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Beschreibung

Charlotte „Murkel“ Schuberth (1914 Kröslin bei Greifswald – 2000 Kiel) signierte ihre Werke mit dem Spitznamen, unter dem sie auch in der Kunstgeschichte Schleswig-Holsteins geführt wird. Ein Reisestipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung ermöglichte ihr 1959 den ersten Aufenthalt in Paris. Die französische Metropole und ihre Menschen prägten ihr Werk von da an bis ans Lebensende.

„Notre Amour“, Öl auf Leinwand, 68 × 117 cm, entstanden 1962/63 in Paris, oben rechts mit „Paris Murkl 62/63“ signiert. Das Bild zeigt zwei Liebende in enger Umarmung, ihre länglich gezeichneten Gesichter berühren sich Wange an Wange, die Augen geschlossen. Vier Hände halten gemeinsam eine stilisierte rote Blütenform, deren Stiel diagonal aus dem unteren Bildrand emporsteigt. Die Modellierung der Figuren in flächigem Weiß und Grauviolett vor einem flirrend gespachtelten, hellblau-grünen Hintergrund verweist auf Murkels erklärte Bezugspunkte: Picasso und Modigliani.

Der voluminös aufgefasste Körper vor flächig-ornamentalem Grund, die markanten schwarzen Konturlinien und der für Murkel charakteristische Einsatz von Weiß sind kennzeichnend für ihre reife Pariser Periode. Werke wie dieses bilden den von der Kunstkritik wiederholt herausgehobenen Kern ihres Œuvres. Provenienz: Kieler Kunstsammlung.

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