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Beschreibung

Ernst Steinacker (1919 Wemding – 2008 Schloss Spielberg) gehört zu den prägenden Bildhauern der bayerischen Nachkriegszeit. Nach Steinmetzlehre und Studium an der Münchner Kunstgewerbeschule sowie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart entstanden ab 1953 eigenständige Werke in Bronze, Stein und Holz. 1983 zog er auf Schloss Spielberg im Fränkischen Seenland, das er zu einem Atelier- und Museumsbau ausbaute. Über siebzig seiner Großplastiken stehen heute im öffentlichen Raum in Deutschland.

„Der Flötenspieler“, Steinguss, gefasst, 1966 datiert, Höhe 55 cm, Breite 30 cm, Tiefe 23 cm. Die Figur ist in einer ekstatischen, fast tänzerischen Bewegung erfasst. Eine Hand führt die Flöte zum Mund, die andere streckt sich weit nach oben, der Kopf neigt sich zur Seite. Die Fassung mit blauen, ockerfarbenen und rotbraunen Pigmentierungen über dem hellen Steinton verleiht der Oberfläche die Patina einer mittelalterlichen Skulptur, ohne ihre Modernität zu verleugnen. Dieser Bezug auf gotische und romanische Bildwerke ist für Steinackers reife Phase kennzeichnend.

Steinacker wurde 1966 mit dem Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München ausgezeichnet, im selben Jahr entstand diese Arbeit. Weitere Auszeichnungen umfassen das Bundesverdienstkreuz (1990), die Bayerische Denkmalschutzmedaille (1994) und den Wolfram-von-Eschenbach-Preis (1997). 


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