Gemälde & Kunst aus vier Jahrhunderten
Seit über 40 Jahren tragen wir, Carmen und Norbert Benz, zusammen, was uns berührt: Gemälde, Grafik und Skulptur von Altmeistern bis zur Gegenwart. Jedes Werk prüfen und dokumentieren wir selbst, bevor wir es Ihnen zum Erwerb anbieten, aus unserer Kunstgalerie an der Schlei in Gelting nahe Kappeln. Die Geschichte hinter jedem Bild erzählen wir Ihnen gerne weiter.
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Weite Felder, stille Wälder, belebte Stadtansichten: Diese Kategorie vereint Ge…
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Hafen, Meer und Segel: Maritime Gemälde fangen die Faszination des Wassers in…
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Das menschliche Antlitz als Kunstwerk: Portraits und Personendarstellungen gehö…
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Von edlen Pferden bis zu idyllischen Weidetieren: Tierdarstellungen sind ein be…
Zeitgenössische Malerei
Kunst von heute, die morgen Geschichte schreibt: Unsere zeitgenössischen Gemäld…
Ölgemälde
Zeitlose Schönheit auf Leinwand: Unsere Ölgemälde umfassen Originale verschiede…
Gemälde & Kunst
A. Philippsen: Ölgemälde Hinrichsen Hof, Großsolt (Angeliter Höfemaler), signiert datiert 1913
Dieses Ölgemälde zeigt den Hinrichsen Hof in Großsolt (Angeln, Schleswig-Holstein) mit dem dokumentarischen Blick eines Angeliter Höfemalers. Eine gepflasterte Dorfstraße führt zwischen alten Bäumen mit herbstlich-gelbem Laub hindurch auf einen rosa-roten Backsteinbau mit weißen Fensterrahmen zu; links ein niedriges, reetgedecktes Gebäude, rechts eine Steinmauer mit weißen Gittertoren. Die Stimmung ist herbstlich-sonnig, ruhig und ländlich.Unten rechts signiert "A. Philippsen" und datiert 1913. Vergleichswerke von Philippsen befinden sich im Museum Unewatt, das sich der Dokumentation der Angeliter Hofkultur widmet. Öl auf Leinwand, Bildmaß 96 cm × 61 cm ohne Rahmen.
Albert Johannsen: Ölgemälde Halligkante, signiert, Erste Hälfte 20. Jahrhundert
Albert Johannsen (1890–1975) war ein norddeutscher Landschaftsmaler, der sich auf die Küstenlandschaften Schleswig-Holsteins und der nordfriesischen Inselwelt spezialisierte. Er arbeitete häufig en plein air und war ab den 1930er-Jahren im norddeutschen Kunsthandel präsent. Viele seiner Werke befinden sich heute in privaten Sammlungen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen.Das Gemälde zeigt eine weit auslaufende Küstenzone mit felsigem Vordergrund, sanfter Brandung und einem weiten, bewölkten Himmel. Die moosbedeckten Steine und das flache Wasser sind mit pastosem Pinsel in gedämpften Erdtönen gesetzt. Der Farbauftrag ist breit und schichtweise; die Felsen entstehen durch kurze, kraftvolle Striche, der Himmel durch weiche Übergänge. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, unten rechts signiert, und misst 70 × 55 cm ohne Rahmen.
Albert Petersen: Ölgemälde Pferde auf der Sommerweide, erste Hälfte 20. Jahrhundert
Albert Petersen (1875–1950) gehört zu den norddeutsch-dänischen Landschafts- und Tiermalern, deren Werk im Grenzraum zwischen Schleswig-Holstein und Jütland zwischen Naturalismus und beginnender Moderne vermittelt. Die Pferde- und Weidemotive bilden einen Schwerpunkt seines reifen Schaffens und stehen in der Tradition der dänischen Schule des späten 19. Jahrhunderts mit ihrer besonderen Aufmerksamkeit für Licht, Atmosphäre und ländliche Geographie.„Pferde auf der Sommerweide“, Öl auf Leinwand. Auf der weiten, sanft ansteigenden Wiese stehen im Vordergrund zwei braune Pferde dicht beieinander, dahinter ein dunkles und ein helleres Tier, am rechten Bildrand grast ein weiteres. Die Weide wird von einem schlichten Lattenzaun durchzogen, hinter dem sich der Blick auf eine Förde mit verstreuten Höfen, abgeernteten Feldern und einer flachen Hügelkette öffnet. Der hochstehende Wolkenhimmel taucht die Szene in das klare, kühle Sommerlicht der Ostseeküste.Die maltechnische Sicherheit in der Wiedergabe der Pferdeanatomie, das ruhige Kolorit und die typische Weite des Horizonts verweisen auf Petersens reife Schaffensphase. Der Verkauf erfolgt nach § 25a UStG (Differenzbesteuerung). Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Alexej (Alexander) von Assaulenko: Ölgemälde Dame im Sommerkleid (Katharina), signiert datiert 1967
Alexej von Assaulenko (1913–1989) entstammte russischem Adel und erlebte als Kind die Wirren der Oktoberrevolution. Er studierte bis 1937 am Kunstinstitut Kiew und an der Petersburger Kunstakademie. Nach dem Zweiten Weltkrieg flüchtete er nach Schleswig-Holstein, wo Plön sein Lebensmittelpunkt blieb. 1992 wurde in Plön eine Stiftung gegründet, die seinen künstlerischen Nachlass bewahrt; die Museumsstiftung Rheine verwaltet Teile des Werks.Das Gemälde zeigt in ovalem Format, 47 × 67 cm, das Brustbildnis einer Frau mit grauem Haar, weißem Hut mit Blüten und einem blumig gemusterten Sommerkleid in Blau und Pink, eine Perlenkette um den Hals. Der Hintergrund ist locker und frisch in Grüntönen angelegt. Öl auf Leinwand, unten rechts signiert und datiert 1967.Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Anonymer Meister: Ölgemälde Blumenstillleben, 19. Jahrhundert
Das Blumenstillleben in Öl auf Leinwand, 31 × 36 cm, stammt aus dem Umkreis der dänischen Jensen-Schule des 19. Jahrhunderts. Der Namensgeber Johan Laurentz Jensen (1800 Gentofte – 1856 Kopenhagen) prägte als Hofmaler und Lehrer an der Königlich Dänischen Kunstakademie eine ganze Generation von Blumenmalerinnen, häufig unverheiratete Töchter aus adligem oder bürgerlichem Haus, die in der Malerei eine standesgemäße Beschäftigung fanden. Aus diesem Kreis stammt die hier nicht namentlich überlieferte Urheberin.Im Bildzentrum öffnet sich eine üppige Komposition aus Anemonen in Weiß, lavendelfarbenem Violett und tiefem Purpur, dazu eine kräftig rote Mohnblüte, die das Auge zuerst greift. Darunter staffeln sich Trauben kleiner roter Beeren und dunkelgrünes Laubwerk vor einem warm gestimmten, fast erdigen Dunkelgrund. Diese Anordnung vor neutralem Fond, die Vorliebe für leuchtende Lokalfarben und die akkurate botanische Wiedergabe sind Kennzeichen der Kopenhagener Blumenmalerei nach Jensen.Werke dieser Schule befinden sich unter anderem in der Statens Museum for Kunst in Kopenhagen und im Nivaagaards Malerisamling. Das Gemälde ist in originaler, vergoldeter Stuckleiste gerahmt. Der Verkauf erfolgt nach § 25a UStG (Differenzbesteuerung). Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Barbara Bülow-Rosin: Ölgemälde Rot, signiert, zeitgenössisch
Barbara Bülow-Rosin, geboren in Bremen, wuchs mit dem Malen auf. Seit 2000 ist sie Meisterschülerin der Kunstschule Helle Adler. Ihre Reisen nach Griechenland, Sylt und Südafrika prägen das Kolorit ihres Werks: Gelb, Orange und Rot in allen Variationen. Das Gemälde „Rot" in Öl auf Leinwand zeigt eine vollständig abstrakte Komposition aus tiefen Rottönen und schwarzen Akzenten, die von einem diagonalen Riss durchzogen wird. Goldene Einschlüsse und warmbraune Partien verleihen der Oberfläche strukturelle Tiefe.Die Malerei bewegt sich zwischen geführtem Pinselstrich und freiem Farbauftrag, der in der Wirkung an Lava oder zerklüftetes Gestein erinnert. Das Bildmaß beträgt 60 × 57 cm.Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Bruno Christ (Brunoch): Ölgemälde Bauerngarten am Backsteinhaus, bezeichnet, 1995
Bruno Christ (Brunoch), 1923 in Stettin geboren, lebt und malt in Angeln und Umgebung in Schleswig-Holstein. Das vorliegende Ölgemälde, ca. 33 × 25 cm, entstand 1995 und ist signiert mit „Brunoch 95". Es zeigt einen gepflegten Hausgarten mit Backsteinmauer, blühendem Kletterrosenstrauch, einem geöffneten weißen Sprossenfenster und einem reich bepflanzten Vordergarten mit Stauden und Sträuchern in Rot, Rosa und Grün.Brunoch malt naturalistisch, mit Vorliebe Landschaften und Stadtansichten aus Schleswig-Holstein und Flensburg. Der Malstil ist ruhig und detailfreudig; das Licht dieses Gartenbildes ist weich und nordisch. Seine Werke waren auf mehreren Ausstellungen zu sehen, darunter der Galerie „Bilder im Hof" 1994 und 1998. Der abgebildete Rahmen wird als Zugabe mitgeliefert. Verkauf gemäß § 25a UStG, Differenzbesteuerung.
C. Schultz: Ölgemälde Reetscheune im Frühling, signiert, um 1900
C. Schultz malte diese Reetscheune im Frühling in Öl auf Pappe, um 1900. Das Bild zeigt eine norddeutsche Reetscheune, flankiert von einem weißblühenden Obstbaum im Vordergrund und einem großen Laubbaum links. Ein schmaler Weg führt am Gehöft vorbei, der Hintergrund öffnet sich in helles Himmelsblau. Die Farbigkeit ist frisch und hell, die Pinselführung locker und dem späten Impressionismus verpflichtet.Derartige Gehöftdarstellungen aus der Jahrhundertwende gehören zu einem festen Motivkanon norddeutscher Landschaftsmalerei. Reetgedeckte Scheunen und Höfe boten den Malern der Region eine Verbindung aus ländlicher Wirklichkeit und malerischer Atmosphäre. Das Gemälde ist unten rechts signiert und befindet sich in einem prächtigen Goldstuckrahmen.Maße mit Rahmen: 58 × 46 cm. Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
Carl Julius Emil Olsen: Ölgemälde Segler auf hoher See, 19. Jahrhundert
Carl Julius Emil Olsen (1818–1878) gehörte zur Generation der dänischen Marinemaler, die das goldene Zeitalter der Segelschifffahrt festhielten. Dieses Gemälde in Öl auf Leinwand zeigt einen Schoner auf hoher See: das Hauptschiff mit gesetztem Großsegel und Fock kreuzt auf leicht bewegtem, tiefblauem Wasser. Im Hintergrund sind mehrere weitere Segelschiffe zu erkennen, darunter ein größeres Vollschiff mit gesetzten Rahen. Der Himmel ist weit und blau mit hohen Quellwolken, das Licht kommt von schräg links. Zwei Figuren sind an Bord zu erkennen. Am Rahmen eine Namensplakette "Carl Olsen".Bildmaß 35 cm × 24 cm ohne Rahmen.
Carl Küstner: Ölgemälde Flusslandschaft mit Baumgruppe, signiert, zweite Hälfte 19. Jahrhundert
Carl Küstner (1861–1934) zeigt in diesem Gemälde eine weite Flusslandschaft im Frühling. Im Vordergrund liegt ruhiges Wasser, das die bewölkte Helligkeit des Himmels spiegelt. Links eine Gruppe hoher Bäume mit dunkelgrünen Kronen und kräftigen schwarzen Ästen; die Weide- und Kopfbäume links und vorn stehen in stillem, feuchtem Grasland. Rechts öffnet sich das Bild zu einem Streifen grüner Wiese. Die Stimmung ist kühl und atmosphärisch, norddeutsch in seiner Zurückhaltung. Unten links signiert.Öl auf Leinwand, Bildmaß 88 cm × 72 cm ohne Rahmen.
Carl Tønder: Ölgemälde Kühe im Schlagwetter, signiert datiert 1919, Realismus
Carl Tønder (1884–1956) malte dieses Gemälde 1919 nach einem Sommergewitter. Drei Kühe stehen am schlammigen Ufer eines Tümpels im Vordergrund, die nassen Flanken reflektieren das aufbrechende Licht. Ein einzelner mächtiger Baum mit grauem Stamm steht in der Bildmitte; rechts öffnet sich der Blick zu einem Getreidefeld und Hofgebäuden unter ziehendem Sturmhimmel. Das warme Aufklaren rechts kontrastiert mit den dunklen Wolken links. Unten rechts signiert "C. Tønder" und datiert 1919.Tønder war ein in Sønderjylland tätiger Landschafts- und Tiermaler, dessen bevorzugte Sujets Marschlandschaften, Weiden und Tiere nach Wetterwechseln waren. Öl auf Leinwand, Bildmaß ca. 105 cm × 70 cm. Guter, hängefertiger Zustand mit festem Leinwandträger. Breiter schwarz gefasster Profilleistenrahmen mit vergoldeter Innenleiste.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Akt mit Katze, Blanche de Blanche, signiert datiert, Realismus, Paris 1967
Charlotte Schuberth (1914–2000), als "Murkel" signierend, verbrachte ab 1959 wiederholte Aufenthalte in Paris. Das Gemälde entstand 1967 an der Place Blanche und gehört zu ihren Pariser Aktdarstellungen, die den Kern ihres Schaffens bilden.Das hochformatige Gemälde "Place Blanche" zeigt eine Figur oder Figurengruppe in dynamischer Farbmalerei. Kräftige Rot-, Blau- und Weißtöne sind in breiten Pinselzügen übereinandergeschichtet. Der für Murkel typische Kreishintergrund strukturiert die Fläche. Die Komposition ist plastisch und voluminös, aus der Zeichnung entwickelt. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, 85 × 122 cm, signiert "Murkel Paris 1967".
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Anna, signiert datiert, Realismus, Paris 1967
Charlotte Schuberth (1914–2000), signiert als "Murkel", gehört zu den bedeutendsten Kieler Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Nach Paris-Aufenthalten ab 1959 wurden die menschliche Figur und die Energie der Großstadt zu ihrem zentralen Thema. Retrospektiven in der Pommern-Stiftung Kiel (1976, 1984) und im Künstlermuseum Heikendorf unterstreichen ihre Stellung im norddeutschen Kunstbetrieb.Das Gemälde "Anna" von 1967 zeigt eine einander zugewandte Zweifigurendarstellung in enger Umarmung. Ein Mann in dunklem Oberteil und eine Frau mit Perlenkette, beide in Weiß und Hellgrau herausgearbeitet, vor einem strukturierten Grau-Rot-Hintergrund mit dem charakteristischen Kreismusterornament. Der Pinselduktus ist plastisch und direkt, die Figuren modelliert aus breiten Farbflächen. Signiert "Murkel Paris 1967", Maße 85 × 122 cm.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Blumenstillleben, bezeichnet, Vernon 1965
Charlotte (Murkel) Schuberth (1914-2000) malte dieses Blumenstillleben 1965 in Vernon, Frankreich, in Ol auf Leinwand. Das Werk, 84 x 44 cm mit Rahmen, zeigt eine grosse rote Blutenform vor hellem Grund, mit blauen und dunklen Farbelementen, die sich aus dem Bildgrund losen. Die Komposition ist hochformatig; die Farben sind roh und ohne Beschonigung aufgetragen.Murkel signierte das Werk unten rechts mit Murkel 65 und bezeichnete es oben links mit Vernon France. Die Vorliebe fur Rot-Blau-Akkorde und den starken Einsatz von Weiss, die als charakteristisch fur ihr Kolorit gelten, sind in diesem Werk deutlich ablesbar. Das Gemalde entstand in der fur Murkel produktivsten Periode ihrer Paris-Jahre.Das Werk ist signiert. Provenienz: Kieler Privatsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Frau mit Ente, bezeichnet, Hôtel Drouot Paris 1965
Charlotte (Murkel) Schuberth (1914–2000) schuf dieses Werk 1965 in Paris, im Umfeld des Hôtel Drouot. Das Gemälde in Öl auf Leinwand, 120 × 60 cm, zeigt eine sitzende ältere Frau in schwarzem Mantel und dekorativem Hut, die eine dunkle Ente oder einen Vogel auf dem Schoß hält. Die Figur ist von einem handschriftlichen Schriftzug aus Wörtern eingefasst: „Paris Hotel Drouot Margaretha" und weitere Textfragmente, die den Bildrand wie einen Rahmen im Rahmen bilden. Im unteren Bildbereich steht auf einer Sockelform ein kleiner dunkler Vogel.Das Bild gehört zu Murkels sogenannten Materialbildern: Darstellung und einbezogene Realien, gemalte und beschriftete Flächen verschmelzen. Typisch für die Künstlerin ist der Mosaikhintergrund aus blauen Farbpunkten, die die Figur umgeben. Signiert unten rechts mit „Murkel" und datiert 1965. Provenienz: Kieler Privatsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Frau mit Katze, signiert, Paris 1964/65
Charlotte „Murkel“ Schuberth (1914 Kröslin bei Greifswald – 2000 Kiel) signierte ihre Werke mit dem Spitznamen, unter dem sie auch in der Kunstgeschichte Schleswig-Holsteins bekannt ist. Erste Zeichen- und Maluntersuchungen erhielt sie vor dem Zweiten Weltkrieg in Berlin und auf dem Darß. Als Flüchtling kam sie 1945 mit ihrem Sohn nach Kiel. Erst nach einem schweren Autounfall 1950 entschied sie sich, eine eigene Existenz als Malerin aufzubauen.„Frau mit Katze“, Öl auf Leinwand, 75 × 135 cm, entstand 1964/65 in Paris. Ein Reisestipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung hatte ihr 1959 den ersten Aufenthalt in der französischen Metropole ermöglicht, der zum entscheidenden Wendepunkt ihres Werkes wurde. Aus dieser Phase stammen die großformatigen, plastisch modellierten Figurenkompositionen mit ihren charakteristischen Rot-Blau-Akkorden und dem starken Einsatz von Weiß. Schuberths erklärte Bezugspunkte waren Picasso und Modigliani; beide klingen in ihrer voluminösen Auffassung der menschlichen Gestalt nach.Die Künstlerin wurde 1976 und 1984 mit Retrospektiven in der Pommern-Stiftung im Rantzaubau des Kieler Schlosses gewürdigt, ihren 100. Geburtstag begleitete eine Ausstellung des Künstlermuseums Heikendorf-Kieler Förde. Provenienz: Kieler Kunstsammlung. Aus einer Sammlungsauflösung haben wir zahlreiche Hauptwerke der Künstlerin im Bestand.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Installation, bezeichnet, 1970er/1980er Jahre
Charlotte (Murkel) Schuberth (1914–2000) schuf „Installation" in Öl auf Leinwand, 95 × 175 cm, und datierte das Werk auf 1630/1980. Das Gemälde zeigt eine bildgroße Szene mit mehreren Figuren in weißen Gewändern, die ein eingearbeitetes altes Porträt-Gemälde hochhalten oder präsentieren. Das dunkle Altmeister-Binnenbild mit einer Frauenfigur bildet das zentrale Element, umgeben von skizzenhaft gezeichneten Figuren in Murkels freier Strichführung. Unten rechts signiert mit „Murkel".Das Werk gehört zu den charakteristischen Großformaten Murkels, in denen sie historische Bildnisse in ihre expressive Bildsprache einbettet. Die Datierungsdopplung 1630/1980 verweist auf den Dialog zwischen einem alten Meisterwerk und Murkels kommentierendem Eingriff. Provenienz: Kieler Privatsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Jardin de Luxembourg, bezeichnet, Realismus, Paris 1971
Charlotte Schuberth (1914–2000), die ihre Werke mit ihrem Spitznamen "Murkel" signierte, wurde in Kröslin bei Greifswald geboren und gelangte 1945 als Flüchtling nach Kiel, wo sie verstarb. Nach einem schweren Autounfall 1950 begann sie ernsthaft zu malen. Ein Reisestipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung ermöglichte ihr 1959 einen Aufenthalt in Paris. Die Stadt ließ sie nicht mehr los. Retrospektiven in der Pommern-Stiftung in Kiel (1976, 1984) und eine Ausstellung zum 100. Geburtstag im Künstlermuseum Heikendorf dokumentieren ihre Bedeutung als Kieler Künstlerin.Das Gemälde "Jardin de Luxembourg" von 1971 ist ein seltenes Materialbild der Künstlerin, von denen sie seit Mitte der 1960er Jahre nur etwa zehn schuf. Zu sehen ist eine aufrecht stehende Figur mit weißem Häubchen, die eine puppenhaft starre Kindsfigur hält. Der Hintergrund ist in hellem Grau mit kreisförmigen Ornamenten strukturiert. Unten vor dem Gemälde sitzt, auf einer an den Rahmen montierten Konsole, eine weiß bemalte Porzellanpuppe mit abgeschnittener Calotte. Gemalt und reale Dinge verbinden sich in dieser Arbeit zu einem Bild. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, 120 × 60 cm, signiert "Murkel".
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Karneval, signiert, Mitte 20. Jahrhundert
Charlotte „Murkel“ Schuberth (1914 Kröslin bei Greifswald – 2000 Kiel) gehört zu den bedeutenden Malerinnen Schleswig-Holsteins der Nachkriegszeit. Als Flüchtling 1945 in Kiel angekommen, begann sie nach einem schweren Autounfall 1950 ihre Existenz als Künstlerin. Den entscheidenden Impuls erhielt sie 1959 durch ein Reisestipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung nach Paris, das ihr Werk bis ans Lebensende prägen sollte.„Karneval“, Öl auf Leinwand, 95 × 175 cm. Das großformatige Hochformat zeigt eine sitzende Figur in Pierrot- oder Harlekinkostüm vor einem flirrend ornamentalen Hintergrund. Murkel arbeitet hier ganz aus der Zeichnung heraus: schwarze Konturlinien fassen Körper und Gewand, das Kolorit ist auf Weiß, Gelbgrün und gedämpftes Ocker gestimmt, mit charakteristisch starkem Einsatz von Weiß. Der gemalte Schriftzug „Karneval“ oben rechts und die Signatur „Murkl“ unten links sind in die Komposition eingebunden. Die voluminös modellierte Figur vor flächig-ornamentalem Grund ist typisch für ihr Pariser Werk der 1960er Jahre.Murkels Werk wurde 1976 und 1984 mit großen Retrospektiven in der Pommern-Stiftung im Kieler Schloss gewürdigt, zum 100. Geburtstag widmete das Künstlermuseum Heikendorf-Kieler Förde ihr eine Ausstellung. Provenienz: Kieler Kunstsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Liegender Akt, signiert, 1960er Jahre
Charlotte Schuberth (1914–2000), als "Murkel" bekannt, zählte die menschliche Figur zu ihrem zentralen Thema. Das Gemälde "Liegender Akt" wurde 2014 im Rahmen einer Sonderausstellung im Künstlermuseum Heikendorf gezeigt.Das großformatige querrechteckige Gemälde zeigt eine liegende weibliche Aktfigur. Die Dargestellte liegt entspannt, der Körper von vorn gesehen. Der Duktus ist linear und zeichnerisch, mit breiten schwarzen Konturlinien auf hellem, flimmernden Grund in Schwarz und Weiß. Die Figur ist kraftvoll und direkt aus der Zeichnung entwickelt. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, signiert "Murkel", Maße mit Rahmen 125 x 85 cm. Provenienz: Kieler Kunstsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Marie David, Marché aux Puces, signiert datiert, Paris 1971/73
Charlotte (Murkel) Schuberth (1914–2000) malte „Marie David, Marché aux Puces Paris" zwischen 1971 und 1973, in Öl auf Leinwand, 85 × 122 cm. Das Bild zeigt eine alte Frau mit weißem Haar, die ein Kind auf dem Schoß hält. Links oben im Bild ist ein gerahmtes Binnenbild eingefügt: eine skizzierte Umarmung. Im Bildfeld stehen die Inschriften „Marie David", „Paris", „Marché aux Puces" und „Murkel 71/73".Das Werk gehört zur Gruppe der Materialbilder Murkels, in denen gemalte und reale Elemente sowie Schrift und Figur zusammenwirken. Die Oberfläche ist strukturiert und pastös, der Hintergrund aus dem für Murkel typischen Mosaikpunkt-Muster aufgebaut. Signiert und datiert. Provenienz: Kieler Privatsammlung. Das Gemälde stammt aus einer Auflösung bedeutender Werke der Künstlerin.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Monsieur Flament, Louvre Paris, Salle IV, signiert datiert, Realismus, 1959
Charlotte Schuberth (1914–2000), signiert als "Murkel", verbrachte nach einem Stipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung ab 1959 mehrere Aufenthalte in Paris. "Monsieur Flament, Louvre, Salle IV" gehört zu ihren frühen Pariser Werkgruppen und entstand 1959.Das Gemälde zeigt eine männliche Einzelfigur in Großformat. Ein älterer Herr mit schwarzer Baskenmütze und blauem Mantel sitzt frontal, die Hände im Schoß, vor einem strukturierten Hintergrund in Grau mit dem charakteristischen Kreisornament. Im Bild eingeschrieben sind die Worte "Paris / Flament / Louvre / Salle IV". Der Pinselduktus ist voluminös und direkt, die Figur klar aus Farbflächen modelliert. Signiert "Murkel Paris 1959", Maße 85 × 122 cm.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Notre Amour, bezeichnet, Realismus, Paris 1962/63
Charlotte „Murkel“ Schuberth (1914 Kröslin bei Greifswald – 2000 Kiel) signierte ihre Werke mit dem Spitznamen, unter dem sie auch in der Kunstgeschichte Schleswig-Holsteins geführt wird. Ein Reisestipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung ermöglichte ihr 1959 den ersten Aufenthalt in Paris. Die französische Metropole und ihre Menschen prägten ihr Werk von da an bis ans Lebensende.„Notre Amour“, Öl auf Leinwand, 68 × 117 cm, entstanden 1962/63 in Paris, oben rechts mit „Paris Murkl 62/63“ signiert. Das Bild zeigt zwei Liebende in enger Umarmung, ihre länglich gezeichneten Gesichter berühren sich Wange an Wange, die Augen geschlossen. Vier Hände halten gemeinsam eine stilisierte rote Blütenform, deren Stiel diagonal aus dem unteren Bildrand emporsteigt. Die Modellierung der Figuren in flächigem Weiß und Grauviolett vor einem flirrend gespachtelten, hellblau-grünen Hintergrund verweist auf Murkels erklärte Bezugspunkte: Picasso und Modigliani.Der voluminös aufgefasste Körper vor flächig-ornamentalem Grund, die markanten schwarzen Konturlinien und der für Murkel charakteristische Einsatz von Weiß sind kennzeichnend für ihre reife Pariser Periode. Werke wie dieses bilden den von der Kunstkritik wiederholt herausgehobenen Kern ihres Œuvres. Provenienz: Kieler Kunstsammlung.
Charlotte „Murkel" Schuberth: Ölgemälde Portrait Opera, bezeichnet, Paris 1962
Charlotte (Murkel) Schuberth (1914–2000) malte dieses Porträt 1962 in Paris, auf Hartfaser, in Öl. Das kleinformatige Werk, 45 × 31 cm mit Rahmen, zeigt einen männlichen Kopf in kräftiger Malweise: das Gesicht in Orange-Rot-Tönen, der Hintergrund in Gelb-Grün-Akkorden. Die Pinselführung ist pastös und direkt, ganz im Stil der Pariser Murkel-Jahre.Die in Kröslin bei Greifswald geborene Künstlerin signierte ihre Werke mit dem Spitznamen Murkel. Ein Stipendium der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung ermöglichte ihr 1959 den ersten Paris-Aufenthalt. Die Stadt und ihre Menschen ließen sie nicht mehr los. Murkel schätzte Picasso und Modigliani als Vorbilder; dieser Kopf trägt in Haltung und Farbigkeit deren Einfluss deutlich. Das Bild ist oben rechts mit „MURKEL" signiert und zeigt unten in Bildschrift den Titel „OPERA".Retrospektiven fanden 1976 und 1984 in der Pommern-Stiftung statt; das Künstlermuseum Heikendorf-Kieler Förde zeigte 2014 eine Ausstellung zum 100. Geburtstag. Das Gemälde stammt aus einer Kieler Privatsammlung.