schönen Künste und entwickelte eine Bildsprache, die urbane Alltagsszenen mit surrealen Elementen verbindet.Die drei Bilder entfalten einen narrativen Bogen über urbane Anonymität und die fragile Grenze zwischen Wirklichkeit und Imagination. Werke aus dieser Serie wurden 2008 auf der NordArt in Rendsburg verkauft und stammen aus einer Privatsammlung in Schleswig- Holstein.
Pawel Madnuwski: Ölgemälde Sitzende Aktfigur, signiert, Mitte 20. Jahrhundert
Pawel Madnuwski (1900–1976) war ein polnischer Bildhauer, Grafiker und Maler. Er studierte an der Kunstakademie in Warschau und stellte in Paris, London und New York aus.Das großformatige Gemälde in Öl auf Leinwand, 88 × 98 cm ohne Rahmen, zeigt eine sitzende, nach vorne gebeugte Aktfigur in locker expressiver Ausführung. Der Körper ist aus der Achse herausgedreht, das Gesicht zum Boden geneigt. Breite, gestische Pinselzüge in Weiß, Blau und Grün modellieren die Figur vor einem dunkelbraunen Hintergrund; diagonale Farbstreifen in Grün und Rot durchziehen die Komposition. Das Gemälde ist unten rechts signiert.Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Peter Robert Keil: Ölgemälde Doppelportrait, signiert datiert, Expressionismus, 1958
Peter Robert Keil (* 6. August 1942 in Züllichau, Pommern) ist ein deutscher Maler und Bildhauer. Das vorliegende Werk in Öl auf Hartfaser, 60 × 80 cm, ist signiert und datiert 1958. Es zeigt zwei Gesichter im Profil, übereinander-nebeneinander in kräftigen Primärfarben: dominantes Blau im Hintergrund, die Gesichter in Rot mit gelben und blauen Akzenten. Die schwarze Gitternetzstruktur, die das Bild überzieht, ist ein frühes Merkmal von Keils Bildsprache.Keil begann seine künstlerische Ausbildung unter dem Berliner Maler Otto Nagel. Von 1959 bis 1961 studierte er an der Hochschule der Künste Berlin, wo er Generationskontakt zu Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Eugen Schönebeck hatte. In Paris und London entwickelte er seinen Stil von der expressionistischen Figuration hin zu zunehmender Spontaneität und Intensität. Dieses frühe Bild aus dem Jahr 1958 gehört noch zur Berliner Phase des Künstlers.Keil lebt und arbeitet heute in Bayern, Berlin und Los Angeles. Seine Werke wurden international ausgestellt. Das Gemälde ist signiert und datiert.
Poul Erik Rasmussen (1932 – 2005)-„Vinterlandskab – Sødr. Jylland“ (Winterlandschaft – Südjütland)-Ölgemälde
Wer war der Mann hinter dem Pinsel?Das Faszinierende an Poul Erik Rasmussen (geboren 1932, verstorben 2005) ist seine Geschichte. Er war kein abgehobener Akademie-Schnösel. 1952 schloss er eine grundsolide Lehre als Bau- und Schriftenmaler ab. Genau dort lernte er das Handwerk von der Pike auf: den perfekten Umgang mit Pigmenten, Oberflächen und großen Räumen. Das Geheimnis von Südjütland: Warum dieses dänische Meisterwerk Ihre Seele berühren wird.Es begann mit einem Frösteln.Als ich das erste Mal vor diesem Gemälde von 1968 stand, spürte ich sie sofort: die unendliche, melancholische Weite des dänischen Winters. Der Titel auf der Rückseite flüsterte mir zu: „Vinterlandskab – Sødr. Jylland“. Aber dieses Bild zeigt Ihnen nicht einfach nur Schnee. Es lässt Sie den Winter fühlen.Die Textur, die man fühlen kannRasmussen hat die Farben nicht einfach nur aufgetragen – er hat sie gelebt. Wenn Sie nah herantreten, sehen Sie den breiten, pastosen Pinselstrich. Das Bild hat eine körperliche Textur, eine spürbare Materialität. Schieferblau, Aschgrau, gebrochenes Weiß. Alles fließt ohne harte Konturen ineinander über, ganz im Geiste des großen dänischen Modernismus. Sie spüren den Einflussvon Legenden wie Harald Giersing und Oluf Høst, doch Rasmussens Stimme ist absolut einzigartig.
PROFESSOR CHRISTIAN MACKETANZ(1963)
Professor Christian Macketanz(1963)-HOCH OBEN- Öl auf Leinwand 160 x 160 cm, entstanden 1987/1988, Werkverzeichnis D/J.Das Gemälde gehört in die frühe Schaffensphase von Christian Macketanz und zeigt bereits wesentliche Merkmale seiner späteren Bildsprache. Zwei Figuren in Arbeitskleidung und gelben Schutzhelmen befinden sich auf einem Stahlträger in großer Höhe. Die Darstellung erinnert an industrielle Arbeitswelten, verzichtet jedoch auf jede konkrete narrative Festlegung. Die Szene wirkt zugleich alltäglich und rätselhaft. Kompositorisch wird das Bild von einem Kreuz aus horizontalen und vertikalen Trägern strukturiert. Die Figuren sitzen beziehungsweise hocken an den Schnittpunkten dieser Konstruktion. Dadurch entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen Stabilität und Unsicherheit. Der große freie Raum im unteren Bildfeld verstärkt die Wirkung der Höhe und erzeugt eine psychologische Tiefe, obwohl die räumliche Ausarbeitung bewusst reduziert bleibt. Besonders charakteristisch ist die Körpersprache. Macketanz interessiert weniger die individuelle Identität als die emotionale Situation. Die linke Figur erscheint nachdenklich und in sich gekehrt, während die rechte Figur eine lauschende Haltung einnimmt. Beide Figuren kommunizieren nicht direkt miteinander, stehen aber dennoch in einer stillen Beziehung. Dieses Spiel aus Nähe und Distanz ist ein zentrales Motiv im Werk des Künstlers. Die Farbigkeit wird von kühlen Blau- und Grautönen dominiert. Die gelben Helme setzen starke Akzente und lenken den Blick auf die Köpfe als Träger psychologischer Bedeutung. Der warme, leicht orangefarbene Bereich im unteren Bildteil kontrastiert die kühle Gesamtstimmung und verleiht dem Werk eine unterschwellige emotionale Spannung. Stilistisch bewegt sich das Gemälde zwischen figurativer Malerei, poetischem Realismus und einer eigenständigen Form der Gegenständlichkeit. Die Figuren besitzen eine leicht entrückte Wirkung. Sie erscheinen wie Schauspieler einer inneren Handlung. Diese Offenheit der Interpretation gehört zu den wichtigsten Qualitäten der Malerei von Macketanz. Kunsthistorisch steht das Werk in der Tradition einer figurativen Malerei, die sich weder dem expressiven Gestus der 1980er Jahre noch einer rein erzählerischen Illustration verpflichtet. Bereits hier zeigt sich die spätere Konzentration des Künstlers auf Mimik, Gestik und die psychologischen Beziehungen zwischen Menschen.Christian Macketanz wurde 1963 in Eutin (Schleswig-Holstein) geboren. Nach dem Abitur studierte er ab 1983 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei der bedeutenden Malerin Maria Lassnig. Die Wiener Jahre prägten seine künstlerische Entwicklung nachhaltig. Bis 1994 lebte und arbeitete Macketanz in Wien. Anschließend führte ihn ein Stipendienaufenthalt nach Rom, wo er bis 2001 tätig war. Die italienische Kunsttradition und die intensive Auseinandersetzung mit der europäischen Malerei erweiterten seinen künstlerischen Horizont erheblich. Von 2001 bis 2010 lebte und arbeitete er in Berlin. 2010 wurde er als Professor für Malerei an die Hochschule für Bildende Künste Dresden berufen. Seitdem zählt er zu den wichtigen Vertretern der zeitgenössischen figurativen Malerei im deutschsprachigen Raum. 2022 wurde er Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Seine Werke wurden in Deutschland, Österreich, Italien, Tschechien, den Niederlanden und weiteren europäischen Ländern ausgestellt. Zahlreiche Ausstellungskataloge und Monografien dokumentieren sein Werk.Die frühen Arbeiten der 1980er Jahre entstanden in einem Umfeld, das von den Debatten um Neue Wilde, expressive Malerei und figurative Erneuerung geprägt war. Macketanz entwickelte jedoch früh eine eigenständige Position. Statt auf spektakuläre Gestik setzte er auf stille psychologische Situationen. In den 1990er Jahren rückte die menschliche Figur zunehmend in den Mittelpunkt. Die Bildräume wurden reduziert, während Körpersprache und Mimik immer wichtiger wurden. Seine Figuren erscheinen häufig isoliert, nachdenklich oder in rätselhaften Beziehungen zueinander. Während der Jahre in Rom vertiefte sich seine Beschäftigung mit klassischer europäischer Malerei. Die Werke gewannen an Konzentration und formaler Klarheit. Nach dem Umzug nach Berlin entwickelte er seine unverwechselbare Bildsprache weiter. Heute gilt Christian Macketanz als bedeutender Vertreter einer poetisch-figurativen Malerei. Seine Werke zeichnen sich durch psychologische Tiefe, subtile Erzählformen und eine bewusst zurückhaltende malerische Sprache aus. Die Konzentration auf Gesten, Blicke und zwischenmenschliche Beziehungen macht sein Werk innerhalb der zeitgenössischen Malerei unverwechselbar.Preis auf Anfrage.
Robert Indiana: Farbsiebdruck The Calumet, signiert datiert 1971, Ed. 17/200
Robert Indiana (1928–2018), bürgerlich Robert Clark, zählt zu den prägenden Künstlern der amerikanischen Pop-Art. Das Werk „The Calumet" von 1971 ist ein Farbsiebdruck-Multiple, Auflage 17/200, signiert und datiert. Das Blatt zeigt auf leuchtendem Orangerot-Grund einen Kreis aus sieben Sternen, verbunden durch goldgelbe Ringe, auf denen die Namen verschiedener nordamerikanischer Indianerstämme stehen: Hurons, Mohawks, Delawares, Choctaws, Comanches, Shoshonies, Mandans, Pawnees, Omahas, Dakotas, Jibways u.a. Die Inschrift lautet: „On the Mountains of the Prairie Called the Mighty Gitche Manito the Tribes of Men Together".Indiana wurde 1928 in New Castle, Indiana geboren. Nach Ausbildung am Art Institute of Chicago und einem Atelieraufenthalt in New York auf der Coenties Slip entwickelte er seinen charakteristischen „Signalkunst-Stil" aus Schablonenschriften, geometrischen Formen und Farb-Pop. Sein „LOVE"-Motiv wurde 1970 in eine Monumentalskulptur übertragen und gehört zu den meistreproduziert Werken der Nachkriegskunst. Werke befinden sich im Israel Museum Jerusalem, im Museum Ludwig Köln und im MoMA New York.Bildgröße: 81 × 75 cm. Gesamtgröße: 107 × 98 cm. Provenienz: Privatsammlung Schleswig-Holstein.