Norddeutsche Maler des 19. und 20. Jahrhunderts
Zwischen Worpswede und der Ostsee ist eine eigene Bildwelt entstanden. Norddeutsche Maler des 19. und 20. Jahrhunderts, Landschaften und Höfe der Region, signiert und dokumentiert, erhalten Sie bei uns zum Erwerb. In Gelting, wenige Minuten von Kappeln.
Norddeutsche Maler
"AB"1982-Nordische Hügellandschaft -ÖLgemälde
bjekt: Nordische Hügellandschaft (Dänemark) Datierung: 1982 Signatur: Monogrammiert „AB ’82“ (geritzt) Material: Öl auf Hartfaserplatte (Masonit / Hardboard)-60cmx76cm I. (Malweise & Technik) Der Malduktus des Werkes zeugt von einer expressiven, texturreichen Ausführung, die charakteristisch für die skandinavische Landschaftsmoderne des späten 20. Jahrhunderts ist. Farbauftrag und Textur (Imposto-Malerei): Der Künstler wählte einen hochentwickelten, pastosen (dickschichtigen) Farbauftrag. Die Farbe wurde nicht flüssig lasiert, sondern in dichten, zähen Schichten aufgetragen. Sichtbare Arbeitsspuren deuten auf den kombinierten Einsatz von groben Borstenpinseln und einem Malermesser (Spachtel) hin. Dies erzeugt ein physisches Relief auf der Bildoberfläche, welches das Licht bricht und dem Gemälde eine plastische Lebendigkeit verleiht. Form- und Linienführung: Das Bild bricht mit der feinen, fotorealistischen Detailmalerei der klassischen Epochen. Die Hügelketten, Rapsfelder und Ackerfurchen sind in organische, aber spürbar geometrisierte Farbflächen zerlegt. Der Duktus ist entschlossen und flächig; er rhythmisiert die dänische Landschaft und betont die Topografie durch Licht- und Schattenkanten innerhalb der Farbschollen. Die Ritzsignatur (Sgraffito-Technik): Ein entscheidendes Merkmal des Duktus ist die Signierung. Das Monogramm „AB“ und die Jahreszahl „’82“ wurden mit einem spitzen Gegenstand (evtl. dem Pinselstiel oder einem Modellierholz) direkt in die nasse, noch formbare Ölfarbe geritzt. Diese Technik unterstreicht den spontanen, prozesshaften Charakter der Entstehung direkt vor dem Motiv oder unmittelbar nach Vollendung im Atelier. II. Ölgemälde auf Hartfaser Die Wahl des Bildträgers ist ein wichtiges Indiz für die Entstehungszeit und den pragmatischen Ansatz des Künstlers. Der Bildträger (Hartfaser / Masonite): Ab den 1950er bis in die 1980er Jahre war Hartfaser ein extrem populäres Trägermaterial in der skandinavischen Kunstszene. Im Gegensatz zur flexiblen Leinwand bietet die starre Platte einen unnachgiebigen Widerstand. Dieser Widerstand ist zwingend notwendig, um die schweren, pastosen Ölschichten mit dem Spachtel aufzudrücken, ohne dass die Farbe später durch Schwingungen der Leinwand reißt (Craquelé-Bildung). Konservatorischer Zustand: Öl auf Hartfaser gilt bei sachgemäßer Grundierung als hochgradig stabil. Die Platte verzieht sich kaum und ist resistent gegen klimatische Schwankungen, was sie ideal für die Freiluftmalerei (Pleinairmalerei) in den windigen Küstenregionen Dänemarks machte. III. Der unidentifizierte dänische Meister („uidentificeret kunstner“) In skandinavischen Auktionshäusern (wie Bruun Rasmussen oder Lauritz) werden Künstler dieses Formats unter dem festen kunsthistorischen Begriff „uidentificeret kunstner“ geführt. Dies mindert nicht die handwerkliche Qualität, sondern beschreibt eine spezifische Biografie im dänischen Kunstsystem der 1980er Jahre. 1. Ausbildung und Umfeld Der Maler „AB“ genoss mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine akademische oder solide private Ausbildung an einer der dänischen Kunstschulen (z. B. Det Kongelige Danske Kunstakademi oder regionalen freien Akademien auf Fünen und Jütland). Der sichere Umgang mit der Farbtheorie – der komplementäre Kontrast zwischen dem leuchtenden Rapsgelb und den kühlen, nordischen Graublautoast-Tönen des Himmels – zeigt ein tiefes Verständnis der klassischen Moderne. 2. Stilistische Wurzeln und Einflüsse Die Vita des Künstlers ist untrennbar mit den großen dänischen Künstlerkolonien verbunden: Die Odsherred-Maler: Stilistisch orientiert sich „AB“ an den Malern der dänischen Region Odsherred (Nordwest-Seeland). Diese Künstler waren fasziniert von dem besonderen Licht und den eiszeitlichen Hügelketten. Der skandinavische Post-Impressionismus: Während die europäische Avantgarde 1982 bereits stark von Konzeptkunst und digitaler Kunst geprägt war, blieb in Dänemark eine kraftvolle Strömung aktiv, die sich der rohen, unverfälschten Natur widmete. „AB“ übersetzte die Tradition von Meistern wie Fritz Syberg oder Johannes Larsen in die gröbere, modernere Formsprache der 1980er Jahre. 3. Das dänische Kunstverein-System (Kunstforeninger) Im Jahr 1982 florierte in Dänemark das System der lokalen Kunstvereine. Große Institutionen, aber auch kommunale Betriebe, Schulen und Sparkassen unterhielten eigene Kunstvereine. Künstler wie „AB“ lebten und arbeiteten oft abseits der Metropole Kopenhagen in Jütland, Seeland oder auf Fünen. Sie verkauften ihre Werke direkt über diese lokalen Jahresausstellungen. Da sie in ihrer Region und ihrem Kunstverein im Jahr 1982 namentlich jedem Käufer bekannt waren, verzichteten sie auf eine ausformulierte Signatur und nutzten das intime, reduzierte Monogramm AB, um die Ästhetik des Landschaftsbildes nicht durch einen langen Schriftzug zu stören. IV. Zusammenfassendes Fazit Das Gemälde „AB ’82“ ist ein exzellentes, handwerklich makelloses Zeugnis dänischer Landschaftskunst aus dem Jahr 1982. Es fängt die Essenz des dänischen Sommers – das Wechselspiel aus fruchtbaren Agrarflächen (rapsmarker), traditioneller Architektur (bondegård) und dem schweren nordischen Himmel – in einer kraftvollen, haptischen Bildsprache ein. Es repräsentiert die ungebrochene Liebe der dänischen Moderne zur eigenen Natur und Topografie.
A. Philippsen: Ölgemälde Hinrichsen Hof, Großsolt (Angeliter Höfemaler), signiert datiert 1913
Dieses Ölgemälde zeigt den Hinrichsen Hof in Großsolt (Angeln, Schleswig-Holstein) mit dem dokumentarischen Blick eines Angeliter Höfemalers. Eine gepflasterte Dorfstraße führt zwischen alten Bäumen mit herbstlich-gelbem Laub hindurch auf einen rosa-roten Backsteinbau mit weißen Fensterrahmen zu; links ein niedriges, reetgedecktes Gebäude, rechts eine Steinmauer mit weißen Gittertoren. Die Stimmung ist herbstlich-sonnig, ruhig und ländlich.Unten rechts signiert "A. Philippsen" und datiert 1913. Vergleichswerke von Philippsen befinden sich im Museum Unewatt, das sich der Dokumentation der Angeliter Hofkultur widmet. Öl auf Leinwand, Bildmaß 96 cm × 61 cm ohne Rahmen.
Albert Johannsen: Ölgemälde Halligkante, signiert, Erste Hälfte 20. Jahrhundert
Albert Johannsen (1890–1975) war ein norddeutscher Landschaftsmaler, der sich auf die Küstenlandschaften Schleswig-Holsteins und der nordfriesischen Inselwelt spezialisierte. Er arbeitete häufig en plein air und war ab den 1930er-Jahren im norddeutschen Kunsthandel präsent. Viele seiner Werke befinden sich heute in privaten Sammlungen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen.Das Gemälde zeigt eine weit auslaufende Küstenzone mit felsigem Vordergrund, sanfter Brandung und einem weiten, bewölkten Himmel. Die moosbedeckten Steine und das flache Wasser sind mit pastosem Pinsel in gedämpften Erdtönen gesetzt. Der Farbauftrag ist breit und schichtweise; die Felsen entstehen durch kurze, kraftvolle Striche, der Himmel durch weiche Übergänge. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, unten rechts signiert, und misst 70 × 55 cm ohne Rahmen.
Albert Petersen: Ölgemälde Pferde auf der Sommerweide, erste Hälfte 20. Jahrhundert
Albert Petersen (1875–1950) gehört zu den norddeutsch-dänischen Landschafts- und Tiermalern, deren Werk im Grenzraum zwischen Schleswig-Holstein und Jütland zwischen Naturalismus und beginnender Moderne vermittelt. Die Pferde- und Weidemotive bilden einen Schwerpunkt seines reifen Schaffens und stehen in der Tradition der dänischen Schule des späten 19. Jahrhunderts mit ihrer besonderen Aufmerksamkeit für Licht, Atmosphäre und ländliche Geographie.„Pferde auf der Sommerweide“, Öl auf Leinwand. Auf der weiten, sanft ansteigenden Wiese stehen im Vordergrund zwei braune Pferde dicht beieinander, dahinter ein dunkles und ein helleres Tier, am rechten Bildrand grast ein weiteres. Die Weide wird von einem schlichten Lattenzaun durchzogen, hinter dem sich der Blick auf eine Förde mit verstreuten Höfen, abgeernteten Feldern und einer flachen Hügelkette öffnet. Der hochstehende Wolkenhimmel taucht die Szene in das klare, kühle Sommerlicht der Ostseeküste.Die maltechnische Sicherheit in der Wiedergabe der Pferdeanatomie, das ruhige Kolorit und die typische Weite des Horizonts verweisen auf Petersens reife Schaffensphase. Der Verkauf erfolgt nach § 25a UStG (Differenzbesteuerung). Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Barbara Bülow-Rosin: Ölgemälde Rot, signiert, zeitgenössisch
Barbara Bülow-Rosin, geboren in Bremen, wuchs mit dem Malen auf. Seit 2000 ist sie Meisterschülerin der Kunstschule Helle Adler. Ihre Reisen nach Griechenland, Sylt und Südafrika prägen das Kolorit ihres Werks: Gelb, Orange und Rot in allen Variationen. Das Gemälde „Rot" in Öl auf Leinwand zeigt eine vollständig abstrakte Komposition aus tiefen Rottönen und schwarzen Akzenten, die von einem diagonalen Riss durchzogen wird. Goldene Einschlüsse und warmbraune Partien verleihen der Oberfläche strukturelle Tiefe.Die Malerei bewegt sich zwischen geführtem Pinselstrich und freiem Farbauftrag, der in der Wirkung an Lava oder zerklüftetes Gestein erinnert. Das Bildmaß beträgt 60 × 57 cm.Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Bekker ,Gerrit M.-GERRIT M.BEKKER(1943-2025)-DIE ANSICHT VON E-twas-
KünstlerGerrit M. Bekker(1943-2025)TitelDie Ansicht vo E-twasEntstehungRostock-Periode, ca. 1989–1993TechnikÖl auf HolzMaße120 × 98 cmSignaturRückseitig bezeichnet „Bekker“ mit TitelDas großformatige Gemälde „Die Ansicht vo E-twas“ des deutschen Malers Gerrit M. Bekker entstand während der sogenannten Rostock Zeit des Künstlers zwischen etwa 1989 und 1993. Bekker, geboren 1943 in Hamburg, entwickelte in dieser Phase eine besonders freie und experimentelle Malweise, die zwischen expressiver Landschaftsinterpretation und konzeptueller Bildstruktur angesiedelt ist.Das Werk ist in Öl auf Holz ausgeführt und misst etwa 120 × 98 cm. Die Wahl einer Holzplatte als Bildträger war bei vielen Künstlern der späten 1970er bis frühen 1990er Jahre verbreitet, da sie eine stabile Oberfläche für gestische und teilweise pastose Malerei bietet. Gleichzeitig erlaubt der feste Untergrund eine klare Strukturierung des Bildraums.Die Komposition des Gemäldes ist außergewöhnlich aufgebaut. Links erscheint ein größeres Bildfeld mit einer angedeuteten Architektur- oder Landschaftsszene, die in expressiven Pinselbewegungen dargestellt ist. Rechts und darunter gliedert sich das Werk in zahlreiche kleinere Bildfelder, die jeweils fragmentarische Landschaftseindrücke zeigen. Diese seriellen Ausschnitte wirken wie Momentaufnahmen einer Umgebung – vergleichbar mit filmischen Einstellungen oder schnellen Skizzen eines Blicks über eine Landschaft.Die Rasterstruktur erzeugt eine spannende Beziehung zwischen dem zentralen Motiv und den vielen kleineren Fragmenten. Dadurch entsteht der Eindruck einer zeitlichen Abfolge von Beobachtungen oder eines visuellen Tagebuchs der Landschaft. Der Titel „Die Ansicht vo E■twas“verweist auf eine bewusst poetische und leicht ironische Haltung des Künstlers. Bekker arbeitete häufig mit sprachlichen Andeutungen, die zwischen konkreter Beschreibung und philosophischer Offenheit stehen.Farblich dominieren kühle Blau und Grautöne, die von erdigen Rot und Braunnuancen durchbrochen werden. Die Malerei ist gestisch und dynamisch, teilweise skizzenhaft, wodurch Bewegung und Atmosphäre wichtiger erscheinen als eine realistische Darstellung. Viele Bildfelder wirken wie schnelle Impressionen von Himmel, Gelände oder architektonischen Strukturen.Das Werk ist typisch für die experimentellen Landschaftsarbeiten der späten 1980er und frühen 1990er Jahre, in denen Künstler versuchten, traditionelle Landschaftsdarstellungen mit seriellen oder konzeptuellen Bildstrukturen zu verbinden. Bekker gelingt dabei eine Verbindung von spontaner malerischer Energie und klarer kompositorischer Ordnung.Innerhalb seines Gesamtwerks stellt dieses Gemälde ein interessantes Beispiel für seine Beschäftigung mit Wahrnehmung, Erinnerung und Landschaft dar. Die Kombination aus großem Hauptmotiv und vielen kleineren Sequenzen macht das Bild zu einer Art visueller Erzählung über Raum, Blick und Zeit.Wissenwertes über Gerrit BeekerWeitere Werke des Künstlers in unserem AngebotWeitere Werke des Künstlers in unserem AngebotPreis auf Anfrage.
Bekker Gerrit M.-Gerrit M. Bekker –neunzehnsiebenungzwanzig- (1943–2025)
Gerrit M. Bekker –neunzehnsiebenundzwanzig- (1943–2025)Ölgemälde auf HolzDas Gemälde „neunzehnsiebenundzwnzig“ des deutschen Malers Gerrit M. Bekker entstand während der sogenannten Rostock-Zeit des Künstlers zwischen etwa 1989 und 1993. Bekker, geboren 1943 in Hamburg, entwickelte in dieser Phase eine besonders freie und experimentelle Malweise, die zwischen expressiver Landschaftsinterpretation und konzeptueller Bildstruktur angesiedelt ist.Das Werk ist in Öl auf Holz ausgeführt . Die Wahl einer Holzplatte als Bildträger war bei vielen Künstlern der späten 1970er bis frühen 1990er Jahre verbreitet, da sie eine stabile Oberfläche für gestische und teilweise pastose Malerei bietet. Gleichzeitig erlaubt der feste Untergrund eine klare Strukturierung des Bildraums.Die Komposition des Gemäldes ist außergewöhnlich aufgebaut. Links erscheint ein größeres Bildfeld mit einer angedeuteten Architektur- oder Landschaftsszene, die in expressiven Pinselbewegungen dargestellt ist. Rechts und darunter gliedert sich das Werk in zahlreiche kleinere Bildfelder, die jeweils fragmentarische Landschaftseindrücke zeigen. Diese seriellen Ausschnitte wirken wie Momentaufnahmen einer Umgebung – vergleichbar mit filmischen Einstellungen oder schnellen Skizzen eines Blicks über eine Landschaft.Die Rasterstruktur erzeugt eine spannende Beziehung zwischen dem zentralen Motiv und den vielen kleineren Fragmenten. Dadurch entsteht der Eindruck einer zeitlichen Abfolge von Beobachtungen oder eines visuellen Tagebuchs der Landschaft. Der Titel „Die Ansicht vo E■twas“verweist auf eine bewusst poetische und leicht ironische Haltung des Künstlers. Bekker arbeitete häufig mit sprachlichen Andeutungen, die zwischen konkreter Beschreibung und philosophischer Offenheit stehen.Farblich dominieren kühle Blau und Grautöne, die von erdigen Rot und Braunnuancen durchbrochen werden. Die Malerei ist gestisch und dynamisch, teilweise skizzenhaft, wodurch Bewegung und Atmosphäre wichtiger erscheinen als eine realistische Darstellung. Viele Bildfelder wirken wie schnelle Impressionen von Himmel, Gelände oder architektonischen Strukturen.Das Werk ist typisch für die experimentellen Landschaftsarbeiten der späten 1980er und frühen 1990er Jahre, in denen Künstler versuchten, traditionelle Landschaftsdarstellungen mit seriellen oder konzeptuellen Bildstrukturen zu verbinden. Bekker gelingt dabei eine Verbindung von spontaner malerischer Energie und klarer kompositorischer Ordnung.Innerhalb seines Gesamtwerks stellt dieses Gemälde ein interessantes Beispiel für seine Beschäftigung mit Wahrnehmung, Erinnerung und Landschaft dar. Die Kombination aus großem Hauptmotiv und vielen kleineren Sequenzen macht das Bild zu einer Art visueller Erzählung über Raum, Blick und Zeit.Preis auf Anfrage.Wissenswertes über Gerrit M.BekkerWeitere Werke von Gerrit M.Beekker in unserem AngebotWeitere Werke des Künstlers in unserem Angebot
Berthold Grandisch(19808-1983) Sturmflut, 1962 -HAUPTWERK-
Berthold GrandischSturmflut, 1962HAUPTWERKÖl auf Holz / Hartfaserplatte 109 × 84 cm Signiert und datiert 1962Berthold GrandischSturmflut, 1962HAUPTWERKPreis: 4.000 €Öl auf Holz / Hartfaserplatte 109 × 84 cm Signiert und datiert 1962Berthold Grandisch (1908–1983) zählt zu den norddeutschen Landschafts- und Marinemalern des 20. Jahrhunderts. Sein künstlerisches Umfeld lag in Schleswig-Holstein, insbesondere im Raum Flensburg. Grandisch widmete sich vor allem Motiven der norddeutschen Küstenlandschaft – Deiche, Brandung, Fischerboote und dramatische Wetterlagen über der See. Seine Arbeiten verbinden landschaftliche Beobachtung mit einer expressiven Interpretation maritimer Naturstimmungen.Malweise und DuktusDie Malweise ist durch einen energischen und bewegten Pinselduktus geprägt. Besonders im Himmel und in der Brandungsdarstellung treten breite, dynamische Pinselzüge hervor, die der Szene eine starke Bewegung verleihen. Die diagonale Führung der Wolkenformationen steigert die dramatische Spannung der Komposition, während Lichtöffnungen im Wolkenhimmel eine eindrucksvolle räumliche Wirkung erzeugen.WerkbeschreibungDas 1962 entstandene Werk „Sturmflut“ zeigt eine dramatische Küstenszene mit über den Deich brechender Brandung und einem aufgewühlten Himmel. Die Darstellung verweist auf die Naturgewalten der norddeutschen Küste und verleiht der Komposition eine monumentale Wirkung. Durch Format, Motiv und expressive Ausführung kann das Gemälde innerhalb des bekannten Werkzusammenhangs des Künstlers als besonders repräsentative Arbeit gelten.
C. Schultz: Ölgemälde Reetscheune im Frühling, signiert, um 1900
C. Schultz malte diese Reetscheune im Frühling in Öl auf Pappe, um 1900. Das Bild zeigt eine norddeutsche Reetscheune, flankiert von einem weißblühenden Obstbaum im Vordergrund und einem großen Laubbaum links. Ein schmaler Weg führt am Gehöft vorbei, der Hintergrund öffnet sich in helles Himmelsblau. Die Farbigkeit ist frisch und hell, die Pinselführung locker und dem späten Impressionismus verpflichtet.Derartige Gehöftdarstellungen aus der Jahrhundertwende gehören zu einem festen Motivkanon norddeutscher Landschaftsmalerei. Reetgedeckte Scheunen und Höfe boten den Malern der Region eine Verbindung aus ländlicher Wirklichkeit und malerischer Atmosphäre. Das Gemälde ist unten rechts signiert und befindet sich in einem prächtigen Goldstuckrahmen.Maße mit Rahmen: 58 × 46 cm. Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Carl Tønder: Ölgemälde Kühe im Schlagwetter, signiert datiert 1919, Realismus
Carl Tønder (1884–1956) malte dieses Gemälde 1919 nach einem Sommergewitter. Drei Kühe stehen am schlammigen Ufer eines Tümpels im Vordergrund, die nassen Flanken reflektieren das aufbrechende Licht. Ein einzelner mächtiger Baum mit grauem Stamm steht in der Bildmitte; rechts öffnet sich der Blick zu einem Getreidefeld und Hofgebäuden unter ziehendem Sturmhimmel. Das warme Aufklaren rechts kontrastiert mit den dunklen Wolken links. Unten rechts signiert "C. Tønder" und datiert 1919.Tønder war ein in Sønderjylland tätiger Landschafts- und Tiermaler, dessen bevorzugte Sujets Marschlandschaften, Weiden und Tiere nach Wetterwechseln waren. Öl auf Leinwand, Bildmaß ca. 105 cm × 70 cm. Guter, hängefertiger Zustand mit festem Leinwandträger. Breiter schwarz gefasster Profilleistenrahmen mit vergoldeter Innenleiste.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Akt mit Katze, Blanche de Blanche, signiert datiert, Realismus, Paris 1967
Charlotte Schuberth (1914–2000), als "Murkel" signierend, verbrachte ab 1959 wiederholte Aufenthalte in Paris. Das Gemälde entstand 1967 an der Place Blanche und gehört zu ihren Pariser Aktdarstellungen, die den Kern ihres Schaffens bilden.Das hochformatige Gemälde "Place Blanche" zeigt eine Figur oder Figurengruppe in dynamischer Farbmalerei. Kräftige Rot-, Blau- und Weißtöne sind in breiten Pinselzügen übereinandergeschichtet. Der für Murkel typische Kreishintergrund strukturiert die Fläche. Die Komposition ist plastisch und voluminös, aus der Zeichnung entwickelt. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, 85 × 122 cm, signiert "Murkel Paris 1967".
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Anna, signiert datiert, Realismus, Paris 1967
Charlotte Schuberth (1914–2000), signiert als "Murkel", gehört zu den bedeutendsten Kieler Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Nach Paris-Aufenthalten ab 1959 wurden die menschliche Figur und die Energie der Großstadt zu ihrem zentralen Thema. Retrospektiven in der Pommern-Stiftung Kiel (1976, 1984) und im Künstlermuseum Heikendorf unterstreichen ihre Stellung im norddeutschen Kunstbetrieb.Das Gemälde "Anna" von 1967 zeigt eine einander zugewandte Zweifigurendarstellung in enger Umarmung. Ein Mann in dunklem Oberteil und eine Frau mit Perlenkette, beide in Weiß und Hellgrau herausgearbeitet, vor einem strukturierten Grau-Rot-Hintergrund mit dem charakteristischen Kreismusterornament. Der Pinselduktus ist plastisch und direkt, die Figuren modelliert aus breiten Farbflächen. Signiert "Murkel Paris 1967", Maße 85 × 122 cm.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Blumenstillleben, bezeichnet, Vernon 1965
Charlotte (Murkel) Schuberth (1914-2000) malte dieses Blumenstillleben 1965 in Vernon, Frankreich, in Ol auf Leinwand. Das Werk, 84 x 44 cm mit Rahmen, zeigt eine grosse rote Blutenform vor hellem Grund, mit blauen und dunklen Farbelementen, die sich aus dem Bildgrund losen. Die Komposition ist hochformatig; die Farben sind roh und ohne Beschonigung aufgetragen.Murkel signierte das Werk unten rechts mit Murkel 65 und bezeichnete es oben links mit Vernon France. Die Vorliebe fur Rot-Blau-Akkorde und den starken Einsatz von Weiss, die als charakteristisch fur ihr Kolorit gelten, sind in diesem Werk deutlich ablesbar. Das Gemalde entstand in der fur Murkel produktivsten Periode ihrer Paris-Jahre.Das Werk ist signiert. Provenienz: Kieler Privatsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Frau mit Ente, bezeichnet, Hôtel Drouot Paris 1965
Charlotte (Murkel) Schuberth (1914–2000) schuf dieses Werk 1965 in Paris, im Umfeld des Hôtel Drouot. Das Gemälde in Öl auf Leinwand, 120 × 60 cm, zeigt eine sitzende ältere Frau in schwarzem Mantel und dekorativem Hut, die eine dunkle Ente oder einen Vogel auf dem Schoß hält. Die Figur ist von einem handschriftlichen Schriftzug aus Wörtern eingefasst: „Paris Hotel Drouot Margaretha" und weitere Textfragmente, die den Bildrand wie einen Rahmen im Rahmen bilden. Im unteren Bildbereich steht auf einer Sockelform ein kleiner dunkler Vogel.Das Bild gehört zu Murkels sogenannten Materialbildern: Darstellung und einbezogene Realien, gemalte und beschriftete Flächen verschmelzen. Typisch für die Künstlerin ist der Mosaikhintergrund aus blauen Farbpunkten, die die Figur umgeben. Signiert unten rechts mit „Murkel" und datiert 1965. Provenienz: Kieler Privatsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Frau mit Katze, signiert, Paris 1964/65
Charlotte „Murkel“ Schuberth (1914 Kröslin bei Greifswald – 2000 Kiel) signierte ihre Werke mit dem Spitznamen, unter dem sie auch in der Kunstgeschichte Schleswig-Holsteins bekannt ist. Erste Zeichen- und Maluntersuchungen erhielt sie vor dem Zweiten Weltkrieg in Berlin und auf dem Darß. Als Flüchtling kam sie 1945 mit ihrem Sohn nach Kiel. Erst nach einem schweren Autounfall 1950 entschied sie sich, eine eigene Existenz als Malerin aufzubauen.„Frau mit Katze“, Öl auf Leinwand, 75 × 135 cm, entstand 1964/65 in Paris. Ein Reisestipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung hatte ihr 1959 den ersten Aufenthalt in der französischen Metropole ermöglicht, der zum entscheidenden Wendepunkt ihres Werkes wurde. Aus dieser Phase stammen die großformatigen, plastisch modellierten Figurenkompositionen mit ihren charakteristischen Rot-Blau-Akkorden und dem starken Einsatz von Weiß. Schuberths erklärte Bezugspunkte waren Picasso und Modigliani; beide klingen in ihrer voluminösen Auffassung der menschlichen Gestalt nach.Die Künstlerin wurde 1976 und 1984 mit Retrospektiven in der Pommern-Stiftung im Rantzaubau des Kieler Schlosses gewürdigt, ihren 100. Geburtstag begleitete eine Ausstellung des Künstlermuseums Heikendorf-Kieler Förde. Provenienz: Kieler Kunstsammlung. Aus einer Sammlungsauflösung haben wir zahlreiche Hauptwerke der Künstlerin im Bestand.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Installation, bezeichnet, 1970er/1980er Jahre
Charlotte (Murkel) Schuberth (1914–2000) schuf „Installation" in Öl auf Leinwand, 95 × 175 cm, und datierte das Werk auf 1630/1980. Das Gemälde zeigt eine bildgroße Szene mit mehreren Figuren in weißen Gewändern, die ein eingearbeitetes altes Porträt-Gemälde hochhalten oder präsentieren. Das dunkle Altmeister-Binnenbild mit einer Frauenfigur bildet das zentrale Element, umgeben von skizzenhaft gezeichneten Figuren in Murkels freier Strichführung. Unten rechts signiert mit „Murkel".Das Werk gehört zu den charakteristischen Großformaten Murkels, in denen sie historische Bildnisse in ihre expressive Bildsprache einbettet. Die Datierungsdopplung 1630/1980 verweist auf den Dialog zwischen einem alten Meisterwerk und Murkels kommentierendem Eingriff. Provenienz: Kieler Privatsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Karneval, signiert, Mitte 20. Jahrhundert
Charlotte „Murkel“ Schuberth (1914 Kröslin bei Greifswald – 2000 Kiel) gehört zu den bedeutenden Malerinnen Schleswig-Holsteins der Nachkriegszeit. Als Flüchtling 1945 in Kiel angekommen, begann sie nach einem schweren Autounfall 1950 ihre Existenz als Künstlerin. Den entscheidenden Impuls erhielt sie 1959 durch ein Reisestipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung nach Paris, das ihr Werk bis ans Lebensende prägen sollte.„Karneval“, Öl auf Leinwand, 95 × 175 cm. Das großformatige Hochformat zeigt eine sitzende Figur in Pierrot- oder Harlekinkostüm vor einem flirrend ornamentalen Hintergrund. Murkel arbeitet hier ganz aus der Zeichnung heraus: schwarze Konturlinien fassen Körper und Gewand, das Kolorit ist auf Weiß, Gelbgrün und gedämpftes Ocker gestimmt, mit charakteristisch starkem Einsatz von Weiß. Der gemalte Schriftzug „Karneval“ oben rechts und die Signatur „Murkl“ unten links sind in die Komposition eingebunden. Die voluminös modellierte Figur vor flächig-ornamentalem Grund ist typisch für ihr Pariser Werk der 1960er Jahre.Murkels Werk wurde 1976 und 1984 mit großen Retrospektiven in der Pommern-Stiftung im Kieler Schloss gewürdigt, zum 100. Geburtstag widmete das Künstlermuseum Heikendorf-Kieler Förde ihr eine Ausstellung. Provenienz: Kieler Kunstsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Liegender Akt, signiert, 1960er Jahre
Charlotte Schuberth (1914–2000), als "Murkel" bekannt, zählte die menschliche Figur zu ihrem zentralen Thema. Das Gemälde "Liegender Akt" wurde 2014 im Rahmen einer Sonderausstellung im Künstlermuseum Heikendorf gezeigt.Das großformatige querrechteckige Gemälde zeigt eine liegende weibliche Aktfigur. Die Dargestellte liegt entspannt, der Körper von vorn gesehen. Der Duktus ist linear und zeichnerisch, mit breiten schwarzen Konturlinien auf hellem, flimmernden Grund in Schwarz und Weiß. Die Figur ist kraftvoll und direkt aus der Zeichnung entwickelt. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, signiert "Murkel", Maße mit Rahmen 125 x 85 cm. Provenienz: Kieler Kunstsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Marie David, Marché aux Puces, signiert datiert, Paris 1971/73
Charlotte (Murkel) Schuberth (1914–2000) malte „Marie David, Marché aux Puces Paris" zwischen 1971 und 1973, in Öl auf Leinwand, 85 × 122 cm. Das Bild zeigt eine alte Frau mit weißem Haar, die ein Kind auf dem Schoß hält. Links oben im Bild ist ein gerahmtes Binnenbild eingefügt: eine skizzierte Umarmung. Im Bildfeld stehen die Inschriften „Marie David", „Paris", „Marché aux Puces" und „Murkel 71/73".Das Werk gehört zur Gruppe der Materialbilder Murkels, in denen gemalte und reale Elemente sowie Schrift und Figur zusammenwirken. Die Oberfläche ist strukturiert und pastös, der Hintergrund aus dem für Murkel typischen Mosaikpunkt-Muster aufgebaut. Signiert und datiert. Provenienz: Kieler Privatsammlung. Das Gemälde stammt aus einer Auflösung bedeutender Werke der Künstlerin.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Notre Amour, bezeichnet, Realismus, Paris 1962/63
Charlotte „Murkel“ Schuberth (1914 Kröslin bei Greifswald – 2000 Kiel) signierte ihre Werke mit dem Spitznamen, unter dem sie auch in der Kunstgeschichte Schleswig-Holsteins geführt wird. Ein Reisestipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung ermöglichte ihr 1959 den ersten Aufenthalt in Paris. Die französische Metropole und ihre Menschen prägten ihr Werk von da an bis ans Lebensende.„Notre Amour“, Öl auf Leinwand, 68 × 117 cm, entstanden 1962/63 in Paris, oben rechts mit „Paris Murkl 62/63“ signiert. Das Bild zeigt zwei Liebende in enger Umarmung, ihre länglich gezeichneten Gesichter berühren sich Wange an Wange, die Augen geschlossen. Vier Hände halten gemeinsam eine stilisierte rote Blütenform, deren Stiel diagonal aus dem unteren Bildrand emporsteigt. Die Modellierung der Figuren in flächigem Weiß und Grauviolett vor einem flirrend gespachtelten, hellblau-grünen Hintergrund verweist auf Murkels erklärte Bezugspunkte: Picasso und Modigliani.Der voluminös aufgefasste Körper vor flächig-ornamentalem Grund, die markanten schwarzen Konturlinien und der für Murkel charakteristische Einsatz von Weiß sind kennzeichnend für ihre reife Pariser Periode. Werke wie dieses bilden den von der Kunstkritik wiederholt herausgehobenen Kern ihres Œuvres. Provenienz: Kieler Kunstsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Portrait Opera, bezeichnet, Paris 1962
Charlotte (Murkel) Schuberth (1914–2000) malte dieses Porträt 1962 in Paris, auf Hartfaser, in Öl. Das kleinformatige Werk, 45 × 31 cm mit Rahmen, zeigt einen männlichen Kopf in kräftiger Malweise: das Gesicht in Orange-Rot-Tönen, der Hintergrund in Gelb-Grün-Akkorden. Die Pinselführung ist pastös und direkt, ganz im Stil der Pariser Murkel-Jahre.Die in Kröslin bei Greifswald geborene Künstlerin signierte ihre Werke mit dem Spitznamen Murkel. Ein Stipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung ermöglichte ihr 1959 den ersten Paris-Aufenthalt. Die Stadt und ihre Menschen ließen sie nicht mehr los. Murkel schätzte Picasso und Modigliani als Vorbilder; dieser Kopf trägt in Haltung und Farbigkeit deren Einfluss deutlich. Das Bild ist oben rechts mit „MURKEL" signiert und zeigt unten in Bildschrift den Titel „OPERA".Retrospektiven fanden 1976 und 1984 in der Pommern-Stiftung statt; das Künstlermuseum Heikendorf-Kieler Förde zeigte 2014 eine Ausstellung zum 100. Geburtstag. Das Gemälde stammt aus einer Kieler Privatsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Saint-Germain-des-Prés, bezeichnet, Paris 1964/65
Charlotte (Murkel) Schuberth (1914–2000) malte „Saint-Germain-des-Prés" in Paris in den Jahren 1964/65, in Öl auf Leinwand. Das großformatige Werk, 68 × 118 cm ohne Rahmen, zeigt ein Paar in enger Umarmung, sitzend, in Murkels charakteristischer Figuration: die Gesichter vereinfacht und flächig, der Hintergrund aus kleinteiligen Farbflecken zusammengesetzt. Das Bild ist unten rechts mit „Murkel" signiert.Murkel – in Kröslin bei Greifswald geboren – gelangte 1959 durch ein Stipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung nach Paris. Von da an blieb die Metropole ihr zweiter Arbeitsort. Die Menschendarstellung, bevorzugt in großen Formaten mit voluminösen Figuren vor ornamentalem Hintergrund, ist ihr Kernthema. Picasso und Modigliani sind als Einflüsse nachgewiesen.Das Werk ist Teil einer Gruppe von Hauptwerken aus Kieler Sammlerauflösung. Retrospektiven fanden 1976 und 1984 in der Pommern-Stiftung Kiel statt. Provenienz: Kieler Privatsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Saint-Germain-des-Prés, bezeichnet, Paris um 1965
Charlotte Schuberth (1914–2000), bekannt unter ihrem Spitznamen "Murkel", gehört zu den bemerkenswertesten Kieler Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ein Stipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung ermöglichte ihr 1959 einen ersten Paris-Aufenthalt. In den folgenden Jahren entstanden ihre wichtigsten Arbeiten in und über Paris. Das Quartier Saint-Germain-des-Prés mit seinen Cafés, Straßen und Menschen zählte zu ihren bevorzugten Motiven.Das Gemälde "Saint-Germain-des-Prés" entstand um ca. 1965 und ist Öl auf Leinwand, signiert "Murkel". Retrospektiven in der Pommern-Stiftung Kiel (1976, 1984) sowie eine Ausstellung im Künstlermuseum Heikendorf zum 100. Geburtstag dokumentieren ihre künstlerische Bedeutung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Sari träumt von Modigliani, bezeichnet, Kiel 1984
Charlotte (Murkel) Schuberth (1914–2000) malte „Sari träumt von Modigliani" 1984 in Kiel, Öl auf Leinwand, 75 × 135 cm. Das hochformatige Bild zeigt eine sitzende weibliche Aktfigur, in Grau-Grün-Tönen gehalten, mit leicht gesenktem Kopf und geschlossenen Augen. Den Hintergrund füllt ein dichtes Netz aus handschriftlichen Buchstaben und Wörtern: „Sari träumt von Modigliani", „Paris", „Sari" und weitere Fragmente. Das Bild ist unten rechts mit „Murkel" signiert.Murkels Verbindung zu Modigliani, den sie als prägenden Einfluss nannte, macht dieses Werk zu einem biographisch wie kunsthistorisch bezeichnenden Stück. Die Figur ist voluminös modelliert, der Hintergrund aus der Fläche entwickelt. Das Werk entstand im Jahr einer großen Retrospektive und gehört zu den letzten bedeutenden Figurenbildern der Künstlerin. Provenienz: Kieler Privatsammlung.
Norddeutsche Maler
Landschafts- und Freilichtmalerei zwischen Marsch, Förde und Küste: Werke norddeutscher Maler vom späten 19. bis ins 20. Jahrhundert.
Die norddeutsche Malerei findet ihre Motive in der eigenen Region: reetgedeckte Höfe und Scheunen, Marsch- und Fördelandschaften, Küstenzonen und die Inselwelt Schleswig-Holsteins. Viele Künstler arbeiteten en plein air und fingen Licht und Wetter unmittelbar im Bild ein. In dieser Kategorie zeigen wir signierte Ölgemälde dieser Tradition.
Die Strömung
Im Norden Deutschlands entstanden seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Künstlerkolonien, in denen Maler in der Landschaft nach Wahrheit und Authentizität suchten. Den Impuls dazu gab die französische Schule von Barbizon, von der auch die Freilichtmalerei ausging. Bekannte Zentren sind Worpswede und die Ekensunder Künstlerkolonie am Nordufer der Flensburger Förde; ab 1902 wurde das Haus von Anton Nissen im benachbarten Rinkenis zu einem zweiten Sammelpunkt dieser Kolonie.
Charakteristisch sind ländliche Gehöftdarstellungen, weite Himmel über Förde und Marsch sowie Küstenmotive mit Brandung und Fischerbooten. Der Pinselstrich bleibt häufig locker und direkt, die Farbigkeit hell und dem späten Impressionismus verpflichtet. Vertreter wie Wilhelm Bartsch, Friedrich Schaper, Albert Johannsen oder Guido Maschke arbeiteten in Öl auf Leinwand, Pappe oder Karton.
Sammlungen und Einordnung
Werke norddeutscher Maler aus diesem Umfeld befinden sich in regionalen Museen, darunter die Hamburger Kunsthalle, das Altonaer Museum, der Museumsberg Flensburg, das Provinzialmuseum Hannover sowie Häuser in Husum und Sønderborg. Maler dieser Generation sind in Standardlexika wie Vollmer, Der Neue Rump und Dressler verzeichnet, was ihre kunsthistorische Einordnung dokumentiert.