Klaus Fußmann(1938)-Weizenfeld mit rotem Haus(Geltinger Bucht)-Öl/Linol
Preis auf Anfrage
Beschreibung
Klaus Fußmann (* 24. März 1938 in Velbert)
Titel Weizenfeld mit rotem Haus (Geltinger Bucht)
Technik / Medium Öl / Linolschnitt (mehrfarbiger Öl-Linoldruck mit pastosem Farbauftrag)
Entstehungsjahr 1996
Signatur Rechts unten handsigniert und datiert „Fußmann 96“
Abmessungen Blattgröße: 28 cm × 20 cm | Ausschnitt / Druckstock: 24 cm × 16 cm
Qualität & Zustand Erstklassige Museums- und Sammlerqualität, farbfrisch, im Passepartout gerahmt
Das vorliegende Kunstwerk aus dem Jahr 1996 repräsentiert die vollendete Symbiose aus grafischer Präzision und malerischer Spontaneität, für die Klaus Fußmann international gerühmt wird. Die Arbeit greift eines der zentralen Motive seines Lebenswerks auf: die weite, vom Licht und Wetter geprägte Landschaft der schleswig-holsteinischen Ostseeküste rund um die Geltinger
Bucht.
Klaus Fußmann zählt zu den führenden deutschen Malern und Grafikern der Gegenwart. Sein Schaffen steht in der Tradition des deutschen Expressionismus (wie Emil Nolde oder Karl Schmidt-Rottluff), erweitert diese jedoch um eine
eigenständige, haptische Materialästhetik.
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Das Rätsel der leuchtenden GläserEs beginnt mit dem Leuchten.Sie blicken auf fünf hohe, schmalbauchige Glasgefäße, arrangiert auf einem farbkräftigen, lebendigen Tuch. Sie scheinen fast zu schweben, flankiert von drei perfekten, kugelförmigen Objekten.Aber es ist der Hintergrund, der Sie innehalten lässt.Ein tiefes, hypnotisches Spiel aus Blau- und Türkistönen. Es bewirkt etwas Magisches – es lässt die transluziden Glasformen förmlich aus der Leinwand heraus strahlen. Und genau in dem Moment, in dem Ihr Auge zur Ruhe kommen will, setzt ein dynamischer Akzent aus leuchtend gelben Zweigspitzen das gesamte Bild unter Strom.Die Lichtreflexe auf den Glaslippen und den Kugeln sind mit einer fast unheimlichen Präzision gesetzt. Sie verleihen diesem Stillleben eine kühle, hochmoderne Aura. Es ist elegant. Es ist puristisch. Es zieht den Betrachter unweigerlich in seinen Bann.Doch wer hat es gemalt?DAS GEHEIMNIS IN DER ECKEWenn Sie ganz genau hinsehen – unten links –, entdecken Sie ein fein eingeritztes Monogramm: HKL.Wir haben die Archive durchsucht. Wir haben die Register geprüft. Bis zum heutigen Tag bleibt die wahre Identität hinter „HKL“ ein ungelöstes Rätsel. Und um ehrlich zu sein: Für den klugen Sammler ist das der beste Teil der Geschichte.EINE MEISTERKLASSE DER MALTECHNIKDies ist keine Amateurarbeit. Weit gefehlt. Der Künstler besaß einen meisterhaften, absolut sicheren Zugriff, der umso deutlicher wird, je länger man das Werk betrachtet:• Der makellose Übergang: Glatte, deckende Farbschichten verschmelzen mit butterweichen Übergängen zu einer geschlossenen Formlösung. Die Glasreflexe sind nicht einfach aufgemalt – sie wurden durch gezielte Lichter und hauchdünne Lasuren Schicht für Schicht zum Leben erweckt.Seite 1• Das Farbspiel: Die kühle Dominanz der Blau- und Petroltöne wird durch die warmen Rot- und Ockerzonen des Tuches brillant kontrastiert. Ein Lehrstück in Sachen harmonischer Farbklang.• Die perfekte Balance: Beachten Sie die vertikale Staffelung der Gefäße – ein faszinierender Links-Rechts-Rhythmus. Auf der rechten Seite fängt die Dreiergruppe der Kugeln diese Bewegung perfekt ab. Es ist streng geordnet und dennoch voller Dynamik.DER MID-CENTURY-EFFEKTDieses Werk steht stolz in der großen Tradition der mitteleuropäischen Stilllebenmalerei der Mitte des 20. Jahrhunderts.Die messerscharfe Präzision der Glasreflexe und die kühle, atmosphärische Raumwirkung erinnern stark an die besten Spielarten der Neuen Sachlichkeit und deren Nachwirkung nach 1945. Gleichzeitig versprüht es die farbbetonte, selbstbewusste Seele der gefragten Stillleben der 1950er Jahre, wie sie in Bayern, Österreich oder Norddeutschland entstanden. Ein Stück Kunstgeschichte für moderne Räume.