Willem Alexander Knip: Ölgemälde Niederländischer Hafen, signiert, Impressionismus, um 1900
4.650,00 €
Beschreibung
Willem Alexander Knip (1883 Amsterdam – 1967 Blaricum) zählt zu den bedeutenden Vertretern der Larense School, jener Gruppe niederländischer Impressionisten, die sich um 1900 im Gooi nordöstlich von Amsterdam zusammenfand. Knip erhielt seine Ausbildung als Dekorationsmaler an der Quelliniusschule in Amsterdam und arbeitete in der Werkstatt von Chris Lebeau. Um sich von den dekorativen Konventionen zu lösen, ließ er sich kurz darauf im Gooi nieder, wo er zu einem ausgewogenen impressionistischen Stil fand.
„Niederländischer Hafen“, Öl auf Leinwand, 49 × 35 cm ohne Rahmen, unten links signiert. Im Vordergrund liegt ein dunkles Segelboot mit gehisstem blauem Segel, dessen Spiegelbild sich in der ruhigen Hafenfläche bricht. Weitere Boote staffeln sich zur Kaimauer hin, dahinter steigt die Häuserzeile mit Speichergiebeln zur Kirche an, deren weißer Turm das Bildzentrum oben markiert. Die Atmosphäre ist auf ein silbriges Grünblau und gebrochenes Ocker gestimmt, die Pinselführung kurz und vibrierend.
Knips Hafenmotive stehen in der Tradition der Haager Schule und der niederländischen Spätimpressionisten und sind heute in mehreren niederländischen Museumssammlungen vertreten. Das Gemälde befindet sich in einem zeitgenössischen, fein geschnittenen Stuckrahmen. Der Verkauf erfolgt nach § 25a UStG (Differenzbesteuerung).
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Gerrit M. Bekker (1943-2025) ȆberfahrtDžl/Leinwand
Gerrit M. Bekker (1943-2025) »Überfahrt« 1992 (verso datiert »Bekker 1992« sowie signiert und monogrammiert) Öl und Mischtechnik auf Leinwand (Verso mit Collage, Blattgold, Kreide & Gedicht) 39 cm × 49 cm (Leinwandmaß) Verso eigenhändig signiert »Bekker 1992«, Monogramm »GB« im Kreis, Gedicht-Inschrift sowie Betitlung »überfahrt« auf Keilrahmen und Leinwand Kurzwürdigung: Ein ausdrucksstarkes, zutiefst poetisches Hauptwerk des norddeutschen Malers und Dichters Gerrit M. Bekker. Das Gemälde vereint expressive Figurenmalerei mit einer auf der Leinwand-Rückseite eigenhändig verfassten Lyrik-Inschrift und Mischtechnik-Studie zu einem faszinierenden Gesamtkunstwerk. Vor einem leuchtenden, azurblauen Hintergrund – der Himmel und offenes Gewässer zugleich assoziieren lässt – staffeln sich mehrere silhouettierte Figuren. Im oberen Bilddrittel deutet ein kühner, dunkelbrauner Schwungbogen das Verdeck oder die Architektur einer Fähre bzw. eines Schiffsdecks an. Die Gestalten wirken schattenhaft, schemenhaft und fast mythisch entrückt. Sie stehen als Reisende, Suchende oder Passagiere an Deck und blicken in den weiten, offenen Naturraum. Eine besondere Besonderheit dieses Werkes offenbart sich auf der Leinwand-Rückseite. Bekker hat dort mit schwarzer Tinte sein eigenhändiges Gedicht niedergeschrieben: »Überfahrt« Fährmann – ich habe das Leben satt. Bring mich – mit dem Fahrrad nach Halberstadt. Bring mich – mit schwarzem Automobil von Hamburg – der Stadt – über Land – hin nach Kiel. Fahr mich im Winter – bei Eis – Sturm und Schnee an die Küste – ich muss an die offene See – Gerrit M. Bekker wurde am 11. Mai 1943 in Hamburg geboren. Er zählt zu den profiliertesten norddeutschen Persönlichkeiten an der Schnittstelle von bildender Kunst und Literatur. Dokumentation zu diesem Werk