Kupferstich Freie und Hansestadt Hamburg Homännische Erben (Nürnberg) · Stadtplan mit Elb-Prospekt (ca. 1730–1737)
1.290,00 €
Beschreibung
Freie und Hansestadt Hamburg
Homännische Erben (Nürnberg) · Stadtplan mit Elb-Prospekt (ca. 1730–
1737)
KARTENWERK Des Heil: Röm: Reichs freye Handels- u: Hansee Stadt
HAMBURG in einem accuraten
PLAN u. PROSP.
HERAUSGEBER Homännische Erben (Homann Erben / Héritiers de
Homann), Nürnberg
DATIERUNG ca. 1730 – 1737 (Barockzeit / Entstehungsphase vor der
Zerstörung des Alten Michels 1750)
TECHNIK / MEDIUM Originaler, handkolorierter Kupferstich (Altkolorit)
auf handgeschöpftem Büttenpapier
SPRACHE Zweisprachige Titelseite & Legende (Deutsch & Französisch
für den europäischen Markt)
BESONDERHEITEN Kombination aus Befestigungsgrundriss und
Panorama; Darstellung der 1. Großen St.-Michaelis-
Kirche
PROVENIENZ-SPUREN Originale Mittelfalz (aus Atlasband); rückseitige
historische Sammlungsvermerke und
Tintentexturen.
HISTORISCHES SCHLÜSSELMERKMAL: "ST. NEU MICHAELIS"
Auf dem Detailfoto der Skyline erkennbar ist die Aufschrift „St. Neu
Michaelis“. Es handelt sich um den ersten Bau der Großen St.-
Michaelis-Kirche (geweiht 1669). Da diese Kirche am 10. März 1750
durch einen Blitzeinschlag vollständig niederbrannte, liefert die
Abbildung des unveränderten Bauwerks den eindeutigen Beweis für die
Entstehung der Stichplatte vor 1750.
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Büttenpapier & Faltung: Das Blatt wurde auf festem, handgeschöpftem
Lumpenpapier gedruckt. Die vertikale Mittelfalz belegt,
dass die Karte ursprünglich in einem der voluminösen Folianten-Atlanten
von Homann Erben gebunden war.
Altkolorit-Durchschlag: Auf der Rückseite zeichnen sich die Konturen der
kolorierten Flächen (insbesondere der braun-grünen
Fluss- und Festungsbereiche) deutlich ab. Die historischen
Aquarellpigmente sind im Laufe von fast drei Jahrhunderten leicht in
die Papierfasern eingedrungen – ein charakteristisches Merkmal echten
Altkolorits.die Papierfasern eingedrungen – ein charakteristisches Merkmal echten
Altkolorits.
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Sammlungsvermerke: Die handschriftlichen Tintennotizen (u. a. N. 89,
1449) zeugen von der historischen Registrierung in
früheren privaten oder institutionellen Kartensammlungen.
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Pedro Flores García (Murcia, 5. Februar 1897 – Paris, 8. Oktober 1967) „Invernadero“ (Spanisch für „Gewächshaus“ / „Treibhaus“)
Pedro Flores García (Murcia, 5. Februar 1897 – Paris, 8. Oktober 1967)„Invernadero“ (Spanisch für „Gewächshaus“ / „Treibhaus“)Mischtechnik (Öl, Gouache, Bister, Tusche und Sgraffito-Ritztechnik)auf kräftigemPapier/Karton70 cm × 50 cm (Höhe × Breite)Frühe Schaffensphase / Erste Pariser Epoche (ca. Ende 1920er /1930er Jahre)Handsigniert unten rechts vom KünstlerSehr gute Erhaltung; hervorragende Farbleuchtkraft, intakteOberflächenstruktur und Ritzzeichnung.Pedro Flores ist für die moderne spanische Malerei das, was FedericoGarcía Lorca für die moderne spanischePoesie ist.“— Jean Cassou, ehemaliger Direktor des Musée National d'Art Moderne, ParisPEDRO FLORES (1897–1967)Pedro Víctor Flores García gebührt ein fester Platz in derKunstgeschichte des 20. Jahrhunderts als einer derherausragenden Vertreter der sogenannten Escuela Española de París(Spanische Schule von Paris).Ausführliche Dokumentation über dieses Werk
Pedro Flores(Murcia1897-1967Paris)-Doppelbild-Mischtechnik
Pedro Flores (Murcia 1897 – 1967 Paris) Titel / Motiv (Recto) Herbstliche/Winterliche Hof- und Häuserlandschaft hinter BäumenTitel / Motiv (Verso) Liegende Geliebte (Expressive Figuration / Aktstudie)Technik & Medium Mischtechnik (Gouache, Farbkreide, Kohle) auf PapierBildmaße / Format 81 × 58 cm (Großformat)Signatur Handsigniert unten rechts auf der Vorderseite: P. FloresDatierung / Epoche Frühe Schaffensphase (ca. 1920er–1930er Jahre)Erhaltungszustand Völlig original, bestmöglich erhalten; mit originalem PassepartoutBesonderheit: Doppelseitigkeit (Recto / Verso)Doppelseitig bearbeitete Blätter sind in der Kunstgeschichte der Moderne (insbesondere bei Künstlern der École de Paris) ein begehrtes Dokument des schöpferischen Prozesses. Sie vereinen oft zwei vollkommen unterschiedliche Genres des Künstlers – hier die melancholische Landschaft und den intimen, expressiven Akt.Pedro Flores wurde am 8. Februar 1897 in Murcia (Spanien) geboren. Bereits in jungen Jahren absolvierte er seine künstlerische Grundausbildung an der Escuela de Artes y Oficios de Murcia. In diesem Frühstadium war seine Arbeit stark vom spanischen Realismus und Impressionismus geprägt, zeigte jedoch früh den Hang zu kühnen, grafischen Linien.Ausführliche Dokumentation zu diesem Werk
Gerhart Bettermann(1910-1992)-4 bedeutende großformatige Holztafeln der Schleiregion-Öl
Gerhart Bettermann (* 23. Februar 1910 in Leipzig; † 16.November 1992 in Winnemark/Schlei) gilt als einer derprägendsten, vielschichtigsten und zugleichdiskussionsreichsten Künstlerpersönlichkeiten Schleswig-Holsteins im 20.Jahrhundert.Das vierteilige Monumentalwerk desnorddeutschen Expressiven Realisten und Grafikers GerhartBettermanngehört zu den eindrucksvollsten Raumkunst-Arbeiten („Kunstam Bau“ / Wandreliefs), die im Jahre 1965 für öffentliche oderrepräsentative private Bauten in der Schleiregion geschaffenwurden. Mit je 215 cm Länge und 60 cm Höhe entfalten die vierTafeln auf massiven Kiefernholzdielen ein panoramischesNarrativ über das maritim-handwerkliche und agrarische Lebenander Schlei.Bettermann bediente sich einer für sein Werkcharakteristischen Synthese aus klassischem Holzschnitt,Kerbschnitt und Malereimit verdünnten Ölfarben und Beizen. Die prägnante Fladerungund Maserung des Kiefernholzes bleibt als natürlichesStrukturelement erhalten und wird vom Künstler meisterhaft indie Bildkomposition (z. B. Wasserwellen, Himmelslicht,Ackerfurchen) integriert. Die ausgeprägte Konturenzeichnungmit tief geschnittenen Linien verleiht den Darstellungen einearchaisch-geometrische, dem Kubismus und der NeuenSachlichkeit verpflichtete Monumentalität.Vierer Ensemble großer Schlei HolztafelnRelief/Öl-signiert datiertAusführliche Beschreibung in der Fotodukumentation.Preis auf Anfrage.
Prof. Otto Heinrich Engel (1866 Erbach/Odenwald – 1949 Glücksburg) Konvolut von 4 eigenhändigen Original-Handzeichnungen (davon 1 koloriert)
Objektbeschreibung & Technische DatenObjektgattungKonvolut von 4 eigenhändigen Original-Handzeichnungen (davon 1 koloriert)KünstlerProf. Otto Heinrich Engel (1866 Erbach/Odenwald – 1949 Glücksburg)Gesamtgröße (Montierung)Ca. 30 cm × 20 cmSignatur & DatierungAlle Arbeiten monogrammiert („OHE“) bzw. voll signiert („O. H. Engel“), teils datiert (z. B. „27.II.28“ und „16“)Motive1× Kolorierte Winterszene / Landschaftsstudie mit Titelbezeichnung („Lose Post“)3× Naturstudien schlafender bzw. ruhender KatzenAusführliche Analyse des Malsduktus & ZeichenstilsDas vorliegende Konvolut bietet einen faszinierenden Einblick in das intime zeichnerische Œuvre von Otto Heinrich Engel, der vor allem als Mitbegründer der Berliner Secession und Meister des deutschen Impressionismus bekannt ist. Der Malsduktus und Zeichenstil der vier Arbeiten lässt sich wie folgt charakterisieren:1. Die kolorierte Zeichnung (Obere Position — „Lose Post“, datiert 1928):Diese Arbeit demonstriert Engels meisterhaften Umgang mit dem flüssigen Medium des Aquarells in Kombination mit einer feinen, strukturierenden Feder- oder Stiftzeichnung. Der Duktus ist hier von einer bemerkenswerten Leichtigkeit und Spontaneität geprägt. Mit schnellen, treffsicheren Linien erfasst er die Konturen der winterlichen Szenerie und des architektonischen Elements (ein verschneiter Kasten oder Brunnen). Die Kolorierung erfolgt in transparenten, impressionistisch anmutenden Lasuren: Ein gedämpftes Seegrün und subtile Blautöne evozieren eine kühle Winterstimmung, während gezielte Farbsetzunge (Gelb, Rotbraun) visuelle Akzente setzen. Die weiße Schneedecke wird geschickt durch das Aussparen des Papiergrundes (Negativtechnik) realisiert – ein typisches Merkmal versierter Freiluftmaler.Kunsthistorische Expertise — Otto Heinrich Engel 12. Die Katzenstudien (Mittlere und untere Positionen):Die drei Tierstudien zeigen Engel als exzellenten Beobachter der Natur und knüpfen an die Tradition des Secessionismus an, alltägliche, unprätentiöse Motive in ihrer Unverfälschtheit einzufangen.• Die rechte, vertikale Studie: Hier zeigt sich ein besonders feiner, akademisch geschulter und dennoch freier Strich. Mit subtilen Parallelschraffuren und weich fließenden Konturlinien gelingt es Engel, das dichte, weiche Fell der schlafenden Katze plastisch und fühlbar zu modellieren. Der Fokus liegt ganz auf dem Spiel von Licht und Schatten (Chiaroscuro), das durch die feinen Abstufungen des Graphit- oder Kreidestifts erzeugt wird. Die Signatur „O. H. Engel“ unten links unterstreicht den autonomen Werkcharakter dieser Studie.• Die linken Studien (auf hellem und grauem Papier): Diese Skizzen sind deutlich vom spontanen, suchenden Charakter des Impressionismus geprägt. Der Duktus ist zügig, fast skizzenhaft verkürzt. Engel reduziert den Körper der Katze auf wesentliche Formkomplexe und konzentriert sich auf die Dynamik der zusammengerollten, ruhenden Pose. Besonders auf dem grauen Tonpapier nutzt er den dunklen Strich für tiefe Schatten, um der kleinen Zeichnung trotz ihrer Ökonomie der Mittel eine beachtliche Tiefe und Plastizität zu verleihen.Fazit zum Zeichenstil: Engels Dutzus bewegt sich im Spannungsfeld zwischen solider akademischer Formbeherrschung (erlernt unter Anton von Werner und Paul Hoecker) und der Befreiung des Strichs durch den Impressionismus. Die Zeichnungen besitzen einen ungemein frischen, unmittelbaren Charakter, der die direkte Wahrnehmung des Künstlers ohne akademische Erstarrung transportiert.Ausführliche Biografie (Vita) des KünstlersOtto Heinrich Engel (* 27. Dezember 1866 in Erbach im Odenwald; † 30. Januar 1949 in Glücksburg) zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Freiluftmalerei und des Impressionismus in Deutschland an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.Ausbildung und akademische Lehrjahre:Als einziges Kind des Pastors und konservativen Politikers Heinrich Engel wuchs er in einem bürgerlich- christlichen Umfeld auf. Nach einer unsteten Schulzeit, die er ohne formalen Abschluss beendete, folgte er seiner künstlerischen Berufung. Seine Ausbildung begann er an der Königlichen Hochschule für die bildenden Künste in Berlin unter dem einflussreichen, akademisch-konservativen Direktor Anton von Werner. Um sich von den starren akademischen Fesseln zu befreien, wechselte Engel 1890 an die Großherzoglich Badische Kunstschule nach Karlsruhe zu Caspar Ritter. Den entscheidenden Impuls erhielt er schließlich an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo er Schüler von Paul Hoecker wurde. Hoecker, ein Wegbereiter der Moderne, öffnete Engels Blick für die zeitgenössische französische und dänische Malerei sowie für die reine Freiluftmalerei (Pleinairmalerei).Die Entdeckung von Ekensund und der Insel Föhr:Zwischen 1892 und 1910 verbrachte Engel regelmäßige Studienaufenthalte in der Künstlerkolonie Ekensund an der Flensburger Förde. Hier entwickelte er – inspiriert von der herben norddeutschen Landschaft – seine charakteristische, lichtdurchflutete Malweise. Zum eigentlichen Zentrum seinesKunsthistorische Expertise — Otto Heinrich Engel 2künstlerischen Schaffens wurde jedoch die Nordseeinsel Föhr, die er 1901 erstmals besuchte. Engel gilt bis heute als der künstlerische „Entdecker“ dieser Insel. In Werken wie „Am Sonntag Nachmittag“ oder „Nach der Trauung“ hielt er das Leben der friesischen Bevölkerung, deren traditionelle Trachten und die unendliche Weite der Küstenlandschaft in meisterhaften impressionistischen Kompositionen fest.Berliner Secession und institutioneller Erfolg:Im Jahr 1898 gehörte Otto Heinrich Engel gemeinsam mit Künstlern wie Max Liebermann, Walter Leistikow und Max Slevogt zu den historischen Gründungsmitgliedern der Berliner Secession. Diese Künstlervereinigung begehrte erfolgreich gegen den verkrusteten akademischen Kunstbetrieb auf und etablierte den Impressionismus in Deutschland.Engels Werk fand rasch höchste offizielle Anerkennung. Auf der Großen Berliner Kunstausstellung wurde er 1902 mit der Kleinen Goldmedaille und 1908 mit der Großen Goldmedaille ausgezeichnet. Ebenfalls 1908 stellte ihn der renommierte Kunsthändler Paul Cassirer gemeinsam mit Max Liebermann und Alexej von Jawlensky in seinem Berliner Salon aus. Im Jahr 1906 wurde Engel zum Mitglied der Königlichen Akademie der Künste in Berlin gewählt, und 1908 ernannte man ihn zum Honorarprofessor.Spätwerk und Nachleben:Obwohl er seinen Hauptwohnsitz über Jahrzehnte in Berlin hatte, blieb er dem Norden eng verbunden. Nach den Erschütterungen des Ersten und Zweiten Weltkriegs und einem gesundheitlichen Rückschlag durch einen Schlaganfall im Jahr 1944 zog er sich endgültig nach Glücksburg zurück, wo er 1949 im Alter von 82 Jahren verstarb.Heute sind seine Werke in bedeutenden Sammlungen vertreten, darunter die Nationalgalerie Berlin, das Museum Kunst der Westküste in Alkersum auf Föhr sowie die Museen in Flensburg und Kiel. Seine Arbeiten erzielen auf dem internationalen Kunstmarkt anhaltend hohe Wertschätzung als authentische Zeugnisse des deutschen Impressionismus.Weitere ausführliche Informationen zu Otto Heinrich Engel