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Beschreibung

Charlotte (Murkel) Schuberth (1914–2000) malte „Saint-Germain-des-Prés" in Paris in den Jahren 1964/65, in Öl auf Leinwand. Das großformatige Werk, 68 × 118 cm ohne Rahmen, zeigt ein Paar in enger Umarmung, sitzend, in Murkels charakteristischer Figuration: die Gesichter vereinfacht und flächig, der Hintergrund aus kleinteiligen Farbflecken zusammengesetzt. Das Bild ist unten rechts mit „Murkel" signiert.

Murkel – in Kröslin bei Greifswald geboren – gelangte 1959 durch ein Stipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung nach Paris. Von da an blieb die Metropole ihr zweiter Arbeitsort. Die Menschendarstellung, bevorzugt in großen Formaten mit voluminösen Figuren vor ornamentalem Hintergrund, ist ihr Kernthema. Picasso und Modigliani sind als Einflüsse nachgewiesen.

Das Werk ist Teil einer Gruppe von Hauptwerken aus Kieler Sammlerauflösung. Retrospektiven fanden 1976 und 1984 in der Pommern-Stiftung Kiel statt. Provenienz: Kieler Privatsammlung.

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