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18.–19. Jahrhundert

Altmeister-Gemälde des 18. und 19. Jahrhunderts

Altmeister haben gelernt, was heute selten geworden ist: Geduld im Detail. Akademische Salon- und Schulmalerei mit dokumentierter Herkunft, von der Düsseldorfer Schule bis zur dänischen Charlottenborg-Tradition, bieten wir Ihnen zum Erwerb. Bei uns an der Schlei, unweit von Kappeln.

Kunst schätzen lassen
Altmeister-Gemälde des 18. und 19. Jahrhunderts

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Altmeister

Albert Heinrich Brendel (1827 Berling – 1895 Weimar)-Schafe im Stall-Ölgemälde
Albert Heinrich Brendel (1827 Berling – 1895 Weimar)

Albert Heinrich Brendel (1827 Berling – 1895 Weimar)-Schafe im Stall-Ölgemälde

Künstler:Albert Heinrich Brendel(1827 Berling – 1895 Weimar)Format:20 cm × 12 cm (Miniatur)Werktitel:Schafe im StallTräger / Medium:Öl auf PlatteSignatur:Oben rechts original signiert„A. Brendel.“Zustand:Sehr guter OriginalzustandAlbert Heinrich Brendel zählt zu den bedeutendsten deutschen Tier- und Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts. Seine Ausbildung begann er im Atelier von Wilhelm Schirmer in Berlin und setzte sie an der Berliner Kunstakademie fort. Ein prägender Meilenstein war seine Übersiedlung nach Frankreich im Jahr 1854. Über fünfzehn Jahre lebte und arbeitete er in Barbizon am Wald von Fontainebleau, der Wiege des europäischen Plenairismus.In Frankreich pflegte er engen kollegialen Austausch mit den Meistern der Schule von Barbizon, insbesondere mit Théodore Rousseau, Jean-François Millet und dem renommierten Schafsmaler Charles-Émile Jacque. Brendels Werke gewannen internationale Anerkennung und wurden mehrfach auf dem Pariser Salon mit Goldmedaillen ausgezeichnet. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er 1875 als Professor an die Großherzoglich- Sächsische Kunstschule in Weimar berufen, der er zwischen 1881 und 1884 auch als Direktor vorstand. Er gilt als tragende Säule der Weimarer Malerschule.Das vorliegende Gemälde zeigt ein für Brendels Œuvre meisterhaftes und zutiefst charakteristisches Sujet: Eine Gruppe von Schafen im dämmrigen Schutz eines Stalls. Im Zentrum der Komposition steht ein aufrecht positioniertes Schaf in Dreiviertel-Rückansicht, welches den Blick des Betrachters lenkt. Es wird flankiert von zwei ruhenden Tieren im Vordergrund.Die Komposition nutzt ein ausgefeiltes Chiaroscuro (Hell-Dunkel-Malerei). Ein gezielter Lichteinfall von der rechten Seite durch bricht die Dunkelheit des Stallraums und illuminiert selektiv den Rücken sowie die Flanken des stehenden Tieres. Diese Lichtführung verleiht der Szenerie eine intime, beinahe andächtige Stille und fängt die warme, dunstige Atmosphäre des Interieurs greifbar ein. Ein hölzernes Gatter im rechten Drittel strukturiert den Raum, während im tiefen Schatten der linken Bildhälfte weitere Schafe schemenhaft angedeutet werden und dem Raum so eine subtile Tiefe verleihen.Trotz des anspruchsvollen, extrem kleinen Miniaturformats (20 × 12 cm) verzichtet Brendel zugunsten einer lebendigen Unmittelbarkeit auf eine starre, rein akademische Detailmalerei. Der Malduktus offenbart den unverkennbaren Einfluss der Freilichtmalerei von Barbizon:• Pastoser Farbauftrag (Impasto): Das Wollkleid der Tiere ist mit dicken, entschlossenen Pinselstrichen plastisch modelliert, wodurch das Licht effektvoll gebrochen wird.•Skizzenhafte Dynamik: Hintergrund, Stroh und Stallwände sind flächig und mit breitem, schnellem Pinselstrich angelegt. Diese vitale Technik erzeugt eine plastische Textur, ohne das Motiv zu überladen.Fazit und Wertung: Das Werk befindet sich in einem hervorragenden, unrestaurierten Originalzustand mit geschlossener Malschicht. In Kombination mit dem historischen, altersgemäß patinierten Goldrahmen und der authentischen Signatur stellt diese Miniatur ein exquisites Kabinettstück dar, welches Brendels meisterhafte Beherrschung von Licht und Tieranatomie im kleinen Format eindrucksvoll dokumentiert.

Regulärer Preis: 1.450,00 €*
Carl Gustav Ludvig Jacobsen (1890–1957)-Den politiske Kandestøber-
Carl Gustav Ludvig Jacobsen (1890–1957)

Carl Gustav Ludvig Jacobsen (1890–1957)-Den politiske Kandestøber-

Das Ölgemälde von Ludvig Jacobsen fängt eine lebendige unddramatische Szene aus LudvigHolbergs berühmter satirischer Komödie „Den politiske Kandestøber“(Der politische Kannengießer, 1722)ein. Im Zentrum des Werkes steht die Hauptfigur, der HandwerkerHerman von Bremen, der sich statt seinerArbeit lieber der großen Politik widmet und sich in eine Scheinwelt ausStaatsangelegenheiten hineinsteigert.Typisch für Jacobsens Reifephase ist der kräftige, pastose und freiePinselstrich. Die Formen werdennicht strikt linear abgegrenzt, sondern bauen sich rein aus der Farbe unddem lebendigen Duktus des Pinselsauf. Die verstreuten Bücher und Papiere auf dem Boden rechtsunterstreichen das kreative wie chaotischeElement der Szenerie.Carl Gustav Ludvig Jacobsen (geboren am 17. September 1890 inOdense; gestorben am 13. Februar1957 in Vanløse) war einer der profiliertesten dänischen Maler undIllustratoren der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Er ist besonders bekannt für seine farbprächtigen,atmosphärischen Figurenszenen sowieseine engen Bezüge zur dänischen Theater- und Literaturgeschichte.•Charlottenborg:Kontinuierliche Teilnahme an den renommierten Frühjahrs- undHerbstausstellungen inKopenhagen.Paris (Salon de Paris): Erfolgreiche Präsentationen in den Jahren 1928und 1929, wo er internationaleAnerkennung fand.

Regulärer Preis: 1.250,00 €*
Christian Georg Schütz d. Ä./d. J. bzw. Johann Christian Vollerdt: Ölgemälde Mondlandschaft, zugeschrieben, spätes 18. Jahrhundert
Christian Georg Schütz d. Ä./d. J. bzw. Johann Christian Vollerdt

Christian Georg Schütz d. Ä./d. J. bzw. Johann Christian Vollerdt: Ölgemälde Mondlandschaft, zugeschrieben, spätes 18. Jahrhundert

Dieses Gemälde aus dem 18. Jahrhundert zeigt eine romantisch-nächtliche Mondlandschaft nach dem Typus der Frankfurter und Dresdner Landschaftsmalerei: eine dichte Waldkulisse rahmt eine zentrale Lichtöffnung in den Bildhintergrund. Der Vollmond leuchtet durch von Wolken hinterfangenen Himmel und wirft Lichtzeichen auf das Laubwerk der Bäume. Am rechten Bildrand sitzt eine Gruppe von Reisenden um ein offenes Feuer mit Dreibein und Kessel. Links führt ein Bach über Steine in den Bildraum.Öl auf Leinwand, Bildmaß 90 cm × 57 cm ohne Rahmen. Zuschreibung: deutsch, spätes 18. Jahrhundert, Umkreis Christian Georg Schütz d. Ä./d. J. bzw. Johann Christian Vollerdt. Vergoldeter Rahmen neueren Datums. Gute, stabile Substanz mit einheitlichem Alterskrakelee.

Regulärer Preis: 3.300,00 €*
Franz Ludwig Kiederich: Ölgemälde Der Lehrer, signiert, Düsseldorfer Schule, erste Hälfte 20. Jahrhundert
Franz Ludwig Kiederich

Franz Ludwig Kiederich: Ölgemälde Der Lehrer, signiert, Düsseldorfer Schule, erste Hälfte 20. Jahrhundert

Franz Ludwig Kiederich (1873–1950) entstammte einer Düsseldorfer Malerdynastie: Sein Vater Paul Wilhelm Kiederich (1842–1921) und sein Großvater Paul Joseph Kiederich waren Maler. Von 1890 bis 1900 studierte er selbst an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er 1893/94 die Malklasse von Julius Roeting besuchte. Von 1911 bis 1938 war er dort Professor. Sein Werk widmete sich besonders der Darstellung von Landarbeit und ländlichem Leben in hellem Kolorit mit impressionistisch beeinflusster Pinselführung.Das Gemälde „Der Lehrer" zeigt eine dunkle Interieursszene: Eine ältere, schwarzgekleidete männliche Figur steht an einem mit Büchern und Papieren beladenen Schreibtisch neben einem Fenster. Das durch die Fensterläden einfallende Licht zeichnet ein warmes Rot in das Regal dahinter. Öl auf Leinwand, 60 × 50 cm ohne Rahmen, signiert.Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.

Regulärer Preis: 2.350,00 €*
Friedrich Perlberg: Ölgemälde Römische Wasserleitung mit Ruine, signiert, zweite Hälfte 19. Jahrhundert
Friedrich Perlberg

Friedrich Perlberg: Ölgemälde Römische Wasserleitung mit Ruine, signiert, zweite Hälfte 19. Jahrhundert

Friedrich Perlberg (1848 Nürnberg – 1921 München) zählt zu den bedeutenden deutschen Orientalisten und Architekturmalern der Gründerzeit. Er studierte an der Kunstakademie Nürnberg und bereiste den Nahen Osten sowie die Mittelmeerländer, deren Lichtqualität und Ruinenlandschaften er in einer präzisen, stimmungsvollen Malweise festhielt.Das Gemälde zeigt eine römische Wasserleitung mit Ruine in Öl auf Leinwand, 54 × 35,5 cm ohne Rahmen. Unten rechts signiert „F. Perlberg".Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.

Regulärer Preis: 2.700,00 €*
Friedrich Schaper: Ölgemälde Rotbunte Kühe auf der Weide, signiert, erste Hälfte 20. Jahrhundert
Friedrich Schaper

Friedrich Schaper: Ölgemälde Rotbunte Kühe auf der Weide, signiert, erste Hälfte 20. Jahrhundert

Friedrich Schaper (1869 Braunschweig – 1956 Hamburg) erlernte zunächst das Dekorationsmalen in Hamburg, studierte dann an der Berliner Akademie bei J. Scheurenberg und W. Friedrich und kehrte 1894 nach Hamburg zurück. 1897 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Hamburgischen Künstlerclubs, 1901 trat er der Berliner Secession bei. Ab 1911 lehrte er Malerei, ab 1925 an der Hamburger Kunstgewerbeschule, wo er 1949 zum Professor ernannt wurde. Seine Werke befinden sich in der Hamburger Kunsthalle, im Altonaer Museum sowie in den Museen von Husum und Flensburg.Das Gemälde zeigt zwei rotbunte Kühe auf einer grünen Weide in Öl auf Bristolkarton, 48 × 42 cm ohne Rahmen, unten links signiert. Eine Kuh liegt quer im Vordergrund, eine zweite steht etwas abgewandt dahinter. Der Pinselstrich ist schnell und sicher, die Farbgebung frisch und direkt.Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.

Regulärer Preis: 2.700,00 €*
Gouache S. S. Mary Anning of Cardiff, bezeichnet, datiert 1891
Gouache S. S. Mary Anning of Cardiff

Gouache S. S. Mary Anning of Cardiff, bezeichnet, datiert 1891

Das Gouache auf Karton zeigt den britischen Frachtdampfer „S.S. Mary Anninc of Cardiff" in schwerer See. Der eiserne Schraubendampfer mit zwei Masten und Hilfsbesegelung stemmt sich gegen steile, grüne Wellen unter einem dramatisch verdichteten Abendhimmel in Dunkelgrau und Schwarz. Die Schornsteinmarke trägt ein großes „A" für die Reederei Annis Brothers. Leitern, Relings, Lukendeckel und Takelagen sind präzise herausgearbeitet, wie es für die Tradition des professionellen Hafenmalers an den italienischen Mittelmeerhäfen üblich war.Das Gemälde trägt unten links eine schwer lesbare Inschrift in Italienisch mit dem Entstehungsort Ancona und der Jahreszahl 1891. Die Ausführung und Beschriftungsweise sprechen für die Adria-Schule um 1890. Die Herkunft des Schiffes ist durch ein Schreiben des National Maritime Museum London vom 9. November 1977 dokumentiert: Die Mary Anninc wurde 1888 bei Richardson Duck in Stockton-on-Tees erbaut, mit 2.057 Bruttoregistertonnen und einer Dreifachexpansions-Dampfmaschine. Diese Dokumentation liegt als Kopie dem Gemälde bei.Bildgröße: 50,5 × 35 cm. Rahmung: furnierte Leiste aus afrikanischem Edelholz, mit Museumsglas verglast. Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.

Regulärer Preis: 2.850,00 €*
Hendricus Anthonius Dievenbach: Ölgemälde Lesende Bäuerin, signiert, um 1900
Hendricus Anthonius Dievenbach

Hendricus Anthonius Dievenbach: Ölgemälde Lesende Bäuerin, signiert, um 1900

Hendricus Anthonius Dievenbach (1872 Haarlem – 1946 Laren) studierte in Haarlem und an der Rijksakademie in Amsterdam bei August Allebé, Dake, Leenhof und Nicolaas van der Waay. Er gehört zur niederländischen Figurenmalerei der Jahrhundertwende, die stark durch den Realismus der Haager Schule geprägt war.Das Gemälde zeigt eine Frau, die auf einem Stuhl sitzt und eine Tasse hält. Der Innenraum ist dunkel gehalten, das Licht fällt von der Seite auf die Figur. Die Frau trägt eine rote Weste über einem grünen Kleid und wendet den Blick dem Betrachter zu. Im Hintergrund ist ein dunkler Herdbereich angedeutet. Der Malduktus ist weich und tonig, in der Tradition der niederländischen Genremalerei. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, rechts unten signiert "H.A. Dievenbach", und misst ca. 31,5 × 37,5 cm ohne Rahmen.

Regulärer Preis: 1.090,00 €*
HENRI ARTHUR BONNEFOY (1839-1917)-HAUPTWERK-Les Poules – Scène de basse-cour-
Henri-Arthur Bonnefoy

HENRI ARTHUR BONNEFOY (1839-1917)-HAUPTWERK-Les Poules – Scène de basse-cour-

Henri-Arthur Bonnefoy (1839–1917) stellte zwischen 1877 und 1904 ohne eine einzige Unterbrechung im Pariser Salon aus. Der Salon war in dieser Epoche das einzige Urteil, das zählte, und Bonnefoy bestand es über fast drei Jahrzehnte. Seine Werke hängen in den Museen von Boulogne-sur-Mer, Calais, Orléans und Toulouse sowie im Louvre. Dieses Gemälde in Öl auf Leinwand, 113 × 93 cm ohne Rahmen, zeigt einen prächtigen Hahn im Vordergrund einer sommerlichen Landschaft, im Hintergrund eine liegende Henne und ein weit ausladendes Feld mit Wiesenblumen. Auf dem Boden liegt eine Malerpalette, was dem Bild einen selbstreferenziellen Charakter verleiht.Bonnefoys Leben bewegte sich zwischen Extremen. Nach dem Krieg 1870/71 diente er in Algerien, und die Bildwelt des Maghreb ist in seinem frühen Werk ablesbar. Später wandte er sich den friedlichen Landschaften des Artois zu, die er mit einer Beobachtungsgenauigkeit festhielt, die aus jahrzehntelanger Arbeit kommt. Das Gemälde ist unten rechts signiert und stammt aus einer Privatsammlung.Weitere Informationen über den Künstler

Regulärer Preis: 17.700,00 €*
Jens Jørgensen Juel / Christian August Lorentzen: Ölgemälde Prämiertes Herrenporträt, Schloss Charlottenborg, um 1899
Jens Jørgensen Juel / Christian August Lorentzen

Jens Jørgensen Juel / Christian August Lorentzen: Ölgemälde Prämiertes Herrenporträt, Schloss Charlottenborg, um 1899

Zwei ovale Herrenportraits, beide als beste Portraits des Jahres 1899 auf Schloss Charlottenborg in Kopenhagen prämiert. Die Gemälde wurden von den damaligen Kunststudenten Einar Olsen und Hugo Langer angefertigt: Sie porträtierten ihre Lehrer Jens Juel und Professor Christian August Lorentzen. Alle Daten sind auf der Rückseite der Gemälde dokumentiert. Das vorliegende Bild zeigt ein ovales Herrenportrait in warmen Braun- und Ockertönen: ein Herr mit gepuderter Perücke, weißem Jabot und rotem Rock, im Dreiviertelprofil.Jens Jørgensen Juel (1745–1802) gehört zu den bedeutendsten dänischen Malern seiner Zeit. Er studierte in Hamburg und Kopenhagen, unternahm eine längere Reise durch Deutschland, Italien und die Schweiz, wurde Hofmaler und später Professor und Direktor der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen. Zu seinen deutschen Schülern zählten Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge. Christian August Lorentzen (1749–1828) war ebenfalls Professor an der Königlich Dänischen Kunstakademie und hinterließ Werke in fast allen dänischen Museen.Maße: Höhe 83 cm, Breite 71 cm, Tiefe 8 cm. Paarpreis. Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.

Regulärer Preis: 7.350,00 €*
John Peters: Ölgemälde Paar Maritime Miniaturen, bezeichnet, um 1650
John Peters

John Peters: Ölgemälde Paar Maritime Miniaturen, bezeichnet, um 1650

Dieses Paar maritimer Miniaturen in Oel auf Holz zeigt zwei Seeszenen mit Segelschiffen in aufgewuehlter See. Auf beiden Taefelchen sind Dreimaster bei sturmbewegtem Wasser zu sehen, der Himmel bewölkt, das Licht graugruenlich. Die Malweise ist dicht und tonig, die Wellen plastisch modelliert. Jede Miniatur misst 14 x 11 cm ohne Rahmen; beide kommen in einem reich geschnitzten Vergoldungsrahmen.Rueckseitig sind die Werke bezeichnet und signiert. Die Darstellung entspricht der Tradition der niederlaendischen und englischen Marinemalerei des 17. Jahrhunderts. Als Entstehungszeit wird 1650 angegeben. 7% MwSt. gem. Paragraph 12 Abs. 2 Nr. 13 UStG.

Regulärer Preis: 2.250,00 €*
Ölgemälde Stillleben mit Gemüsekorb und Krug, signiert, Biedermeier
Antiquität

Ölgemälde Stillleben mit Gemüsekorb und Krug, signiert, Biedermeier

Dieses Biedermeier-Stillleben zeigt die traditionsreiche Gattung des Küchenstilllebens in solider handwerklicher Ausführung. Ein geflochtener Korb mit Gemüse steht im Vordergrund: rote Radieschen, eine Gurke, Zwiebeln und eine Karotte liegen locker darin und davor. Dahinter erhebt sich ein dunkelblauer Steinkrug mit Reliefdekor und Henkel, umgeben von frischen Blättern und Efeuranken. Der Hintergrund ist in warmem, gelblichem Ocker gehalten.Öl auf Leinwand, signiert unten rechts. Bildmaß 51 cm × 46 cm ohne Rahmen. Die Malqualität und der Bildaufbau entsprechen dem deutschen Biedermeier-Stillleben des 19. Jahrhunderts.

Regulärer Preis: 1.250,00 €*
Ölgemälde Umkreis Friedrich Dürck (1809–1884): Mädchenporträt mit Strohhut, zugeschrieben, Biedermeier, 1845–1855
Antiquität

Ölgemälde Umkreis Friedrich Dürck (1809–1884): Mädchenporträt mit Strohhut, zugeschrieben, Biedermeier, 1845–1855

Anonymer Biedermeier-Porträtist, zugeschrieben dem Umkreis von Friedrich Dürck (1809 München – 1884 München). „Mädchen im rosa Kleid mit Strohhut“, Öl auf Leinwand, um 1845 bis 1855, 60 × 85 cm. Friedrich Dürck war Schüler und Neffe Joseph Stielers und gehörte zur ersten Riege der Münchner Porträtmalerei des reifen Biedermeier. Seine Bildnisse hängen heute in internationalen Sammlungen und auf dem Auktionsmarkt erzielen sie regelmäßig sechsstellige Ergebnisse.Das Gemälde zeigt ein Mädchen im Alter von etwa acht Jahren, ganzfigurig vor einem dunkel changierenden Landschaftsgrund mit angedeutetem Laubwerk. Es trägt ein altrosa Kleid mit Puffärmeln, schwarzen Borten und breiter Schärpe, dazu weiße Wadenstrümpfe und schwarze Schnürschuhe. Ein schmales schwarzes Halsband mit goldenem Kreuz und kleine goldene Ohrringe verweisen auf bürgerliche Herkunft. In der linken Hand hält die Dargestellte einen Strohhut mit schwarzem Seidenband und einem kleinen Blumenarrangement.Die akademische Sicherheit in der Modellierung des Inkarnats, der präzise gemalte Stoff und die zurückgenommene, fast melancholische Mimik sprechen für einen geschulten Maler aus dem Münchner Umfeld. Die Porträtauffassung folgt der Tradition Stielers und Dürcks und damit jener Schule, die in München bis weit in die zweite Jahrhunderthälfte stilbildend wirkte. Der Verkauf erfolgt nach § 25a UStG (Differenzbesteuerung).

Regulärer Preis: 4.500,00 €*
Ölgemälde von Ludwig Dettmann (1865–1944), datiert 1912-Schwere Landung (Fischer in der Brandung / Heimkehr der Fischer)-
Ludwig Dettmann (Adelbye bei Flensburg 1865 – 1944 Berlin)

Ölgemälde von Ludwig Dettmann (1865–1944), datiert 1912-Schwere Landung (Fischer in der Brandung / Heimkehr der Fischer)-

Ölgemälde von Ludwig Dettmann (1865–1944), datiert 19121. STAMMDATEN DES KUNSTWERKSMerkmalBeschreibungKünstlerLudwig Dettmann (Adelbye bei Flensburg 1865 – 1944 Berlin)Titel (Zuschreibung)Schwere Landung (Fischer in der Brandung / Heimkehr der Fischer)Datierung1912 (rechts unten eigenhändig signiert und datiert „L. Dettmann 1912“)Medium / TechnikÖl auf LeinwandMaße80 cm x 60 cm (Querformat)SujetMaritime Genremalerei, norddeutsche Küstenfischerei12. BILDBESCHREIBUNG & IKONOGRAPHIEDas vorliegende Gemälde zeigt eine dramatische, dynamische Szene aus dem harten Alltag der norddeutschen Küstenfischer. Im Zentrum der Komposition befindet sich ein hölzernes Fischerboot (ein typischer Eichenkahn oder Zeesenboot-Beiboot), das sich in unmittelbarer Ufernähe durch eine aufgewühlte, schäumende Brandung kämpft. Drei Männer – wettergegerbte Fischer in traditioneller, dunkler Arbeitskleidung (Friesennerze bzw. schwere Tuchjacken und typische Südwester- oder Schiffermützen) – versuchen gemeinschaftlich, das Boot sicher an den flachen Sandstrand zu manövrieren.Der im Vordergrund sitzende Fischer blickt direkt aus dem Bild heraus zum Betrachter. Er stemmt sich mit ganzer Kraft gegen das lange Riemenruder, um das Boot gegen die anbrandenden Wellen zu stabilisieren. Links im Boot stabilisiert ein älterer, weißbärtiger Fischer im Profil den Kahn, während im Hintergrund ein dritter Mann dabei ist, sich zum Bug zu bewegen oder bereits Kontakt zum Ufer zu suchen. Die Gischt spritzt hell am Rumpf empor. Im Hintergrund erstreckt sich ein karger Sandstrand, auf dem im rechten oberen Quadranten die Umrisse weiterer, bereits trocken gelegter Boote sowie die Silhouette einer typischen Küstenkate unter einem von Abend- oder Morgenröte dramatisch gefärbten Wolkenhimmel zu erkennen sind.3. AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DES MALDUKTUSDer Malstil des Werkes ist exemplarisch für Dettmanns Reifephase und dokumentiert seine meisterhafte Synthese aus deutschem Impressionismus und kraftvollem, fast expressionistischem Realismus:• Dynamik und Pinselstrich: Der Duktus ist von einer enormen Emotionalität und Entschlossenheit geprägt. Dettmann arbeitet mit einem breiten, pastosen Farbauftrag (Impasto), insbesondere bei der Darstellung des aufgewühlten Meeres. Die Wellenkämme und die Gischt sind mit schnellen, heftigen, fast reliefartigen Pinselstrichen auf die Leinwand geworfen, was die physische Gewalt des Wassers visuell spürbar macht.• Modellierung der Figuren: Im Gegensatz zum reinen französischen Impressionismus, der Formen oft im Licht auflöst, bewahrt Dettmann hier eine robuste Plastizität. Die Körperlichkeit der Fischer und die Struktur des Holzbootes werden durch kräftige, richtungsweisende Blockstriche modelliert. Dies verleiht den Figuren eine statuarische, heroische Schwere, die perfekt zur Thematik des existentiellen Kampfes mit den Elementen passt.• Kolorit und Lichtführung: Die Farbpalette ist typisch norddeutsch-maritim: Sie wird dominiert von tiefen Erdtönen, Umbra, Ocker und gedecktem Blau-Grau im Bereich des Bootes und der Kleidung. Einen genialen Kontrast bildet das schäumende Weiß-Grün der Wellen, das das fahle Tageslicht reflektiert. Das eigentliche emotionale Highlight ist die Lichtregie am Himmel: Die rötlich-violetten Schleierwolken des Horizonts brechen die kühle Tonalität des Meeres auf und spiegeln sich subtil in den nassen Flächen der Gischt im Vordergrund wider.Fazit zum Duktus: Der Pinselstrich selbst spiegelt die Dynamik des Motivs wider. Die Unruhe des Wassers wird durch die nervöse, dicke Pinselführung im Vordergrund formal imitiert, während die Figuren als handfeste Konstanten im Farbraum verankert sind.24. AUSFÜHRLICHE VITA DES KÜNSTLERSLudwig Dettmann (* 25. Juli 1865 in Adelbye bei Flensburg; † 19. November 1944 in Berlin) zählt zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Impressionismus und war eine zentrale Figur im wilhelminischen und Weimarer Kunstbetrieb.Dettmann begann seine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Hamburg und wechselte anschließend an die Königliche Akademie der Künste nach Berlin, wo er unter anderem bei Eugen Bracht und Franz Skarbina studierte. Schon früh wandte er sich von der starren, akademischen Historienmalerei ab und suchte die Nähe zur Freilichtmalerei (En plein air).Im Jahr 1898 gehörte er gemeinsam mit Ikonen wie Max Liebermann, Walter Leistikow und Curt Herrmann zu den visionären Gründungsmitgliedern der Berliner Secession. Diese Künstlervereinigung begehrte erfolgreich gegen den konservativ-akademischen Kunstgeschmack auf und etablierte den Impressionismus in Deutschland.Zwischen 1901 und 1916 wirkte Dettmann als hoch angesehener Direktor der Kunstakademie Königsberg. Unter seiner Leitung erlebte die Akademie eine Blütezeit; er öffnete sie für moderne Strömungen und förderte außergewöhnliche Talente (wie beispielsweise den Marinemaler Poppe Folkerts). Das vorliegende Gemälde aus dem Jahr 1912 fällt exakt in diese produktive und erfolgreiche Königsberger Epoche, in der er sich intensiv mit den Landschaften und den Menschen der Ost- und Nordseeküste auseinandersetzte.Während des Ersten Weltkriegs war Dettmann als offizieller Kriegsmaler tätig. In den 1920er und 1930er Jahren zog er sich zunehmend ins Private zurück, blieb jedoch technisch brillant.  Sein kunsthistorisches Vermächtnis als Wegbereiter der deutschen Moderne und genialer Chronist des maritimen Lebens unbestritten. Seine Werke hängen heute in bedeutenden Museen, darunter der Hamburger Kunsthalle und der Nationalgalerie Berlin.Mehr Informationen über Ludwig Dettmann

Regulärer Preis: 2.650,00 €*
Peter Pulm (1882 – 1960)-(„P. Pulm Ddf.“)-Crevetten/Krabbenwagen an der Nordsee-Ölgemälde
Peter Pulm (1882 – 1960)

Peter Pulm (1882 – 1960)-(„P. Pulm Ddf.“)-Crevetten/Krabbenwagen an der Nordsee-Ölgemälde

Peter Pulm (1882–1960) war nicht einfach nur ein Maler. Er war ein Meister darin, die Seele der nordischen Küste einzufangen. Geboren und zeitlebens ansässig in Düsseldorf, genoss er eine erstklassige Ausbildung an der renommierten Kunstakademie Düsseldorf.Er lernte von den Besten der Besten:Eugen Dücker: Dem prägendsten Lehrer für Freilichtmalerei und marine Landschaften.Franz Kiederich: Einem Meister der Figuren- und Genremalerei.Schließen Sie für einen kurzen Moment die Augen...... und spüren Sie den salzigen Wind der Nordsee im Gesicht. Hören Sie das sanfte Rauschen der Wellen, die an den unendlich weiten Sandstrand schlagen?Genau das ist das Gefühl, das Sie überkommt, wenn Sie dieses Meisterwerk betrachten.Die großen, rotbraun gestrichenen Holzspeichenräder. Ein warmer, brillanter Farbakzent, der sich perfekt von den ansonsten elegant gedeckten Tönen der Komposition abhebt.Das Spiel mit Licht und AtmosphäreWarum dieses Werk eine seltene Gelegenheit istDieses Gemälde ist ein Paradebeispiel für Pulms absolutes Können. Die Komposition ist genial gewählt: Ein tief angesetzter Horizont gibt dem dramatischen Wolkenhimmel den Raum, den er verdient.Ein Kunstwerk, das man nicht nur besitzt, sondern das man jeden Tag aufs Neue fühlt.

Regulärer Preis: 2.400,00 €*
Porträt eines hochrangigen Geistlichen (Kardinal oder Papst in inoffiziellem Ornat)-Römische Schule (Scuola Romana — fine XVIII - inizio XIX sec.)
Porträt eines hochrangigen Geistlichen (Kardinal oder Papst in inoffiziellem Ornat)

Porträt eines hochrangigen Geistlichen (Kardinal oder Papst in inoffiziellem Ornat)-Römische Schule (Scuola Romana — fine XVIII - inizio XIX sec.)

Porträt eines hochrangigen Geistlichen (Kardinal oder Papst in inoffiziellem Ornat)18. Jahrhundert (Spätbarock bis Klassizismus / Ende 18.JahrhundertRömische Schule (Scuola Romana — fine XVIII - inizio XIX sec.)Das Gemälde im Hochformat zeigt das Brustbildnis eines reiferen, männlichen Geistlichen vor einem monochromen, stark abgedunkelten Hintergrund. Das Modell ist im Dreiviertelprofil nach rechts gewendet, wendet den Blick jedoch direkt und fixierend dem Betrachter zu.Der Dargestellte trägt die offizielle liturgische bzw. hierarchische Kleidung eines hohen Prälaten der katholischen Kirche. Das Haupt wird von einem eng anliegenden Camauro (einer traditionellen samtenen oder wollenen Papst- und Kardinalskappe) in tiefem Karmesinrot bedeckt, unter dem dunkles, dicht gelocktes Naturhaar hervortritt. Am Hals schließt ein steifer, weißer Kragen (Halskrause bzw. Collaro) ab, der fein plissiert ist und sich kontrastreich vom Gewand abhebt. Der Oberkörper ist in eine schwere, schimmernde Mozzetta (schulterbedeckender Ellbogenmantel) gehüllt, die ebenfalls in einem kräftigen Karmesin- bis Scharlachrot gehalten ist. Die Knopfleiste auf der Vorderseite zeigt eine dichte Reihe kleiner, stoffüberzogener Zierknöpfe, gesäumt von einer hellen, pelz- oder seidenartigen Borte entlang der Verschlusskante.Das Werk wird kunsthistorisch der Scuola Romana (Römischen Schule) an der Wende vom späten 18. Jahrhundert zum beginnenden 19. Jahrhundert (fine XVIII - inizio XIX secolo) zugeordnet. Stilistisch steht es in der langen Tradition der römischen Staatsporträtierung, die maßgeblich durch Meister wie Diego Velázquez (Porträt Innozenz' X.) und später Carlo Maratta geprägt wurde, bewegt sich hier jedoch in einer klassizistisch beruhigten Ausprägung.• Licht- und Farbgebung: Die Farbpalette wird absolut dominierend von den komplementären Kontrasten zwischen dem tiefen Rot des Gewands, dem reinen Weiß des Kragens und den warmen Inkarnatstönen (Hautfarben) des Gesichts beherrscht. Der Hintergrund entzieht sich durch seine diffuse Dunkelheit jeglicher räumlichen Verortung (Chiaroscuro-Tradition), was die Plastizität und Präsenz des Dargestellten dramatisch steigert. Das Licht fällt von links oben ein und modelliert präzise die Gesichtszüge sowie den charakteristischen Faltenwurf des Samtes.• Duktus und Malweise: Der Farbauftrag ist meisterhaft kontrolliert und weitgehend akademisch geschlossen. Besonders in den Texturen der Mozzetta zeigt sich ein feines Gespür für Stofflichkeit: Durch gezielte Aufhellungen und weiche Verläufe wird der typisch matte Glanz von Samt oder schwerer Seide imitiert. Das Gesicht ist mit feinsten Pinselstrichen individualisiert, ohne die Oberfläche zu stark zu glätten, wodurch eine bemerkenswerte psychologische Tiefe entsteht.Die Kleidung (Camauro und Mozzetta ohne Kapuze) deutet im strengen Zeremoniell der römischen Kurie primär auf die Würde eines Papstes hin, wurde jedoch in bestimmten historischen Kontexten oder informellen Porträtsituationen auch von Kardinälen getragen. Die Physiognomie des Dargestellten — geprägt von einer markanten, langen Nase, vollen Lippen, einem leicht ausgeprägten Doppelkinn und wachen, dunklen Augen — erinnert stark an prominente Figuren des römischen Klerus dieser Epoche.Historischer Kontext: Die Epoche um 1800 war in Rom von extremen politischen Umbrüchen geprägt (Napoleonische Besatzung, Römische Republik, Konklave in Venedig). Porträts dieser Zeit dienten oft der Selbstvergewisserung klerikaler Macht und Legitimität. Die strenge, fast asketische und doch prachtvolle Darstellung spiegelt den Zeitgeist des kirchenpolitischen Widerstands und des beginnenden Klassizismus widerDas Gemälde befindet sich, soweit optisch durch die Fotografie beurteilbar, in einem altersgemäß guten Zustand. Die Leinwand scheint stabil; auf der Oberfläche ist ein feines, altersbedingtes Craquelé sichtbar, welches die Authentizität des Werkes unterstreicht. Der Firnis ist leicht nachgedunkelt, was den Farben eine warme, historische Tiefe verleiht. Der prunkvolle, blattvergoldete Rahmen der Epoche weist minimale Altersspuren auf und ergänzt das Exponat repräsentativ.Bei dem vorliegenden Gemälde handelt es sich um ein qualitätvolles Zeugnis der römischen Porträtmalerei an der Schwelle zum 19. Jahrhundert. Es besticht durch seine psychologische Eindringlichkeit und die virtuose Handhabung der roten Farbskala. Für den Kunstmarkt sowie für sammlerische Kontexte stellt dieses Werk der Scuola Romana ein historisch und ästhetisch hochinteressantes Objekt dar, dessen detaillierte Provenienz und genaue Identität des Dargestellten in weiteren Archivalienforschungen (ggf. im Vatikanischen Archiv) zu verifizieren wäre.

Regulärer Preis: 4.000,00 €*
Prof. Otto Heinrich Engel (1866 Erbach/Odenwald – 1949 Glücksburg) Konvolut von 4 eigenhändigen Original-Handzeichnungen (davon 1 koloriert)
Prof. Otto Heinrich Engel (1866 Erbach/Odenwald – 1949 Glücksburg)

Prof. Otto Heinrich Engel (1866 Erbach/Odenwald – 1949 Glücksburg) Konvolut von 4 eigenhändigen Original-Handzeichnungen (davon 1 koloriert)

Objektbeschreibung & Technische DatenObjektgattungKonvolut von 4 eigenhändigen Original-Handzeichnungen (davon 1 koloriert)KünstlerProf. Otto Heinrich Engel (1866 Erbach/Odenwald – 1949 Glücksburg)Gesamtgröße (Montierung)Ca. 30 cm × 20 cmSignatur & DatierungAlle Arbeiten monogrammiert („OHE“) bzw. voll signiert („O. H. Engel“), teils datiert (z. B. „27.II.28“ und „16“)Motive1× Kolorierte Winterszene / Landschaftsstudie mit Titelbezeichnung („Lose Post“)3× Naturstudien schlafender bzw. ruhender KatzenAusführliche Analyse des Malsduktus & ZeichenstilsDas vorliegende Konvolut bietet einen faszinierenden Einblick in das intime zeichnerische Œuvre von Otto Heinrich Engel, der vor allem als Mitbegründer der Berliner Secession und Meister des deutschen Impressionismus bekannt ist. Der Malsduktus und Zeichenstil der vier Arbeiten lässt sich wie folgt charakterisieren:1. Die kolorierte Zeichnung (Obere Position — „Lose Post“, datiert 1928):Diese Arbeit demonstriert Engels meisterhaften Umgang mit dem flüssigen Medium des Aquarells in Kombination mit einer feinen, strukturierenden Feder- oder Stiftzeichnung. Der Duktus ist hier von einer bemerkenswerten Leichtigkeit und Spontaneität geprägt. Mit schnellen, treffsicheren Linien erfasst er die Konturen der winterlichen Szenerie und des architektonischen Elements (ein verschneiter Kasten oder Brunnen). Die Kolorierung erfolgt in transparenten, impressionistisch anmutenden Lasuren: Ein gedämpftes Seegrün und subtile Blautöne evozieren eine kühle Winterstimmung, während gezielte Farbsetzunge (Gelb, Rotbraun) visuelle Akzente setzen. Die weiße Schneedecke wird geschickt durch das Aussparen des Papiergrundes (Negativtechnik) realisiert – ein typisches Merkmal versierter Freiluftmaler.Kunsthistorische Expertise — Otto Heinrich Engel 12. Die Katzenstudien (Mittlere und untere Positionen):Die drei Tierstudien zeigen Engel als exzellenten Beobachter der Natur und knüpfen an die Tradition des Secessionismus an, alltägliche, unprätentiöse Motive in ihrer Unverfälschtheit einzufangen.• Die rechte, vertikale Studie: Hier zeigt sich ein besonders feiner, akademisch geschulter und dennoch freier Strich. Mit subtilen Parallelschraffuren und weich fließenden Konturlinien gelingt es Engel, das dichte, weiche Fell der schlafenden Katze plastisch und fühlbar zu modellieren. Der Fokus liegt ganz auf dem Spiel von Licht und Schatten (Chiaroscuro), das durch die feinen Abstufungen des Graphit- oder Kreidestifts erzeugt wird. Die Signatur „O. H. Engel“ unten links unterstreicht den autonomen Werkcharakter dieser Studie.• Die linken Studien (auf hellem und grauem Papier): Diese Skizzen sind deutlich vom spontanen, suchenden Charakter des Impressionismus geprägt. Der Duktus ist zügig, fast skizzenhaft verkürzt. Engel reduziert den Körper der Katze auf wesentliche Formkomplexe und konzentriert sich auf die Dynamik der zusammengerollten, ruhenden Pose. Besonders auf dem grauen Tonpapier nutzt er den dunklen Strich für tiefe Schatten, um der kleinen Zeichnung trotz ihrer Ökonomie der Mittel eine beachtliche Tiefe und Plastizität zu verleihen.Fazit zum Zeichenstil: Engels Dutzus bewegt sich im Spannungsfeld zwischen solider akademischer Formbeherrschung (erlernt unter Anton von Werner und Paul Hoecker) und der Befreiung des Strichs durch den Impressionismus. Die Zeichnungen besitzen einen ungemein frischen, unmittelbaren Charakter, der die direkte Wahrnehmung des Künstlers ohne akademische Erstarrung transportiert.Ausführliche Biografie (Vita) des KünstlersOtto Heinrich Engel (* 27. Dezember 1866 in Erbach im Odenwald; † 30. Januar 1949 in Glücksburg) zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Freiluftmalerei und des Impressionismus in Deutschland an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.Ausbildung und akademische Lehrjahre:Als einziges Kind des Pastors und konservativen Politikers Heinrich Engel wuchs er in einem bürgerlich- christlichen Umfeld auf. Nach einer unsteten Schulzeit, die er ohne formalen Abschluss beendete, folgte er seiner künstlerischen Berufung. Seine Ausbildung begann er an der Königlichen Hochschule für die bildenden Künste in Berlin unter dem einflussreichen, akademisch-konservativen Direktor Anton von Werner. Um sich von den starren akademischen Fesseln zu befreien, wechselte Engel 1890 an die Großherzoglich Badische Kunstschule nach Karlsruhe zu Caspar Ritter. Den entscheidenden Impuls erhielt er schließlich an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo er Schüler von Paul Hoecker wurde. Hoecker, ein Wegbereiter der Moderne, öffnete Engels Blick für die zeitgenössische französische und dänische Malerei sowie für die reine Freiluftmalerei (Pleinairmalerei).Die Entdeckung von Ekensund und der Insel Föhr:Zwischen 1892 und 1910 verbrachte Engel regelmäßige Studienaufenthalte in der Künstlerkolonie Ekensund an der Flensburger Förde. Hier entwickelte er – inspiriert von der herben norddeutschen Landschaft – seine charakteristische, lichtdurchflutete Malweise. Zum eigentlichen Zentrum seinesKunsthistorische Expertise — Otto Heinrich Engel 2künstlerischen Schaffens wurde jedoch die Nordseeinsel Föhr, die er 1901 erstmals besuchte. Engel gilt bis heute als der künstlerische „Entdecker“ dieser Insel. In Werken wie „Am Sonntag Nachmittag“ oder „Nach der Trauung“ hielt er das Leben der friesischen Bevölkerung, deren traditionelle Trachten und die unendliche Weite der Küstenlandschaft in meisterhaften impressionistischen Kompositionen fest.Berliner Secession und institutioneller Erfolg:Im Jahr 1898 gehörte Otto Heinrich Engel gemeinsam mit Künstlern wie Max Liebermann, Walter Leistikow und Max Slevogt zu den historischen Gründungsmitgliedern der Berliner Secession. Diese Künstlervereinigung begehrte erfolgreich gegen den verkrusteten akademischen Kunstbetrieb auf und etablierte den Impressionismus in Deutschland.Engels Werk fand rasch höchste offizielle Anerkennung. Auf der Großen Berliner Kunstausstellung wurde er 1902 mit der Kleinen Goldmedaille und 1908 mit der Großen Goldmedaille ausgezeichnet. Ebenfalls 1908 stellte ihn der renommierte Kunsthändler Paul Cassirer gemeinsam mit Max Liebermann und Alexej von Jawlensky in seinem Berliner Salon aus. Im Jahr 1906 wurde Engel zum Mitglied der Königlichen Akademie der Künste in Berlin gewählt, und 1908 ernannte man ihn zum Honorarprofessor.Spätwerk und Nachleben:Obwohl er seinen Hauptwohnsitz über Jahrzehnte in Berlin hatte, blieb er dem Norden eng verbunden. Nach den Erschütterungen des Ersten und Zweiten Weltkriegs und einem gesundheitlichen Rückschlag durch einen Schlaganfall im Jahr 1944 zog er sich endgültig nach Glücksburg zurück, wo er 1949 im Alter von 82 Jahren verstarb.Heute sind seine Werke in bedeutenden Sammlungen vertreten, darunter die Nationalgalerie Berlin, das Museum Kunst der Westküste in Alkersum auf Föhr sowie die Museen in Flensburg und Kiel. Seine Arbeiten erzielen auf dem internationalen Kunstmarkt anhaltend hohe Wertschätzung als authentische Zeugnisse des deutschen Impressionismus.Weitere ausführliche Informationen zu Otto Heinrich Engel

Regulärer Preis: 850,00 €*
René Maurice FATH-Flusstal bei Fontainebleau-Ölgemälde um 1910
René Maurice FATH(1850-1922)

René Maurice FATH-Flusstal bei Fontainebleau-Ölgemälde um 1910

Beschreibung René Maurice Fath (1850 Paris – 1922) gehört zur Generation der französischen Landschaftsmaler, die im Umfeld der Schule von Barbizon arbeiteten und die Waldlandschaften bei Fontainebleau als Motiv schätzten. Das Gemälde in Öl auf Leinwand, 107 × 70cm ohne Rahmen, zeigt das Flusstal bei Fontainebleau .Die Pinselführung ist sicher und stimmungsvoll, die Komposition aus dem Bestand der klassisch-akademischen Tradition und dem beobachtenden Realismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt.Das Gemälde ist unten links signiert.Weitere Informationen über Rene' Maurice FATHWeiter Gemälde des Künstlers in unserem Angebot

Regulärer Preis: 3.000,00 €*
Robert Panitzsch ( 1879–1949)-Boote an einem Kai im Kopenhagener Hafen-Ölgemälde
Robert Panitzsch (deutsch-dänischer Maler, 1879–1949)

Robert Panitzsch ( 1879–1949)-Boote an einem Kai im Kopenhagener Hafen-Ölgemälde

Robert Panitzsch (deutsch-dänischer Maler, 1879–1949),-Boote an einem Kai im Kopenhagener Hafen-1936 (unten rechts signiert und datiert mit "Robert Pan. 36.")Öl auf Leinwand49 cm × 59 cmPrunkvoller, historischer Holzrahmen mit ornamentaler Vergoldung und schwarzerFassungRobert Panitzsch wurde im Jahr 1879 in Mecklenburg (Deutschland) geboren, verbrachte jedoch den größten Teilseines künstlerisch produktiven Lebens in Dänemark und wird daher kunsthistorisch meist als deutsch-dänischerMaler geführt. Seine Werke signierte er zeitlebens konsequent mit der Kurzform "Robert Pan.", oft gefolgt vonder Jahreszahl.Das  Ölgemälde zeigt eine stimmungsvolle und detailreiche Szene aus dem Hafen von Kopenhagen. ImVordergrund erstreckt sich eine steinerne Kaimauer, an der zwei traditionelle Segelschiffe – vermutlich hölzerneFischerei- oder Frachtkutter – festgemacht haben. Auf der Kaimauer sowie an Deck der Schiffe sind mehrereFiguren zu erkennen, die in typischer Arbeitskleidung der Epoche dargestellt sind. Sie beleben die Szenerie undvermitteln das geschäftige Treiben eines maritimen Alltags in den 1930er Jahren.Der Künstler nutzt eine harmonische, überwiegend hell und freundlich abgestimmte Farbpalette. Es dominierensanfte Pastelltöne, darunter lichtes Blau, zartes Rosé und cremiges Weiß im Wolkenhimmel. Diese stehen imreizvollen Kontrast zu den erdigen und gedeckten Tönen der Schiffe, der Kaimauer und den rötlich-braunenFassaden der Hafengebäude im Hintergrund. Die Reflexionen im tiefgrünen bis bläulichen Wasser fangen dieFarbtöne des Himmels und der Objekte meisterhaft auf.

Regulärer Preis: 1.650,00 €*
Thomas Cooper Moore: Ölgemälde Hills & Mills, Old Nottingham Forest, signiert, um 1848
Thomas Cooper Moore

Thomas Cooper Moore: Ölgemälde Hills & Mills, Old Nottingham Forest, signiert, um 1848

Thomas Cooper Moore (1827–1901) malte die Landschaft rund um Nottingham Forest in einer Genauigkeit, die seine Werke zu historischen Dokumenten macht. Dieses Ölgemälde zeigt mehrere Windmühlen auf dem Hügel bei Nottingham Forest, darunter eine große und eine kleinere Bockwindmühle sowie ein Wohngebäude. Im Vordergrund sitzen Figuren im Gras, dahinter weitere Dorfbewohner auf dem Weg. Vögel fliegen in den hellgelben Abendhimmel. Das Gemälde ist im Geist der englischen Freilichtmalerei der 1840er Jahre gehalten.Vergleichswerke von Moore finden sich in den Nottingham City Museum and Galleries, darunter "Mills and Gorse Bushes in Nottingham Forest", "The Old Ropewalk" und "Windmills on the Forest". Signiert unten rechts, um 1848 datiert. Bildmaß Höhe 26 cm × 39 cm. Der originale Rahmen wird zum Kauf dazugegeben.

Regulärer Preis: 2.900,00 €*