Anonymer Meister: Ölgemälde Blumenstillleben, 19. Jahrhundert
740,00 €
Beschreibung
Das Blumenstillleben in Öl auf Leinwand, 31 × 36 cm, stammt aus dem Umkreis der dänischen Jensen-Schule des 19. Jahrhunderts. Der Namensgeber Johan Laurentz Jensen (1800 Gentofte – 1856 Kopenhagen) prägte als Hofmaler und Lehrer an der Königlich Dänischen Kunstakademie eine ganze Generation von Blumenmalerinnen, häufig unverheiratete Töchter aus adligem oder bürgerlichem Haus, die in der Malerei eine standesgemäße Beschäftigung fanden. Aus diesem Kreis stammt die hier nicht namentlich überlieferte Urheberin.
Im Bildzentrum öffnet sich eine üppige Komposition aus Anemonen in Weiß, lavendelfarbenem Violett und tiefem Purpur, dazu eine kräftig rote Mohnblüte, die das Auge zuerst greift. Darunter staffeln sich Trauben kleiner roter Beeren und dunkelgrünes Laubwerk vor einem warm gestimmten, fast erdigen Dunkelgrund. Diese Anordnung vor neutralem Fond, die Vorliebe für leuchtende Lokalfarben und die akkurate botanische Wiedergabe sind Kennzeichen der Kopenhagener Blumenmalerei nach Jensen.
Werke dieser Schule befinden sich unter anderem in der Statens Museum for Kunst in Kopenhagen und im Nivaagaards Malerisamling. Das Gemälde ist in originaler, vergoldeter Stuckleiste gerahmt. Der Verkauf erfolgt nach § 25a UStG (Differenzbesteuerung). Anfragen zur Verfügbarkeit nehmen wir gerne entgegen.
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"HKL" (Monogramm)-Stillleben-Ölgemälde
Das Rätsel der leuchtenden GläserEs beginnt mit dem Leuchten.Sie blicken auf fünf hohe, schmalbauchige Glasgefäße, arrangiert auf einem farbkräftigen, lebendigen Tuch. Sie scheinen fast zu schweben, flankiert von drei perfekten, kugelförmigen Objekten.Aber es ist der Hintergrund, der Sie innehalten lässt.Ein tiefes, hypnotisches Spiel aus Blau- und Türkistönen. Es bewirkt etwas Magisches – es lässt die transluziden Glasformen förmlich aus der Leinwand heraus strahlen. Und genau in dem Moment, in dem Ihr Auge zur Ruhe kommen will, setzt ein dynamischer Akzent aus leuchtend gelben Zweigspitzen das gesamte Bild unter Strom.Die Lichtreflexe auf den Glaslippen und den Kugeln sind mit einer fast unheimlichen Präzision gesetzt. Sie verleihen diesem Stillleben eine kühle, hochmoderne Aura. Es ist elegant. Es ist puristisch. Es zieht den Betrachter unweigerlich in seinen Bann.Doch wer hat es gemalt?DAS GEHEIMNIS IN DER ECKEWenn Sie ganz genau hinsehen – unten links –, entdecken Sie ein fein eingeritztes Monogramm: HKL.Wir haben die Archive durchsucht. Wir haben die Register geprüft. Bis zum heutigen Tag bleibt die wahre Identität hinter „HKL“ ein ungelöstes Rätsel. Und um ehrlich zu sein: Für den klugen Sammler ist das der beste Teil der Geschichte.EINE MEISTERKLASSE DER MALTECHNIKDies ist keine Amateurarbeit. Weit gefehlt. Der Künstler besaß einen meisterhaften, absolut sicheren Zugriff, der umso deutlicher wird, je länger man das Werk betrachtet:• Der makellose Übergang: Glatte, deckende Farbschichten verschmelzen mit butterweichen Übergängen zu einer geschlossenen Formlösung. Die Glasreflexe sind nicht einfach aufgemalt – sie wurden durch gezielte Lichter und hauchdünne Lasuren Schicht für Schicht zum Leben erweckt.Seite 1• Das Farbspiel: Die kühle Dominanz der Blau- und Petroltöne wird durch die warmen Rot- und Ockerzonen des Tuches brillant kontrastiert. Ein Lehrstück in Sachen harmonischer Farbklang.• Die perfekte Balance: Beachten Sie die vertikale Staffelung der Gefäße – ein faszinierender Links-Rechts-Rhythmus. Auf der rechten Seite fängt die Dreiergruppe der Kugeln diese Bewegung perfekt ab. Es ist streng geordnet und dennoch voller Dynamik.DER MID-CENTURY-EFFEKTDieses Werk steht stolz in der großen Tradition der mitteleuropäischen Stilllebenmalerei der Mitte des 20. Jahrhunderts.Die messerscharfe Präzision der Glasreflexe und die kühle, atmosphärische Raumwirkung erinnern stark an die besten Spielarten der Neuen Sachlichkeit und deren Nachwirkung nach 1945. Gleichzeitig versprüht es die farbbetonte, selbstbewusste Seele der gefragten Stillleben der 1950er Jahre, wie sie in Bayern, Österreich oder Norddeutschland entstanden. Ein Stück Kunstgeschichte für moderne Räume.
Max Lion Lazarus: Gouache Blumenstillleben, bezeichnet, Expressionismus, 1922
Max Lion Lazarus (1892–1961) wurde in Trier geboren und gehörte 1920 zu den Mitbegründern der Trierer Künstlergilde. Er studierte an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf und in Berlin an der Reimannschule bei Georg Tappert (1880–1957). Bis 1933 zählte er zu den gefragtesten Synagogenmalern seiner Zeit und schuf Wandmalereien für Synagogen in Merzig, Trier, Homburg/Saar und weiteren Orten. 1938 emigrierte er in die USA; seine Werke wurden in der St. Louis Artists Guild und im St. Louis Art Museum ausgestellt. 1939 wurde ein Gemälde von ihm für die Weltausstellung in New York ausgewählt.Das Werk "Blumenstillleben" von 1922 ist eine Gouache, rechts signiert, 65 x 46 cm mit Berahmung hinter Glas. Zu sehen ist ein Strauß Gladiolen in einer braunen Vase, die Blüten in Rot, Orange, Rosa und Hellgrün vor einem geometrisch strukturierten Hintergrund. Der Auftrag ist flächig und klar.
Finn Andersen: Ölgemälde Sonnenblumen, signiert, Expressionismus, erste Hälfte 20. Jahrhundert
Finn Andersen (1909–1987) malte dieses Sonnenblumenstillleben mit der ganzen Farbkraft seines expressionistischen Ansatzes. In einer dunkelblauen Vase stehen sieben große, vollaufgeblühte Sonnenblumen in sattem Gelb und Goldocker, umgeben von kräftigem Grün. Vor der Vase liegen Früchte: rote und grüne Äpfel sowie gelbe Quitten. Der Hintergrund ist in gebrochenen Grautönen gehalten und lässt die Farben der Blüten und Früchte noch stärker leuchten. Unten rechts signiert.Öl auf Leinwand, Bildmaß 70 cm × 60 cm. Andersen studierte bei Besse Höyer, unternahm Studienreisen durch Skandinavien und war als Expressionist ein vielausgestellter Künstler. Stillleben mit Blumen zählen zu seinen charakteristischen Sujets.
Lothar Klein: Ölgemälde Blumenstillleben, signiert, Impressionismus, erste Hälfte 20. Jahrhundert
Lothar Klein (1911–?) malte dieses Blumenstillleben in der weichen, farblich nuancierten Art, die seine Palette auszeichnet. In einer braunen Tonkruke steht ein üppiger gemischter Strauß: Mohnblüten in Rot und Orange, weiße Blüten, Schleierkraut, blaue Delphinien und cremefarbene Rosen in lockerem Arrangement. Einzelne Blüten und Blätter liegen auf der Tischfläche. Der Hintergrund ist in warmem Grau-Grün gehalten. Unten rechts signiert "L. Klein".Klein studierte in Düsseldorf bei von Bernuth, Otto Schulze, Mormagen und Boerschel und unternahm Studienreisen nach Russland, Italien, Spanien und Frankreich. Seine Palette zeigt eine virtuos behandelte Koloristik in der Nachfolge der Impressionisten. Öl auf Leinwand, Maße mit Rahmen 74 cm × 84 cm.