Willem Alexander Knip: Ölgemälde Niederländischer Hafen, signiert, Impressionismus, um 1900
4.650,00 €
Beschreibung
Willem Alexander Knip (1883 Amsterdam – 1967 Blaricum) zählt zu den bedeutenden Vertretern der Larense School, jener Gruppe niederländischer Impressionisten, die sich um 1900 im Gooi nordöstlich von Amsterdam zusammenfand. Knip erhielt seine Ausbildung als Dekorationsmaler an der Quelliniusschule in Amsterdam und arbeitete in der Werkstatt von Chris Lebeau. Um sich von den dekorativen Konventionen zu lösen, ließ er sich kurz darauf im Gooi nieder, wo er zu einem ausgewogenen impressionistischen Stil fand.
„Niederländischer Hafen“, Öl auf Leinwand, 49 × 35 cm ohne Rahmen, unten links signiert. Im Vordergrund liegt ein dunkles Segelboot mit gehisstem blauem Segel, dessen Spiegelbild sich in der ruhigen Hafenfläche bricht. Weitere Boote staffeln sich zur Kaimauer hin, dahinter steigt die Häuserzeile mit Speichergiebeln zur Kirche an, deren weißer Turm das Bildzentrum oben markiert. Die Atmosphäre ist auf ein silbriges Grünblau und gebrochenes Ocker gestimmt, die Pinselführung kurz und vibrierend.
Knips Hafenmotive stehen in der Tradition der Haager Schule und der niederländischen Spätimpressionisten und sind heute in mehreren niederländischen Museumssammlungen vertreten. Das Gemälde befindet sich in einem zeitgenössischen, fein geschnittenen Stuckrahmen. Der Verkauf erfolgt nach § 25a UStG (Differenzbesteuerung).
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Weitere Kunstwerke in „Maritime Gemälde“
Ölgemälde unbekannter Maler: Hafenszene in Grisaille auf Holz, 19. Jahrhundert
Hafenszene in monochromer Camaieu- bzw. Grisaille-Technik auf Holztafel, deutsche oder niederländische Schule des frühen 19. Jahrhunderts. Maße mit der originalen Mahagoniberahmung 60 × 48 cm. Die Grisaille, vom französischen „gris“ für grau abgeleitet, bezeichnet ursprünglich eine ausschließlich in Grau-, Weiß- und Schwarztönen ausgeführte Malerei. In der erweiterten Auffassung – hier in warmen Ocker- und Sepiatönen – wird die Technik Camaieu genannt und beruht ebenfalls auf reiner Schattenwirkung ohne Lokalfarbe.Das Bild zeigt eine belebte Reede unter ziehenden Wolken. Im Zentrum liegt ein voll betakelter Dreimaster mit gerefften Segeln, links und rechts staffeln sich weitere Großsegler. Im Vordergrund halten sich Ruderboote auf, eines davon mit zwei Damen unter Hut, eine zweite Gruppe lädt am Ufer aus. Auf der Landzunge stehen zwei Figuren in Tracht des frühen 19. Jahrhunderts, davor ein liegender Anker. Die feine Strichelung und die luftige Behandlung des Himmels erinnern an die Technik niederländischer Marinezeichnungen, wie sie auch als Penschilderij überliefert sind.Grisaille- und Camaieu-Malereien dieser Qualität sind im Handel selten. Vergleichbare Arbeiten befinden sich unter anderem in den Staatlichen Museen zu Berlin. Die zeitgenössische Mahagonirahmung mit gewelltem Profil ist Teil des Objekts.
Rüdiger Hoffmann: Ölgemälde Die Welle, Ende 1970er Jahre
Rüdiger Hoffmann ist ein deutscher Künstler aus dem Nachlass von Professor Werner Hoffmann, Ehrendoktor und Ehrenmitglied der Kunstakademie Münster sowie Professor an der Universität Münster. Das Werk "Die Welle" entstand Ende der 1970er Jahre.Das quadratische Gemälde zeigt eine stilisierte Wellendarstellung in kühlen Blautönen. Mehrere parallele Wellenlinien, in Staffeln von vorn nach hinten gesetzt, laufen auf einen zentralen Punkt zu und öffnen sich nach oben. Die Übergänge zwischen Welle, Gischt und Horizont sind weich und lasierend. Das Bild wirkt kontemplativ, fast diagrammatisch in seiner Reduktion. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand und misst 85 × 85 cm mit Rahmen.
Günther Petersen: Ölgemälde Hallig, signiert, Zweite Hälfte 20. Jahrhundert
Günther Petersen (1920–2014) wurde in Westerland auf Sylt geboren, studierte von 1952 bis 1956 an der Kunstschule Düsseldorf bei Professor Jo Strahn und lebte ab 1957 als freischaffender Künstler auf Sylt. Er war Mitglied im Hagenring und unternahm Studienreisen nach Frankreich, Griechenland, Tunesien, Korsika, Lettland und Südfrankreich. Ab 1993 betrieb er die Atrium Galerie in Tinnum/Sylt. Seine Gemälde befinden sich in Museen, Galerien und Privatsammlungen.Das Gemälde "Hallig" zeigt eine nah-flache Küstenlandschaft mit ruhigem Wasser und weitem Himmel. Im Vordergrund ein niedrig anliegendes Segelboot an einem Holzsteg, dahinter ein weiteres Boot auf dem Watt. Die Stimmung ist gedämpft und atmosphärisch. Der Malduktus ist tonig und ruhig. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, unten rechts signiert, Maße mit Rahmen 88 x 70 cm.
Erik Kærslund: Ölgemälde Kerteminde Havn, Öl und Spachtel, signiert, 1981
Erik Kærslund (geboren 1942) gehört zur Generation dänischer Maler, die in den 1960er und 1970er Jahren mit Spachteltechnik und reduzierter Figuration eine eigene Position zwischen modernem Realismus und Expressivität entwickelten. Sein bevorzugtes Motivfeld sind die Häfen und Werften an der dänischen Ostseeküste, allen voran Kerteminde auf Fünen, jener Ort, der seit den Tagen der Fynboerne um Johannes Larsen und Fritz Syberg fester Bestandteil der dänischen Malereigeschichte ist.„Kerteminde Havn“, Öl und Spachtel auf Leinwand, 1981 entstanden, 60 × 90 cm ohne Rahmen, unten rechts signiert. Im Vordergrund stehen drei Fischer in dunklen Mützen und leuchtend roten Arbeitsschürzen an einer Pier, vor ihnen gestapelte Holzkisten und Fischwannen. Hinter ihnen ragen Mastenwald und Krananlagen eines Kutters auf, weiter im Mittelgrund die niedrigen Speicher- und Werftgebäude. Der Himmel ist in einem klaren, kühlen Blau gehalten, das mit einem hellen Lichtstreifen am Horizont kontrastiert. Die in dicken Spachtelschichten gesetzten Flächen geben der Komposition eine fast architektonische Klarheit.Werke Kærslunds finden sich in dänischen Regionalsammlungen, Hafenmotive aus dieser Schaffensphase werden als Hauptwerke geführt. Der Verkauf erfolgt nach § 25a UStG (Differenzbesteuerung).