Altmeister-Gemälde des 18. und 19. Jahrhunderts
Altmeister haben gelernt, was heute selten geworden ist: Geduld im Detail. Akademische Salon- und Schulmalerei mit dokumentierter Herkunft, von der Düsseldorfer Schule bis zur dänischen Charlottenborg-Tradition, bieten wir Ihnen zum Erwerb. Bei uns an der Schlei, unweit von Kappeln.
Altmeister
Albert Heinrich Brendel (1827 Berling – 1895 Weimar)-Schafe im Stall-Ölgemälde
Künstler:Albert Heinrich Brendel(1827 Berling – 1895 Weimar)Format:20 cm × 12 cm (Miniatur)Werktitel:Schafe im StallTräger / Medium:Öl auf PlatteSignatur:Oben rechts original signiert„A. Brendel.“Zustand:Sehr guter OriginalzustandAlbert Heinrich Brendel zählt zu den bedeutendsten deutschen Tier- und Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts. Seine Ausbildung begann er im Atelier von Wilhelm Schirmer in Berlin und setzte sie an der Berliner Kunstakademie fort. Ein prägender Meilenstein war seine Übersiedlung nach Frankreich im Jahr 1854. Über fünfzehn Jahre lebte und arbeitete er in Barbizon am Wald von Fontainebleau, der Wiege des europäischen Plenairismus.In Frankreich pflegte er engen kollegialen Austausch mit den Meistern der Schule von Barbizon, insbesondere mit Théodore Rousseau, Jean-François Millet und dem renommierten Schafsmaler Charles-Émile Jacque. Brendels Werke gewannen internationale Anerkennung und wurden mehrfach auf dem Pariser Salon mit Goldmedaillen ausgezeichnet. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er 1875 als Professor an die Großherzoglich- Sächsische Kunstschule in Weimar berufen, der er zwischen 1881 und 1884 auch als Direktor vorstand. Er gilt als tragende Säule der Weimarer Malerschule.Das vorliegende Gemälde zeigt ein für Brendels Œuvre meisterhaftes und zutiefst charakteristisches Sujet: Eine Gruppe von Schafen im dämmrigen Schutz eines Stalls. Im Zentrum der Komposition steht ein aufrecht positioniertes Schaf in Dreiviertel-Rückansicht, welches den Blick des Betrachters lenkt. Es wird flankiert von zwei ruhenden Tieren im Vordergrund.Die Komposition nutzt ein ausgefeiltes Chiaroscuro (Hell-Dunkel-Malerei). Ein gezielter Lichteinfall von der rechten Seite durch bricht die Dunkelheit des Stallraums und illuminiert selektiv den Rücken sowie die Flanken des stehenden Tieres. Diese Lichtführung verleiht der Szenerie eine intime, beinahe andächtige Stille und fängt die warme, dunstige Atmosphäre des Interieurs greifbar ein. Ein hölzernes Gatter im rechten Drittel strukturiert den Raum, während im tiefen Schatten der linken Bildhälfte weitere Schafe schemenhaft angedeutet werden und dem Raum so eine subtile Tiefe verleihen.Trotz des anspruchsvollen, extrem kleinen Miniaturformats (20 × 12 cm) verzichtet Brendel zugunsten einer lebendigen Unmittelbarkeit auf eine starre, rein akademische Detailmalerei. Der Malduktus offenbart den unverkennbaren Einfluss der Freilichtmalerei von Barbizon:• Pastoser Farbauftrag (Impasto): Das Wollkleid der Tiere ist mit dicken, entschlossenen Pinselstrichen plastisch modelliert, wodurch das Licht effektvoll gebrochen wird.•Skizzenhafte Dynamik: Hintergrund, Stroh und Stallwände sind flächig und mit breitem, schnellem Pinselstrich angelegt. Diese vitale Technik erzeugt eine plastische Textur, ohne das Motiv zu überladen.Fazit und Wertung: Das Werk befindet sich in einem hervorragenden, unrestaurierten Originalzustand mit geschlossener Malschicht. In Kombination mit dem historischen, altersgemäß patinierten Goldrahmen und der authentischen Signatur stellt diese Miniatur ein exquisites Kabinettstück dar, welches Brendels meisterhafte Beherrschung von Licht und Tieranatomie im kleinen Format eindrucksvoll dokumentiert.
Carl Gustav Ludvig Jacobsen (1890–1957)-Den politiske Kandestøber-
Das Ölgemälde von Ludvig Jacobsen fängt eine lebendige unddramatische Szene aus LudvigHolbergs berühmter satirischer Komödie „Den politiske Kandestøber“(Der politische Kannengießer, 1722)ein. Im Zentrum des Werkes steht die Hauptfigur, der HandwerkerHerman von Bremen, der sich statt seinerArbeit lieber der großen Politik widmet und sich in eine Scheinwelt ausStaatsangelegenheiten hineinsteigert.Typisch für Jacobsens Reifephase ist der kräftige, pastose und freiePinselstrich. Die Formen werdennicht strikt linear abgegrenzt, sondern bauen sich rein aus der Farbe unddem lebendigen Duktus des Pinselsauf. Die verstreuten Bücher und Papiere auf dem Boden rechtsunterstreichen das kreative wie chaotischeElement der Szenerie.Carl Gustav Ludvig Jacobsen (geboren am 17. September 1890 inOdense; gestorben am 13. Februar1957 in Vanløse) war einer der profiliertesten dänischen Maler undIllustratoren der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Er ist besonders bekannt für seine farbprächtigen,atmosphärischen Figurenszenen sowieseine engen Bezüge zur dänischen Theater- und Literaturgeschichte.•Charlottenborg:Kontinuierliche Teilnahme an den renommierten Frühjahrs- undHerbstausstellungen inKopenhagen.Paris (Salon de Paris): Erfolgreiche Präsentationen in den Jahren 1928und 1929, wo er internationaleAnerkennung fand.
Christian Georg Schütz d. Ä./d. J. bzw. Johann Christian Vollerdt: Ölgemälde Mondlandschaft, zugeschrieben, spätes 18. Jahrhundert
Dieses Gemälde aus dem 18. Jahrhundert zeigt eine romantisch-nächtliche Mondlandschaft nach dem Typus der Frankfurter und Dresdner Landschaftsmalerei: eine dichte Waldkulisse rahmt eine zentrale Lichtöffnung in den Bildhintergrund. Der Vollmond leuchtet durch von Wolken hinterfangenen Himmel und wirft Lichtzeichen auf das Laubwerk der Bäume. Am rechten Bildrand sitzt eine Gruppe von Reisenden um ein offenes Feuer mit Dreibein und Kessel. Links führt ein Bach über Steine in den Bildraum.Öl auf Leinwand, Bildmaß 90 cm × 57 cm ohne Rahmen. Zuschreibung: deutsch, spätes 18. Jahrhundert, Umkreis Christian Georg Schütz d. Ä./d. J. bzw. Johann Christian Vollerdt. Vergoldeter Rahmen neueren Datums. Gute, stabile Substanz mit einheitlichem Alterskrakelee.
Edward Harrison Compton (1881 – 1960 ) Wettersteingebirge – Blick auf das Zugspitzmassiv mit Höllental / Waxenstein-Ölgemälde
Edward Harrison Compton (11.10.1881 Feldafing – 06.03.1960 ebenda)Wettersteingebirge – Blick auf das Zugspitzmassiv mit Höllental /Waxenstein-(Gebirgslandschaft aus dem Raum Garmisch-Partenkirchen)80 cm × 60 cm (ohne Rahmen)Original signiert unten links: E. HARRISON COMPTONSehr gute originale Erhaltung; geschlossene, stabile Malschicht mithervorragender Farbkraft.Edward Harrison Compton wurde am 11. Oktober 1881 imoberbayerischen Feldafing am Starnberger See geboren. Er wuchs ineiner von Kunst und Alpinismus tief geprägten Familie auf. Sein Vaterwar der berühmte, ursprünglich aus England stammendeGebirgsmaler und Pionier-Alpinist Edward Theodore Compton (1849–1921), der mit seinen präzisen Aquarellen und Ölgemäldendie alpine Landschaftsmalerei in ganz Europa maßgeblich beeinflussthatte. Auch seine Schwestern Marion und Dora wurden alsMalerinnen bekannt.Das Gemälde zeigt eine weit geöffnete alpine Landschaft imWettersteingebirge. Der Blick führt aus einem bewaldeten und vonherbstlicher Vegetation geprägten Vordergrund auf eine monumentaleHochgebirgskulisse. Im Zentrum und oberen Mittelgrunderhebt sich die markante Fels- und Gipfelzone des Zugspitzmassivs; dievorgelagerten Fels- und Bergformen staffeln sich inmehreren Ebenen nach hinten. Zwischen Vordergrund und Hochgebirgeliegt eine atmosphärisch aufgehellte Zone, in der Nebel undWolken die harten Gesteinsformen teilweise verhüllen.Charakteristika der reifen Compton-Manier:Leuchtende, harmonische Farbigkeit mit Schwerpunkt auf erdig-warmenTönen und kühlen FelsnuancenStarker Wechsel zwischen pastosen Vordergrundpartien und weichaufgelösten FernzonenMeisterhafte Betonung von Licht, Wetter und atmosphärischer DistanzMonumentalisierte Darstellung des Hochgebirges bei natürlicherLandschaftsstaffelung.Spontaner, sicherer Pinselduktus statt kleinteiliger akademischerDetailmalerei.DOKUMENTATION ZU DIESEM GEMÄLDE
Franz Ludwig Kiederich: Ölgemälde Der Lehrer, signiert, Düsseldorfer Schule, erste Hälfte 20. Jahrhundert
Franz Ludwig Kiederich (1873–1950) entstammte einer Düsseldorfer Malerdynastie: Sein Vater Paul Wilhelm Kiederich (1842–1921) und sein Großvater Paul Joseph Kiederich waren Maler. Von 1890 bis 1900 studierte er selbst an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er 1893/94 die Malklasse von Julius Roeting besuchte. Von 1911 bis 1938 war er dort Professor. Sein Werk widmete sich besonders der Darstellung von Landarbeit und ländlichem Leben in hellem Kolorit mit impressionistisch beeinflusster Pinselführung.Das Gemälde „Der Lehrer" zeigt eine dunkle Interieursszene: Eine ältere, schwarzgekleidete männliche Figur steht an einem mit Büchern und Papieren beladenen Schreibtisch neben einem Fenster. Das durch die Fensterläden einfallende Licht zeichnet ein warmes Rot in das Regal dahinter. Öl auf Leinwand, 60 × 50 cm ohne Rahmen, signiert.Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Friedrich Perlberg: Ölgemälde Römische Wasserleitung mit Ruine, signiert, zweite Hälfte 19. Jahrhundert
Friedrich Perlberg (1848 Nürnberg – 1921 München) zählt zu den bedeutenden deutschen Orientalisten und Architekturmalern der Gründerzeit. Er studierte an der Kunstakademie Nürnberg und bereiste den Nahen Osten sowie die Mittelmeerländer, deren Lichtqualität und Ruinenlandschaften er in einer präzisen, stimmungsvollen Malweise festhielt.Das Gemälde zeigt eine römische Wasserleitung mit Ruine in Öl auf Leinwand, 54 × 35,5 cm ohne Rahmen. Unten rechts signiert „F. Perlberg".Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Friedrich Schaper: Ölgemälde Rotbunte Kühe auf der Weide, signiert, erste Hälfte 20. Jahrhundert
Friedrich Schaper (1869 Braunschweig – 1956 Hamburg) erlernte zunächst das Dekorationsmalen in Hamburg, studierte dann an der Berliner Akademie bei J. Scheurenberg und W. Friedrich und kehrte 1894 nach Hamburg zurück. 1897 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Hamburgischen Künstlerclubs, 1901 trat er der Berliner Secession bei. Ab 1911 lehrte er Malerei, ab 1925 an der Hamburger Kunstgewerbeschule, wo er 1949 zum Professor ernannt wurde. Seine Werke befinden sich in der Hamburger Kunsthalle, im Altonaer Museum sowie in den Museen von Husum und Flensburg.Das Gemälde zeigt zwei rotbunte Kühe auf einer grünen Weide in Öl auf Bristolkarton, 48 × 42 cm ohne Rahmen, unten links signiert. Eine Kuh liegt quer im Vordergrund, eine zweite steht etwas abgewandt dahinter. Der Pinselstrich ist schnell und sicher, die Farbgebung frisch und direkt.Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Gerhart Bettermann(1910-1992)-4 bedeutende großformatige Holztafeln der Schleiregion-Öl
Gerhart Bettermann (* 23. Februar 1910 in Leipzig; † 16.November 1992 in Winnemark/Schlei) gilt als einer derprägendsten, vielschichtigsten und zugleichdiskussionsreichsten Künstlerpersönlichkeiten Schleswig-Holsteins im 20.Jahrhundert.Das vierteilige Monumentalwerk desnorddeutschen Expressiven Realisten und Grafikers GerhartBettermanngehört zu den eindrucksvollsten Raumkunst-Arbeiten („Kunstam Bau“ / Wandreliefs), die im Jahre 1965 für öffentliche oderrepräsentative private Bauten in der Schleiregion geschaffenwurden. Mit je 215 cm Länge und 60 cm Höhe entfalten die vierTafeln auf massiven Kiefernholzdielen ein panoramischesNarrativ über das maritim-handwerkliche und agrarische Lebenander Schlei.Bettermann bediente sich einer für sein Werkcharakteristischen Synthese aus klassischem Holzschnitt,Kerbschnitt und Malereimit verdünnten Ölfarben und Beizen. Die prägnante Fladerungund Maserung des Kiefernholzes bleibt als natürlichesStrukturelement erhalten und wird vom Künstler meisterhaft indie Bildkomposition (z. B. Wasserwellen, Himmelslicht,Ackerfurchen) integriert. Die ausgeprägte Konturenzeichnungmit tief geschnittenen Linien verleiht den Darstellungen einearchaisch-geometrische, dem Kubismus und der NeuenSachlichkeit verpflichtete Monumentalität.Vierer Ensemble großer Schlei HolztafelnRelief/Öl-signiert datiertAusführliche Beschreibung in der Fotodukumentation.Preis auf Anfrage.
Gouache S. S. Mary Anning of Cardiff, bezeichnet, datiert 1891
Das Gouache auf Karton zeigt den britischen Frachtdampfer „S.S. Mary Anninc of Cardiff" in schwerer See. Der eiserne Schraubendampfer mit zwei Masten und Hilfsbesegelung stemmt sich gegen steile, grüne Wellen unter einem dramatisch verdichteten Abendhimmel in Dunkelgrau und Schwarz. Die Schornsteinmarke trägt ein großes „A" für die Reederei Annis Brothers. Leitern, Relings, Lukendeckel und Takelagen sind präzise herausgearbeitet, wie es für die Tradition des professionellen Hafenmalers an den italienischen Mittelmeerhäfen üblich war.Das Gemälde trägt unten links eine schwer lesbare Inschrift in Italienisch mit dem Entstehungsort Ancona und der Jahreszahl 1891. Die Ausführung und Beschriftungsweise sprechen für die Adria-Schule um 1890. Die Herkunft des Schiffes ist durch ein Schreiben des National Maritime Museum London vom 9. November 1977 dokumentiert: Die Mary Anninc wurde 1888 bei Richardson Duck in Stockton-on-Tees erbaut, mit 2.057 Bruttoregistertonnen und einer Dreifachexpansions-Dampfmaschine. Diese Dokumentation liegt als Kopie dem Gemälde bei.Bildgröße: 50,5 × 35 cm. Rahmung: furnierte Leiste aus afrikanischem Edelholz, mit Museumsglas verglast. Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Hendricus Anthonius Dievenbach: Ölgemälde Lesende Bäuerin, signiert, um 1900
Hendricus Anthonius Dievenbach (1872 Haarlem – 1946 Laren) studierte in Haarlem und an der Rijksakademie in Amsterdam bei August Allebé, Dake, Leenhof und Nicolaas van der Waay. Er gehört zur niederländischen Figurenmalerei der Jahrhundertwende, die stark durch den Realismus der Haager Schule geprägt war.Das Gemälde zeigt eine Frau, die auf einem Stuhl sitzt und eine Tasse hält. Der Innenraum ist dunkel gehalten, das Licht fällt von der Seite auf die Figur. Die Frau trägt eine rote Weste über einem grünen Kleid und wendet den Blick dem Betrachter zu. Im Hintergrund ist ein dunkler Herdbereich angedeutet. Der Malduktus ist weich und tonig, in der Tradition der niederländischen Genremalerei. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, rechts unten signiert "H.A. Dievenbach", und misst ca. 31,5 × 37,5 cm ohne Rahmen.
HENRI ARTHUR BONNEFOY (1839-1917)-HAUPTWERK-Les Poules – Scène de basse-cour-
Henri-Arthur Bonnefoy (1839–1917) stellte zwischen 1877 und 1904 ohne eine einzige Unterbrechung im Pariser Salon aus. Der Salon war in dieser Epoche das einzige Urteil, das zählte, und Bonnefoy bestand es über fast drei Jahrzehnte. Seine Werke hängen in den Museen von Boulogne-sur-Mer, Calais, Orléans und Toulouse sowie im Louvre. Dieses Gemälde in Öl auf Leinwand, 113 × 93 cm ohne Rahmen, zeigt einen prächtigen Hahn im Vordergrund einer sommerlichen Landschaft, im Hintergrund eine liegende Henne und ein weit ausladendes Feld mit Wiesenblumen. Auf dem Boden liegt eine Malerpalette, was dem Bild einen selbstreferenziellen Charakter verleiht.Bonnefoys Leben bewegte sich zwischen Extremen. Nach dem Krieg 1870/71 diente er in Algerien, und die Bildwelt des Maghreb ist in seinem frühen Werk ablesbar. Später wandte er sich den friedlichen Landschaften des Artois zu, die er mit einer Beobachtungsgenauigkeit festhielt, die aus jahrzehntelanger Arbeit kommt. Das Gemälde ist unten rechts signiert und stammt aus einer Privatsammlung.Ausführliche Dokumentation zu diesem HauptwerkOriginalkatalog Pariser Salon
Jens Jørgensen Juel / Christian August Lorentzen: Ölgemälde Prämiertes Herrenporträt, Schloss Charlottenborg, um 1899
Zwei ovale Herrenportraits, beide als beste Portraits des Jahres 1899 auf Schloss Charlottenborg in Kopenhagen prämiert. Die Gemälde wurden von den damaligen Kunststudenten Einar Olsen und Hugo Langer angefertigt: Sie porträtierten ihre Lehrer Jens Juel und Professor Christian August Lorentzen. Alle Daten sind auf der Rückseite der Gemälde dokumentiert. Das vorliegende Bild zeigt ein ovales Herrenportrait in warmen Braun- und Ockertönen: ein Herr mit gepuderter Perücke, weißem Jabot und rotem Rock, im Dreiviertelprofil.Jens Jørgensen Juel (1745–1802) gehört zu den bedeutendsten dänischen Malern seiner Zeit. Er studierte in Hamburg und Kopenhagen, unternahm eine längere Reise durch Deutschland, Italien und die Schweiz, wurde Hofmaler und später Professor und Direktor der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen. Zu seinen deutschen Schülern zählten Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge. Christian August Lorentzen (1749–1828) war ebenfalls Professor an der Königlich Dänischen Kunstakademie und hinterließ Werke in fast allen dänischen Museen.Maße: Höhe 83 cm, Breite 71 cm, Tiefe 8 cm. Paarpreis. Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
John Peters: Ölgemälde Paar Maritime Miniaturen, bezeichnet, um 1650
Dieses Paar maritimer Miniaturen in Oel auf Holz zeigt zwei Seeszenen mit Segelschiffen in aufgewuehlter See. Auf beiden Taefelchen sind Dreimaster bei sturmbewegtem Wasser zu sehen, der Himmel bewölkt, das Licht graugruenlich. Die Malweise ist dicht und tonig, die Wellen plastisch modelliert. Jede Miniatur misst 14 x 11 cm ohne Rahmen; beide kommen in einem reich geschnitzten Vergoldungsrahmen.Rueckseitig sind die Werke bezeichnet und signiert. Die Darstellung entspricht der Tradition der niederlaendischen und englischen Marinemalerei des 17. Jahrhunderts. Als Entstehungszeit wird 1650 angegeben. 7% MwSt. gem. Paragraph 12 Abs. 2 Nr. 13 UStG.
Karl Rudolf Eduard Niemann (1908–1982)-Nordafrikanische Marktszene / Straßenszene in Marokko-Ölgemälde
Karl Rudolf Eduard Niemann (deutsch-dänischer Maler und Grafiker,1908–1982)Öl auf Leinwand (Spachtel- und Impastotechnik)70 cm × 35 cm (Panoramaformat 2:1)Signiert unten rechts: Karl Niemannca. 1950er–1960er Jahre (Orient- und Nordafrika-Reisen)Die Komposition ist von einer tiefen horizontalen Dynamik geprägt, dieden Blick des Betrachters über einen weitläufigen,sonnendurchfluteten Dorfplatz beziehungsweise eine breite Hauptstraßeeiner nordafrikanischen oder orientalischen Siedlungführt.Karl Rudolf Eduard Niemann (* 18. Dezember 1908 in Kiel; † 1. April1982 auf Madeira, Portugal) war ein bedeutenderdeutsch-dänischer Maler und Grafiker, dessen Schaffen eine Brückezwischen der deutschen und skandinavischen Moderne des 20.Jahrhunderts schlägt.KUNSTHISTORISCHE EINORDNUNGKarl Niemann verbindet in diesem Werk den klassischen europäischenOrientalismus mit dem expressiven Strukturrealismus dernordischen Nachkriegsmoderne. Durch den Einsatz des Malmesserslöst er Details zugunsten einer kraftvollen, architektonischenFlächenwirkung und stimmungsvollen Lichtatmosphäre auf.Ausführliche Dokumentation zu diesem Werk
Kupferstich Freie und Hansestadt Hamburg Homännische Erben (Nürnberg) · Stadtplan mit Elb-Prospekt (ca. 1730–1737)
Freie und Hansestadt HamburgHomännische Erben (Nürnberg) · Stadtplan mit Elb-Prospekt (ca. 1730–1737)KARTENWERK Des Heil: Röm: Reichs freye Handels- u: Hansee StadtHAMBURG in einem accuratenPLAN u. PROSP.HERAUSGEBER Homännische Erben (Homann Erben / Héritiers deHomann), NürnbergDATIERUNG ca. 1730 – 1737 (Barockzeit / Entstehungsphase vor derZerstörung des Alten Michels 1750)TECHNIK / MEDIUM Originaler, handkolorierter Kupferstich (Altkolorit)auf handgeschöpftem BüttenpapierSPRACHE Zweisprachige Titelseite & Legende (Deutsch & Französischfür den europäischen Markt)BESONDERHEITEN Kombination aus Befestigungsgrundriss undPanorama; Darstellung der 1. Großen St.-Michaelis-KirchePROVENIENZ-SPUREN Originale Mittelfalz (aus Atlasband); rückseitigehistorische Sammlungsvermerke undTintentexturen.HISTORISCHES SCHLÜSSELMERKMAL: "ST. NEU MICHAELIS"Auf dem Detailfoto der Skyline erkennbar ist die Aufschrift „St. NeuMichaelis“. Es handelt sich um den ersten Bau der Großen St.-Michaelis-Kirche (geweiht 1669). Da diese Kirche am 10. März 1750durch einen Blitzeinschlag vollständig niederbrannte, liefert dieAbbildung des unveränderten Bauwerks den eindeutigen Beweis für dieEntstehung der Stichplatte vor 1750.••Büttenpapier & Faltung: Das Blatt wurde auf festem, handgeschöpftemLumpenpapier gedruckt. Die vertikale Mittelfalz belegt,dass die Karte ursprünglich in einem der voluminösen Folianten-Atlantenvon Homann Erben gebunden war.Altkolorit-Durchschlag: Auf der Rückseite zeichnen sich die Konturen derkolorierten Flächen (insbesondere der braun-grünenFluss- und Festungsbereiche) deutlich ab. Die historischenAquarellpigmente sind im Laufe von fast drei Jahrhunderten leicht indie Papierfasern eingedrungen – ein charakteristisches Merkmal echtenAltkolorits.die Papierfasern eingedrungen – ein charakteristisches Merkmal echtenAltkolorits.•Sammlungsvermerke: Die handschriftlichen Tintennotizen (u. a. N. 89,1449) zeugen von der historischen Registrierung infrüheren privaten oder institutionellen Kartensammlungen.Dokumentation zu dieser Karte
Ludvig Jacobsen (1890–1957), Dänemark-Ölgemälde -„Fredmans Epistel № 29“ -
Ludvig Jacobsen (1890–1957), Dänemark-Ölgemälde -„Fredmans Epistel № 29“ - Referenz auf Carl Michael Bellmans Fredmans Episteln (Epistel 29: „Guten Abend, mein Schwager!...“), Ausdruck der schwedisch-nordischen Bohème- und Rokoko-Kultur. DIE ENTDECKUNG EINES AUSSERGEWÖHNLICHEN TALENTS Geboren 1890 in Dänemark, war Ludvig Jacobsen kein gewöhnlicher Maler seiner Epoche. Während viele seiner Zeitgenossen starr akademischen Regeln folgten, suchte Jacobsen nach etwas völlig anderem: nach der reinen Magie des Augenblicks. Nach seiner Ausbildung an den renommierten Kunstschulen Kopenhagens und Studienreisen durch ganz Europa fand er seine tiefste Inspiration in der skandinavischen Literatur und Musik – allen voran in den lebensfrohen Erzählungen von Carl Michael Bellman. EIN ZEITLOSES STATEMENT FÜR KUNSTSAMMLER Heute sind die Werke von Ludvig Jacobsen begehrte Sammlerstücke nordischer Genremalerei. Sie stehen nicht nur für hohe handwerkliche Meisterschaft, sondern für eine Lebenshaltung: Die Kunst, den Moment zu feiern. Ein echter Jacobsen ist weit mehr als nur Wanddekoration – er ist eine tägliche Einladung zur Freude und ein elegantes Highlight für jedes anspruchsvolle Interieur.
Nils Hans Christiansen (Dänemark, 1850 – 1922)-„Sommertag in der jütländischen Marsch“-Hauptwerk-Ölgemälde
Nils Hans Christiansen (Dänemark, 1850 – 1922)Ölgemälde, signiert,-Hauptwerk-„Sommertag in der jütländischen Marsch“„Ein Bild, das Sie nicht bloß betrachten, sondern das Sie augenblicklichin dieSie das leiseunendliche Weite des Nordens entführt. Spüren Sie den Wind? HörenSchnauben der Pferde? Das ist die Magie von Nils Hans Christiansen.“Nils Hans Christiansen wurde am 22. Juli 1850 in Esbjerg, im HerzenJütlands, geboren. Schonfrüh zeigte sich sein außergewöhnliches Talent, die raue, unberührteSchönheit seiner Heimatauf Leinwand zu bannen. Sein Weg führte ihn an die renommierteKönigliche DänischeKunstakademie in Kopenhagen, wo er seine Technik bis zur Perfektionverfeinerte.Seine wahre Erfolgsgeschichte liest sich jedoch wie ein Roman:Anlässlich der glanzvollenköniglichen Hochzeit des britischen Thronfolgers (des späteren KönigsEdward VII.) mit derdänischen Prinzessin Alexandra reiste Christiansen nach England.Seine Werke erregtenaugenblicklich die Aufmerksamkeit des britischen Hochadels. NiemandGeringeres als KöniginVictoria war so tief von Christiansens Kunst beeindruckt, dass sie ihmein exklusives „Grace andFavour“-Appartement auf Schloss Windsor gewährte.Christiansen lebte und arbeitete fortan im Herzen der britischenMonarchie, stellte inKopenhagen und London aus und verewigte die königlichen Parks vonWindsor ebenso wie dietiefen Wälder von Epping. Als er am 11. Februar 1922 in Englandverstarb, hinterließ er einVermächtnis, das Sammler weltweit bis heute fasziniert. Seine Werkesind rare Meilensteine derskandinavischen Kunst des 19. Jahrhunderts.Wer den Kunstmarkt analysiert, weiß: Nils Hans Christiansen istweltberühmt für seineatmosphärischen, oft kleinformatigen skandinavischenFjordlandschaften im Mondschein odertief verschneite Winterwälder mit Rotwild. Diese Werke erzieleninternational regelmäßigSpitzenpreise auf großen Auktionen.Doch dieses Werk ist anders. Es bricht alle Konventionen seines bisherbekanntenSchaffens.
Ölgemälde Stillleben mit Gemüsekorb und Krug, signiert, Biedermeier
Dieses Biedermeier-Stillleben zeigt die traditionsreiche Gattung des Küchenstilllebens in solider handwerklicher Ausführung. Ein geflochtener Korb mit Gemüse steht im Vordergrund: rote Radieschen, eine Gurke, Zwiebeln und eine Karotte liegen locker darin und davor. Dahinter erhebt sich ein dunkelblauer Steinkrug mit Reliefdekor und Henkel, umgeben von frischen Blättern und Efeuranken. Der Hintergrund ist in warmem, gelblichem Ocker gehalten.Öl auf Leinwand, signiert unten rechts. Bildmaß 51 cm × 46 cm ohne Rahmen. Die Malqualität und der Bildaufbau entsprechen dem deutschen Biedermeier-Stillleben des 19. Jahrhunderts.
Ölgemälde Umkreis Friedrich Dürck (1809–1884): Mädchenporträt mit Strohhut, zugeschrieben, Biedermeier, 1845–1855
Anonymer Biedermeier-Porträtist, zugeschrieben dem Umkreis von Friedrich Dürck (1809 München – 1884 München). „Mädchen im rosa Kleid mit Strohhut“, Öl auf Leinwand, um 1845 bis 1855, 60 × 85 cm. Friedrich Dürck war Schüler und Neffe Joseph Stielers und gehörte zur ersten Riege der Münchner Porträtmalerei des reifen Biedermeier. Seine Bildnisse hängen heute in internationalen Sammlungen und auf dem Auktionsmarkt erzielen sie regelmäßig sechsstellige Ergebnisse.Das Gemälde zeigt ein Mädchen im Alter von etwa acht Jahren, ganzfigurig vor einem dunkel changierenden Landschaftsgrund mit angedeutetem Laubwerk. Es trägt ein altrosa Kleid mit Puffärmeln, schwarzen Borten und breiter Schärpe, dazu weiße Wadenstrümpfe und schwarze Schnürschuhe. Ein schmales schwarzes Halsband mit goldenem Kreuz und kleine goldene Ohrringe verweisen auf bürgerliche Herkunft. In der linken Hand hält die Dargestellte einen Strohhut mit schwarzem Seidenband und einem kleinen Blumenarrangement.Die akademische Sicherheit in der Modellierung des Inkarnats, der präzise gemalte Stoff und die zurückgenommene, fast melancholische Mimik sprechen für einen geschulten Maler aus dem Münchner Umfeld. Die Porträtauffassung folgt der Tradition Stielers und Dürcks und damit jener Schule, die in München bis weit in die zweite Jahrhunderthälfte stilbildend wirkte. Der Verkauf erfolgt nach § 25a UStG (Differenzbesteuerung).
Ölgemälde von Ludwig Dettmann (1865–1944), datiert 1912-Schwere Landung (Fischer in der Brandung / Heimkehr der Fischer)-
Ölgemälde von Ludwig Dettmann (1865–1944), datiert 19121. STAMMDATEN DES KUNSTWERKSMerkmalBeschreibungKünstlerLudwig Dettmann (Adelbye bei Flensburg 1865 – 1944 Berlin)Titel (Zuschreibung)Schwere Landung (Fischer in der Brandung / Heimkehr der Fischer)Datierung1912 (rechts unten eigenhändig signiert und datiert „L. Dettmann 1912“)Medium / TechnikÖl auf LeinwandMaße80 cm x 60 cm (Querformat)SujetMaritime Genremalerei, norddeutsche Küstenfischerei12. BILDBESCHREIBUNG & IKONOGRAPHIEDas vorliegende Gemälde zeigt eine dramatische, dynamische Szene aus dem harten Alltag der norddeutschen Küstenfischer. Im Zentrum der Komposition befindet sich ein hölzernes Fischerboot (ein typischer Eichenkahn oder Zeesenboot-Beiboot), das sich in unmittelbarer Ufernähe durch eine aufgewühlte, schäumende Brandung kämpft. Drei Männer – wettergegerbte Fischer in traditioneller, dunkler Arbeitskleidung (Friesennerze bzw. schwere Tuchjacken und typische Südwester- oder Schiffermützen) – versuchen gemeinschaftlich, das Boot sicher an den flachen Sandstrand zu manövrieren.Der im Vordergrund sitzende Fischer blickt direkt aus dem Bild heraus zum Betrachter. Er stemmt sich mit ganzer Kraft gegen das lange Riemenruder, um das Boot gegen die anbrandenden Wellen zu stabilisieren. Links im Boot stabilisiert ein älterer, weißbärtiger Fischer im Profil den Kahn, während im Hintergrund ein dritter Mann dabei ist, sich zum Bug zu bewegen oder bereits Kontakt zum Ufer zu suchen. Die Gischt spritzt hell am Rumpf empor. Im Hintergrund erstreckt sich ein karger Sandstrand, auf dem im rechten oberen Quadranten die Umrisse weiterer, bereits trocken gelegter Boote sowie die Silhouette einer typischen Küstenkate unter einem von Abend- oder Morgenröte dramatisch gefärbten Wolkenhimmel zu erkennen sind.3. AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DES MALDUKTUSDer Malstil des Werkes ist exemplarisch für Dettmanns Reifephase und dokumentiert seine meisterhafte Synthese aus deutschem Impressionismus und kraftvollem, fast expressionistischem Realismus:• Dynamik und Pinselstrich: Der Duktus ist von einer enormen Emotionalität und Entschlossenheit geprägt. Dettmann arbeitet mit einem breiten, pastosen Farbauftrag (Impasto), insbesondere bei der Darstellung des aufgewühlten Meeres. Die Wellenkämme und die Gischt sind mit schnellen, heftigen, fast reliefartigen Pinselstrichen auf die Leinwand geworfen, was die physische Gewalt des Wassers visuell spürbar macht.• Modellierung der Figuren: Im Gegensatz zum reinen französischen Impressionismus, der Formen oft im Licht auflöst, bewahrt Dettmann hier eine robuste Plastizität. Die Körperlichkeit der Fischer und die Struktur des Holzbootes werden durch kräftige, richtungsweisende Blockstriche modelliert. Dies verleiht den Figuren eine statuarische, heroische Schwere, die perfekt zur Thematik des existentiellen Kampfes mit den Elementen passt.• Kolorit und Lichtführung: Die Farbpalette ist typisch norddeutsch-maritim: Sie wird dominiert von tiefen Erdtönen, Umbra, Ocker und gedecktem Blau-Grau im Bereich des Bootes und der Kleidung. Einen genialen Kontrast bildet das schäumende Weiß-Grün der Wellen, das das fahle Tageslicht reflektiert. Das eigentliche emotionale Highlight ist die Lichtregie am Himmel: Die rötlich-violetten Schleierwolken des Horizonts brechen die kühle Tonalität des Meeres auf und spiegeln sich subtil in den nassen Flächen der Gischt im Vordergrund wider.Fazit zum Duktus: Der Pinselstrich selbst spiegelt die Dynamik des Motivs wider. Die Unruhe des Wassers wird durch die nervöse, dicke Pinselführung im Vordergrund formal imitiert, während die Figuren als handfeste Konstanten im Farbraum verankert sind.24. AUSFÜHRLICHE VITA DES KÜNSTLERSLudwig Dettmann (* 25. Juli 1865 in Adelbye bei Flensburg; † 19. November 1944 in Berlin) zählt zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Impressionismus und war eine zentrale Figur im wilhelminischen und Weimarer Kunstbetrieb.Dettmann begann seine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Hamburg und wechselte anschließend an die Königliche Akademie der Künste nach Berlin, wo er unter anderem bei Eugen Bracht und Franz Skarbina studierte. Schon früh wandte er sich von der starren, akademischen Historienmalerei ab und suchte die Nähe zur Freilichtmalerei (En plein air).Im Jahr 1898 gehörte er gemeinsam mit Ikonen wie Max Liebermann, Walter Leistikow und Curt Herrmann zu den visionären Gründungsmitgliedern der Berliner Secession. Diese Künstlervereinigung begehrte erfolgreich gegen den konservativ-akademischen Kunstgeschmack auf und etablierte den Impressionismus in Deutschland.Zwischen 1901 und 1916 wirkte Dettmann als hoch angesehener Direktor der Kunstakademie Königsberg. Unter seiner Leitung erlebte die Akademie eine Blütezeit; er öffnete sie für moderne Strömungen und förderte außergewöhnliche Talente (wie beispielsweise den Marinemaler Poppe Folkerts). Das vorliegende Gemälde aus dem Jahr 1912 fällt exakt in diese produktive und erfolgreiche Königsberger Epoche, in der er sich intensiv mit den Landschaften und den Menschen der Ost- und Nordseeküste auseinandersetzte.Während des Ersten Weltkriegs war Dettmann als offizieller Kriegsmaler tätig. In den 1920er und 1930er Jahren zog er sich zunehmend ins Private zurück, blieb jedoch technisch brillant. Sein kunsthistorisches Vermächtnis als Wegbereiter der deutschen Moderne und genialer Chronist des maritimen Lebens unbestritten. Seine Werke hängen heute in bedeutenden Museen, darunter der Hamburger Kunsthalle und der Nationalgalerie Berlin.Weitere Informationen zu diesem Gemälde
Pedro Flores García (Murcia, 5. Februar 1897 – Paris, 8. Oktober 1967) „Invernadero“ (Spanisch für „Gewächshaus“ / „Treibhaus“)
Pedro Flores García (Murcia, 5. Februar 1897 – Paris, 8. Oktober 1967)„Invernadero“ (Spanisch für „Gewächshaus“ / „Treibhaus“)Mischtechnik (Öl, Gouache, Bister, Tusche und Sgraffito-Ritztechnik)auf kräftigemPapier/Karton70 cm × 50 cm (Höhe × Breite)Frühe Schaffensphase / Erste Pariser Epoche (ca. Ende 1920er /1930er Jahre)Handsigniert unten rechts vom KünstlerSehr gute Erhaltung; hervorragende Farbleuchtkraft, intakteOberflächenstruktur und Ritzzeichnung.Pedro Flores ist für die moderne spanische Malerei das, was FedericoGarcía Lorca für die moderne spanischePoesie ist.“— Jean Cassou, ehemaliger Direktor des Musée National d'Art Moderne, ParisPEDRO FLORES (1897–1967)Pedro Víctor Flores García gebührt ein fester Platz in derKunstgeschichte des 20. Jahrhunderts als einer derherausragenden Vertreter der sogenannten Escuela Española de París(Spanische Schule von Paris).Ausführliche Dokumentation über dieses Werk
Pedro Flores(Murcia1897-1967Paris)-Doppelbild-Mischtechnik
Pedro Flores (Murcia 1897 – 1967 Paris) Titel / Motiv (Recto) Herbstliche/Winterliche Hof- und Häuserlandschaft hinter BäumenTitel / Motiv (Verso) Liegende Geliebte (Expressive Figuration / Aktstudie)Technik & Medium Mischtechnik (Gouache, Farbkreide, Kohle) auf PapierBildmaße / Format 81 × 58 cm (Großformat)Signatur Handsigniert unten rechts auf der Vorderseite: P. FloresDatierung / Epoche Frühe Schaffensphase (ca. 1920er–1930er Jahre)Erhaltungszustand Völlig original, bestmöglich erhalten; mit originalem PassepartoutBesonderheit: Doppelseitigkeit (Recto / Verso)Doppelseitig bearbeitete Blätter sind in der Kunstgeschichte der Moderne (insbesondere bei Künstlern der École de Paris) ein begehrtes Dokument des schöpferischen Prozesses. Sie vereinen oft zwei vollkommen unterschiedliche Genres des Künstlers – hier die melancholische Landschaft und den intimen, expressiven Akt.Pedro Flores wurde am 8. Februar 1897 in Murcia (Spanien) geboren. Bereits in jungen Jahren absolvierte er seine künstlerische Grundausbildung an der Escuela de Artes y Oficios de Murcia. In diesem Frühstadium war seine Arbeit stark vom spanischen Realismus und Impressionismus geprägt, zeigte jedoch früh den Hang zu kühnen, grafischen Linien.Ausführliche Dokumentation zu diesem Werk
Peter Pulm (1882 – 1960)-(„P. Pulm Ddf.“)-Crevetten/Krabbenwagen an der Nordsee-Ölgemälde
Peter Pulm (1882–1960) war nicht einfach nur ein Maler. Er war ein Meister darin, die Seele der nordischen Küste einzufangen. Geboren und zeitlebens ansässig in Düsseldorf, genoss er eine erstklassige Ausbildung an der renommierten Kunstakademie Düsseldorf.Er lernte von den Besten der Besten:Eugen Dücker: Dem prägendsten Lehrer für Freilichtmalerei und marine Landschaften.Franz Kiederich: Einem Meister der Figuren- und Genremalerei.Schließen Sie für einen kurzen Moment die Augen...... und spüren Sie den salzigen Wind der Nordsee im Gesicht. Hören Sie das sanfte Rauschen der Wellen, die an den unendlich weiten Sandstrand schlagen?Genau das ist das Gefühl, das Sie überkommt, wenn Sie dieses Meisterwerk betrachten.Die großen, rotbraun gestrichenen Holzspeichenräder. Ein warmer, brillanter Farbakzent, der sich perfekt von den ansonsten elegant gedeckten Tönen der Komposition abhebt.Das Spiel mit Licht und AtmosphäreWarum dieses Werk eine seltene Gelegenheit istDieses Gemälde ist ein Paradebeispiel für Pulms absolutes Können. Die Komposition ist genial gewählt: Ein tief angesetzter Horizont gibt dem dramatischen Wolkenhimmel den Raum, den er verdient.Ein Kunstwerk, das man nicht nur besitzt, sondern das man jeden Tag aufs Neue fühlt.
Porträt eines hochrangigen Geistlichen (Kardinal oder Papst in inoffiziellem Ornat)-Römische Schule (Scuola Romana — fine XVIII - inizio XIX sec.)
Porträt eines hochrangigen Geistlichen (Kardinal oder Papst in inoffiziellem Ornat)18. Jahrhundert (Spätbarock bis Klassizismus / Ende 18.JahrhundertRömische Schule (Scuola Romana — fine XVIII - inizio XIX sec.)Das Gemälde im Hochformat zeigt das Brustbildnis eines reiferen, männlichen Geistlichen vor einem monochromen, stark abgedunkelten Hintergrund. Das Modell ist im Dreiviertelprofil nach rechts gewendet, wendet den Blick jedoch direkt und fixierend dem Betrachter zu.Der Dargestellte trägt die offizielle liturgische bzw. hierarchische Kleidung eines hohen Prälaten der katholischen Kirche. Das Haupt wird von einem eng anliegenden Camauro (einer traditionellen samtenen oder wollenen Papst- und Kardinalskappe) in tiefem Karmesinrot bedeckt, unter dem dunkles, dicht gelocktes Naturhaar hervortritt. Am Hals schließt ein steifer, weißer Kragen (Halskrause bzw. Collaro) ab, der fein plissiert ist und sich kontrastreich vom Gewand abhebt. Der Oberkörper ist in eine schwere, schimmernde Mozzetta (schulterbedeckender Ellbogenmantel) gehüllt, die ebenfalls in einem kräftigen Karmesin- bis Scharlachrot gehalten ist. Die Knopfleiste auf der Vorderseite zeigt eine dichte Reihe kleiner, stoffüberzogener Zierknöpfe, gesäumt von einer hellen, pelz- oder seidenartigen Borte entlang der Verschlusskante.Das Werk wird kunsthistorisch der Scuola Romana (Römischen Schule) an der Wende vom späten 18. Jahrhundert zum beginnenden 19. Jahrhundert (fine XVIII - inizio XIX secolo) zugeordnet. Stilistisch steht es in der langen Tradition der römischen Staatsporträtierung, die maßgeblich durch Meister wie Diego Velázquez (Porträt Innozenz' X.) und später Carlo Maratta geprägt wurde, bewegt sich hier jedoch in einer klassizistisch beruhigten Ausprägung.• Licht- und Farbgebung: Die Farbpalette wird absolut dominierend von den komplementären Kontrasten zwischen dem tiefen Rot des Gewands, dem reinen Weiß des Kragens und den warmen Inkarnatstönen (Hautfarben) des Gesichts beherrscht. Der Hintergrund entzieht sich durch seine diffuse Dunkelheit jeglicher räumlichen Verortung (Chiaroscuro-Tradition), was die Plastizität und Präsenz des Dargestellten dramatisch steigert. Das Licht fällt von links oben ein und modelliert präzise die Gesichtszüge sowie den charakteristischen Faltenwurf des Samtes.• Duktus und Malweise: Der Farbauftrag ist meisterhaft kontrolliert und weitgehend akademisch geschlossen. Besonders in den Texturen der Mozzetta zeigt sich ein feines Gespür für Stofflichkeit: Durch gezielte Aufhellungen und weiche Verläufe wird der typisch matte Glanz von Samt oder schwerer Seide imitiert. Das Gesicht ist mit feinsten Pinselstrichen individualisiert, ohne die Oberfläche zu stark zu glätten, wodurch eine bemerkenswerte psychologische Tiefe entsteht.Die Kleidung (Camauro und Mozzetta ohne Kapuze) deutet im strengen Zeremoniell der römischen Kurie primär auf die Würde eines Papstes hin, wurde jedoch in bestimmten historischen Kontexten oder informellen Porträtsituationen auch von Kardinälen getragen. Die Physiognomie des Dargestellten — geprägt von einer markanten, langen Nase, vollen Lippen, einem leicht ausgeprägten Doppelkinn und wachen, dunklen Augen — erinnert stark an prominente Figuren des römischen Klerus dieser Epoche.Historischer Kontext: Die Epoche um 1800 war in Rom von extremen politischen Umbrüchen geprägt (Napoleonische Besatzung, Römische Republik, Konklave in Venedig). Porträts dieser Zeit dienten oft der Selbstvergewisserung klerikaler Macht und Legitimität. Die strenge, fast asketische und doch prachtvolle Darstellung spiegelt den Zeitgeist des kirchenpolitischen Widerstands und des beginnenden Klassizismus widerDas Gemälde befindet sich, soweit optisch durch die Fotografie beurteilbar, in einem altersgemäß guten Zustand. Die Leinwand scheint stabil; auf der Oberfläche ist ein feines, altersbedingtes Craquelé sichtbar, welches die Authentizität des Werkes unterstreicht. Der Firnis ist leicht nachgedunkelt, was den Farben eine warme, historische Tiefe verleiht. Der prunkvolle, blattvergoldete Rahmen der Epoche weist minimale Altersspuren auf und ergänzt das Exponat repräsentativ.Bei dem vorliegenden Gemälde handelt es sich um ein qualitätvolles Zeugnis der römischen Porträtmalerei an der Schwelle zum 19. Jahrhundert. Es besticht durch seine psychologische Eindringlichkeit und die virtuose Handhabung der roten Farbskala. Für den Kunstmarkt sowie für sammlerische Kontexte stellt dieses Werk der Scuola Romana ein historisch und ästhetisch hochinteressantes Objekt dar, dessen detaillierte Provenienz und genaue Identität des Dargestellten in weiteren Archivalienforschungen (ggf. im Vatikanischen Archiv) zu verifizieren wäre.