Indische Sadeli-Schreibtruhe, Rosenholz mit Perlmutt-, Bein- und Silberfaden-Einlagen, Bombay/Gujarat, spätes 19. Jahrhundert
4.900,00 €
Beschreibung
Indische Schreib- und Dokumententruhe aus Rosenholz, Perlmutt, Bein und Silberfäden, gefertigt im späten 19. Jahrhundert in der Region Bombay/Gujarat. Maße ca. 25 × 57 × 47 cm (H × B × T). Die Truhe steht in der Tradition der westindischen Sadeli-Work-Möbel, einer Intarsientechnik, die in den Hafen- und Handelszentren der Region für wohlhabende indische und europäische Kundschaft entstand und in europäischen Reisesekretären ihr funktionales Vorbild fand.
Die Front ist von drei großen, bogenförmig gerahmten Feldern gegliedert, in denen sich stilisierte Blumensträuße aus kelchartigen Gefäßen erheben. Das Motiv geht auf den indo-moghulischen „Paradiesgarten“ zurück. Der Hintergrund ist mit feinen Rautennetzen aus Beinintarsien überzogen, schmale Bordüren aus Blüten und Knospen rahmen die Komposition. Den unteren Abschluss bildet ein ausgesägter Bogenfries mit Perlmuttblüten, der dem Möbel eine spitzenartige Leichtigkeit verleiht. Der Deckel trägt ein großflächiges Zentralmedaillon aus konzentrischen Blüten- und Blattbändern.
Im Inneren öffnet sich nach vorne ein Miniatursekretär mit Arkadenfries, einer breiten durchgehenden Schublade und sechs kleineren Schubladen in zwei Reihen, sämtlich mit Perlmutt und Bein besetzt und mit Silberfäden konturiert. Der Stauraum ist mit tiefblauem Samt ausgeschlagen. Die Kombination eines vollständig intarsierten Äußeren mit einem ungewöhnlich reich gegliederten Innenausbau hebt das Stück innerhalb seiner Gruppe heraus.
Provenienz: Privatsammlung Norddeutschland, dort über Jahrzehnte in Familienbesitz. Vergleichbare Sadeli-Arbeiten finden sich im Victoria and Albert Museum, London, sowie im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg. Steuersatz 7 Prozent gemäß § 12 Abs. 2 Nr. 13 UStG, Kunstgegenstand im Sinne der Anlage 2 UStG.
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Reisebox mit Schmuck-, Schreib- und Nähfach, Edelholz mit Messingintarsien und Silber, um 1850
Diese englische Reiseschatulle aus der Zeit um 1850 ist aus geschwärztem Edelholz mit fein gearbeiteten Messinginlays gefertigt. Das aufgeklappte Innere zeigt das originale Interieur in tiefrotem Samt mit vergoldeten Eck- und Rahmendekorationen auf der Innenseite des Deckels. Im Innenfach sind mehrere Sterling-Silber-Behaelter mit Stöpseldeckeln verschiedener Groesse eingesetzt, dazu Elfenbeinarbeiten, ein Naehwerkzeug und weitere Utensilien. Alle Silberteile tragen Marken und Punzierungen.Schattullen dieser Art dienten wohlhabenden Reisenden des 19. Jahrhunderts als tragbare Kommode fuer Schmuck, Kosmetik, Schreibbedarf und Naehutensilien. Die vollstaendige Bestückung mit punziertem Sterlingsilber und Beinarbeiten ist bei Exemplaren dieses Alters selten. Masse: 28 x 20 x 17 cm. Verkauf gem. Paragraph 25a UStG, Differenzbesteuerung.
Gobelinartiges Wandbild nach Rubens: Putten mit Früchten und Weinlaub, Dresden, um 1920
Dieses Wandbild in Gobelintechnik, 130 x 101 cm, zeigt eine Gruppe von Puttos im Stil des Barock nach Rubens. Vier nackte Kindergestalten liegen und sitzen auf einem roten Tuch, umgeben von einem Rahmen aus Weinlaub, Trauben und weiteren Früchten. Die Farbtöne sind warm und gedämpft: Ockertöne, Braun, Grün und Weinrot. Die gewebte Textur verleiht dem Motiv eine samtige Oberfläche.Das Wandbild entstand um 1920, von einem anonymen Meister, und wurde kuerzlich aus einem Sammlernachlass in Norwegen angekauft. Es ist in einem vergoldeten Rahmen gefasst, der als Zugabe mitgeliefert wird. Verkauf gem. Paragraph 25a UStG (Kunstgegenstand, Sonderregelung), Differenzbesteuerung.
Ashanti Goldstaubdose mit Figurengruppe, Bronzeguss, Ghana, 20. Jahrhundert
Zwei Bronzeobjekte aus dem Akan-Kulturkreis Ghanas, gefertigt in der Technik des Wachsausschmelzverfahrens (cire perdue). Links eine figürliche Gruppe: eine sitzende Frau unter einem Schirm, umgeben von zwei weiteren Figuren auf einer runden Plattform, modelliert in lebendigem, kleinteiligem Duktus. Rechts ein Behälter, zweihenkelig, auf einem offenen Gitterständer, mit flächendeckendem geometrischem Reliefdekor auf der Wandung.Goldstaub-Dosen und -Behälter dieser Art dienten dem Akan-Volk und insbesondere den Ashanti als Aufbewahrungsgefäße für den als Währung genutzten Goldstaub. Das Gelbguss-Verfahren war ein Privileg spezialisierter Handwerker. Höhe des Behälters ca. 26 cm, Breite ca. 16 cm. Sammlerqualität aus Westafrika.
Niki de Saint Phalle: Skulptur Nana, signiert datiert, Pappmaché farbig bemalt, 2011
Diese lebensgroße Skulptur im Stil der Nana-Figuren von Niki de Saint Phalle (1930–2002) zeigt eine weibliche Figur in dynamischer Tanzpose: ein Bein ist erhoben, die Arme ausgebreitet, der Körper üppig und farbintensiv bemalt. Die Oberfläche trägt geometrische und florale Muster in Blau, Rot, Gelb und Grün auf weißem Grund. Ausgeführt in Pappmaché, farbig bemalt und lackiert. Höhe 148 cm.Die Skulptur ist signiert "Ulla 3/2011" und datiert März 2011. Qualitätsvolle, handwerklich präzise Ausführung, kräftige Farben, keine Lackabplatzungen. Eine formatfüllende Arbeit, die in der Nachfolge von Niki de Saint Phalles berühmter Nana-Serie steht.