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Beschreibung

Henri-Arthur Bonnefoy (1839–1917) stellte zwischen 1877 und 1904 ohne Unterbrechung im Pariser Salon aus, dem im 19. Jahrhundert wichtigsten Forum französischer Malerei. Werke des Künstlers hängen heute in den Museen von Boulogne-sur-Mer, Calais, Orléans, Toulouse sowie im Louvre. Dieses großformatige Gemälde in Öl auf Leinwand, 113 × 93 cm ohne Rahmen, ist seiner reifen Schaffensphase zuzuordnen.

Im Bildzentrum steht ein schwarz-grün schillernder Hahn mit kräftig rotem Kamm vor einer sommerlichen Wiesenkulisse aus hohen Gräsern, Schafgarbe und Distel. Hinter ihm öffnet sich der Blick auf abgeerntete Felder mit Heuschobern und ein fernes Gehöft im Artois, dem nordfranzösischen Landstrich, der Bonnefoys spätes Hauptmotiv wurde. Vor seinen Füßen liegt ein gerupftes Federspiel, daneben eine kleine geöffnete Malschatulle mit einem figürlichen Bildchen, mit der der Maler beiläufig auf sein eigenes Métier verweist.

Bonnefoys Lebensweg führte ihn nach dem Krieg von 1870/71 zunächst als Soldat nach Algerien, dessen Bildwelt seine frühen Arbeiten prägt. Aus den späteren Jahren in der Provence und im Artois stammt das hier vorliegende Format und seine bewährte Verbindung von Tierbeobachtung und ruhiger Landschaft. Das Gemälde ist unten rechts signiert. Der Verkauf erfolgt nach § 25a UStG (Differenzbesteuerung).

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