Carl Julius Emil Olsen: Ölgemälde Segler auf hoher See, 19. Jahrhundert
2.350,00 €
Beschreibung
Carl Julius Emil Olsen (1818–1878) gehörte zur Generation der dänischen Marinemaler, die das goldene Zeitalter der Segelschifffahrt festhielten. Dieses Gemälde in Öl auf Leinwand zeigt einen Schoner auf hoher See: das Hauptschiff mit gesetztem Großsegel und Fock kreuzt auf leicht bewegtem, tiefblauem Wasser. Im Hintergrund sind mehrere weitere Segelschiffe zu erkennen, darunter ein größeres Vollschiff mit gesetzten Rahen. Der Himmel ist weit und blau mit hohen Quellwolken, das Licht kommt von schräg links. Zwei Figuren sind an Bord zu erkennen. Am Rahmen eine Namensplakette "Carl Olsen".
Bildmaß 35 cm × 24 cm ohne Rahmen.
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Poul Erik Rasmussen (1932 – 2005)-„Vinterlandskab – Sødr. Jylland“ (Winterlandschaft – Südjütland)-Ölgemälde
Wer war der Mann hinter dem Pinsel?Das Faszinierende an Poul Erik Rasmussen (geboren 1932, verstorben 2005) ist seine Geschichte. Er war kein abgehobener Akademie-Schnösel. 1952 schloss er eine grundsolide Lehre als Bau- und Schriftenmaler ab. Genau dort lernte er das Handwerk von der Pike auf: den perfekten Umgang mit Pigmenten, Oberflächen und großen Räumen. Das Geheimnis von Südjütland: Warum dieses dänische Meisterwerk Ihre Seele berühren wird.Es begann mit einem Frösteln.Als ich das erste Mal vor diesem Gemälde von 1968 stand, spürte ich sie sofort: die unendliche, melancholische Weite des dänischen Winters. Der Titel auf der Rückseite flüsterte mir zu: „Vinterlandskab – Sødr. Jylland“. Aber dieses Bild zeigt Ihnen nicht einfach nur Schnee. Es lässt Sie den Winter fühlen.Die Textur, die man fühlen kannRasmussen hat die Farben nicht einfach nur aufgetragen – er hat sie gelebt. Wenn Sie nah herantreten, sehen Sie den breiten, pastosen Pinselstrich. Das Bild hat eine körperliche Textur, eine spürbare Materialität. Schieferblau, Aschgrau, gebrochenes Weiß. Alles fließt ohne harte Konturen ineinander über, ganz im Geiste des großen dänischen Modernismus. Sie spüren den Einflussvon Legenden wie Harald Giersing und Oluf Høst, doch Rasmussens Stimme ist absolut einzigartig.
Carl Gustav Ludvig Jacobsen (1890–1957)-Den politiske Kandestøber-
Das Ölgemälde von Ludvig Jacobsen fängt eine lebendige unddramatische Szene aus LudvigHolbergs berühmter satirischer Komödie „Den politiske Kandestøber“(Der politische Kannengießer, 1722)ein. Im Zentrum des Werkes steht die Hauptfigur, der HandwerkerHerman von Bremen, der sich statt seinerArbeit lieber der großen Politik widmet und sich in eine Scheinwelt ausStaatsangelegenheiten hineinsteigert.Typisch für Jacobsens Reifephase ist der kräftige, pastose und freiePinselstrich. Die Formen werdennicht strikt linear abgegrenzt, sondern bauen sich rein aus der Farbe unddem lebendigen Duktus des Pinselsauf. Die verstreuten Bücher und Papiere auf dem Boden rechtsunterstreichen das kreative wie chaotischeElement der Szenerie.Carl Gustav Ludvig Jacobsen (geboren am 17. September 1890 inOdense; gestorben am 13. Februar1957 in Vanløse) war einer der profiliertesten dänischen Maler undIllustratoren der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Er ist besonders bekannt für seine farbprächtigen,atmosphärischen Figurenszenen sowieseine engen Bezüge zur dänischen Theater- und Literaturgeschichte.•Charlottenborg:Kontinuierliche Teilnahme an den renommierten Frühjahrs- undHerbstausstellungen inKopenhagen.Paris (Salon de Paris): Erfolgreiche Präsentationen in den Jahren 1928und 1929, wo er internationaleAnerkennung fand.
Robert Panitzsch ( 1879–1949)-Boote an einem Kai im Kopenhagener Hafen-Ölgemälde
Robert Panitzsch (deutsch-dänischer Maler, 1879–1949),-Boote an einem Kai im Kopenhagener Hafen-1936 (unten rechts signiert und datiert mit "Robert Pan. 36.")Öl auf Leinwand49 cm × 59 cmPrunkvoller, historischer Holzrahmen mit ornamentaler Vergoldung und schwarzerFassungRobert Panitzsch wurde im Jahr 1879 in Mecklenburg (Deutschland) geboren, verbrachte jedoch den größten Teilseines künstlerisch produktiven Lebens in Dänemark und wird daher kunsthistorisch meist als deutsch-dänischerMaler geführt. Seine Werke signierte er zeitlebens konsequent mit der Kurzform "Robert Pan.", oft gefolgt vonder Jahreszahl.Das Ölgemälde zeigt eine stimmungsvolle und detailreiche Szene aus dem Hafen von Kopenhagen. ImVordergrund erstreckt sich eine steinerne Kaimauer, an der zwei traditionelle Segelschiffe – vermutlich hölzerneFischerei- oder Frachtkutter – festgemacht haben. Auf der Kaimauer sowie an Deck der Schiffe sind mehrereFiguren zu erkennen, die in typischer Arbeitskleidung der Epoche dargestellt sind. Sie beleben die Szenerie undvermitteln das geschäftige Treiben eines maritimen Alltags in den 1930er Jahren.Der Künstler nutzt eine harmonische, überwiegend hell und freundlich abgestimmte Farbpalette. Es dominierensanfte Pastelltöne, darunter lichtes Blau, zartes Rosé und cremiges Weiß im Wolkenhimmel. Diese stehen imreizvollen Kontrast zu den erdigen und gedeckten Tönen der Schiffe, der Kaimauer und den rötlich-braunenFassaden der Hafengebäude im Hintergrund. Die Reflexionen im tiefgrünen bis bläulichen Wasser fangen dieFarbtöne des Himmels und der Objekte meisterhaft auf.
"AB"1982-Nordische Hügellandschaft -ÖLgemälde
bjekt: Nordische Hügellandschaft (Dänemark) Datierung: 1982 Signatur: Monogrammiert „AB ’82“ (geritzt) Material: Öl auf Hartfaserplatte (Masonit / Hardboard)-60cmx76cm I. (Malweise & Technik) Der Malduktus des Werkes zeugt von einer expressiven, texturreichen Ausführung, die charakteristisch für die skandinavische Landschaftsmoderne des späten 20. Jahrhunderts ist. Farbauftrag und Textur (Imposto-Malerei): Der Künstler wählte einen hochentwickelten, pastosen (dickschichtigen) Farbauftrag. Die Farbe wurde nicht flüssig lasiert, sondern in dichten, zähen Schichten aufgetragen. Sichtbare Arbeitsspuren deuten auf den kombinierten Einsatz von groben Borstenpinseln und einem Malermesser (Spachtel) hin. Dies erzeugt ein physisches Relief auf der Bildoberfläche, welches das Licht bricht und dem Gemälde eine plastische Lebendigkeit verleiht. Form- und Linienführung: Das Bild bricht mit der feinen, fotorealistischen Detailmalerei der klassischen Epochen. Die Hügelketten, Rapsfelder und Ackerfurchen sind in organische, aber spürbar geometrisierte Farbflächen zerlegt. Der Duktus ist entschlossen und flächig; er rhythmisiert die dänische Landschaft und betont die Topografie durch Licht- und Schattenkanten innerhalb der Farbschollen. Die Ritzsignatur (Sgraffito-Technik): Ein entscheidendes Merkmal des Duktus ist die Signierung. Das Monogramm „AB“ und die Jahreszahl „’82“ wurden mit einem spitzen Gegenstand (evtl. dem Pinselstiel oder einem Modellierholz) direkt in die nasse, noch formbare Ölfarbe geritzt. Diese Technik unterstreicht den spontanen, prozesshaften Charakter der Entstehung direkt vor dem Motiv oder unmittelbar nach Vollendung im Atelier. II. Ölgemälde auf Hartfaser Die Wahl des Bildträgers ist ein wichtiges Indiz für die Entstehungszeit und den pragmatischen Ansatz des Künstlers. Der Bildträger (Hartfaser / Masonite): Ab den 1950er bis in die 1980er Jahre war Hartfaser ein extrem populäres Trägermaterial in der skandinavischen Kunstszene. Im Gegensatz zur flexiblen Leinwand bietet die starre Platte einen unnachgiebigen Widerstand. Dieser Widerstand ist zwingend notwendig, um die schweren, pastosen Ölschichten mit dem Spachtel aufzudrücken, ohne dass die Farbe später durch Schwingungen der Leinwand reißt (Craquelé-Bildung). Konservatorischer Zustand: Öl auf Hartfaser gilt bei sachgemäßer Grundierung als hochgradig stabil. Die Platte verzieht sich kaum und ist resistent gegen klimatische Schwankungen, was sie ideal für die Freiluftmalerei (Pleinairmalerei) in den windigen Küstenregionen Dänemarks machte. III. Der unidentifizierte dänische Meister („uidentificeret kunstner“) In skandinavischen Auktionshäusern (wie Bruun Rasmussen oder Lauritz) werden Künstler dieses Formats unter dem festen kunsthistorischen Begriff „uidentificeret kunstner“ geführt. Dies mindert nicht die handwerkliche Qualität, sondern beschreibt eine spezifische Biografie im dänischen Kunstsystem der 1980er Jahre. 1. Ausbildung und Umfeld Der Maler „AB“ genoss mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine akademische oder solide private Ausbildung an einer der dänischen Kunstschulen (z. B. Det Kongelige Danske Kunstakademi oder regionalen freien Akademien auf Fünen und Jütland). Der sichere Umgang mit der Farbtheorie – der komplementäre Kontrast zwischen dem leuchtenden Rapsgelb und den kühlen, nordischen Graublautoast-Tönen des Himmels – zeigt ein tiefes Verständnis der klassischen Moderne. 2. Stilistische Wurzeln und Einflüsse Die Vita des Künstlers ist untrennbar mit den großen dänischen Künstlerkolonien verbunden: Die Odsherred-Maler: Stilistisch orientiert sich „AB“ an den Malern der dänischen Region Odsherred (Nordwest-Seeland). Diese Künstler waren fasziniert von dem besonderen Licht und den eiszeitlichen Hügelketten. Der skandinavische Post-Impressionismus: Während die europäische Avantgarde 1982 bereits stark von Konzeptkunst und digitaler Kunst geprägt war, blieb in Dänemark eine kraftvolle Strömung aktiv, die sich der rohen, unverfälschten Natur widmete. „AB“ übersetzte die Tradition von Meistern wie Fritz Syberg oder Johannes Larsen in die gröbere, modernere Formsprache der 1980er Jahre. 3. Das dänische Kunstverein-System (Kunstforeninger) Im Jahr 1982 florierte in Dänemark das System der lokalen Kunstvereine. Große Institutionen, aber auch kommunale Betriebe, Schulen und Sparkassen unterhielten eigene Kunstvereine. Künstler wie „AB“ lebten und arbeiteten oft abseits der Metropole Kopenhagen in Jütland, Seeland oder auf Fünen. Sie verkauften ihre Werke direkt über diese lokalen Jahresausstellungen. Da sie in ihrer Region und ihrem Kunstverein im Jahr 1982 namentlich jedem Käufer bekannt waren, verzichteten sie auf eine ausformulierte Signatur und nutzten das intime, reduzierte Monogramm AB, um die Ästhetik des Landschaftsbildes nicht durch einen langen Schriftzug zu stören. IV. Zusammenfassendes Fazit Das Gemälde „AB ’82“ ist ein exzellentes, handwerklich makelloses Zeugnis dänischer Landschaftskunst aus dem Jahr 1982. Es fängt die Essenz des dänischen Sommers – das Wechselspiel aus fruchtbaren Agrarflächen (rapsmarker), traditioneller Architektur (bondegård) und dem schweren nordischen Himmel – in einer kraftvollen, haptischen Bildsprache ein. Es repräsentiert die ungebrochene Liebe der dänischen Moderne zur eigenen Natur und Topografie.