Wilhelm Bormann: Ölgemälde Fischer am Strand, bezeichnet, erste Hälfte 20. Jahrhundert
1.275,00 €
Beschreibung
Wilhelm Bormann (29.7.1885–9.10.1938) malte dieses stimmungsvolle Küstenbild in Öl auf Leinwand. Das Werk, 26 × 52 cm ohne Rahmen, zeigt einen Fischer in blauer Jacke und braunen Hosen, der mit einer langen Ruderstange auf der Schulter an einem flachen Sandstrand entlangschreitet. Im Hintergrund sind Fischerboote mit roten Segeln zu erkennen, Möwen kreisen über dem hellen Horizont. Die Malerei ist tonig und sicher, mit weichem Licht über dem Wasser.
Bormann gehört zur Tradition der deutschen Marinemalerei der späten Kaiserzeit. Das Bildformat – schmal und quergestreckt – unterstreicht die Weite des Küstenraums. Das Werk kommt in einem prachtvollen vergoldeten Historismus-Rahmen mit ornamentaler Schnitzerei. Es ist unten rechts signiert.
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Hans Olde: Ölgemälde Straße mit Bäumen bei Orange, signiert datiert, 1926
Hans Olde (1895 Gut Seekamp bei Kiel – 1987 Gauting) begann erst mit 28 Jahren zu malen, nachdem er ein Geschichts- und Philosophiestudium abgebrochen hatte. 1923 besuchte er die private Kunstschule von Hans Hofmann in München, ein Jahr später korrigierte ihm Willy Jaeckel in Berlin seine Arbeiten. 1926 begann seine Reisetätigkeit, die ihn zunächst nach Paris und in die Provence führte.Das Gemälde zeigt eine von hohen Bäumen gesäumte Straße in der Provence, vermutlich aus der Gegend um Orange. Die Bäume, wohl Zypressen oder Pappeln, neigen sich im Wind. Die Komposition ist flächig und klar, der Farbauftrag locker und direkt. Der Horizont liegt tief, der Himmel hell. Die Arbeit entstand 1926, als Olde seinen Wohnsitz in Orange wählte und die Académie de la Grande Chaumière in Paris besuchte. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, signiert, und misst ohne Rahmung ca. 60 × 71 cm.Olde erhielt 1978 die Ehrengabe der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seine Gemälde wurden in München und Köln ausgestellt.
Albert Johannsen: Ölgemälde Halligkante, signiert, Erste Hälfte 20. Jahrhundert
Albert Johannsen (1890–1975) war ein norddeutscher Landschaftsmaler, der sich auf die Küstenlandschaften Schleswig-Holsteins und der nordfriesischen Inselwelt spezialisierte. Er arbeitete häufig en plein air und war ab den 1930er-Jahren im norddeutschen Kunsthandel präsent. Viele seiner Werke befinden sich heute in privaten Sammlungen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen.Das Gemälde zeigt eine weit auslaufende Küstenzone mit felsigem Vordergrund, sanfter Brandung und einem weiten, bewölkten Himmel. Die moosbedeckten Steine und das flache Wasser sind mit pastosem Pinsel in gedämpften Erdtönen gesetzt. Der Farbauftrag ist breit und schichtweise; die Felsen entstehen durch kurze, kraftvolle Striche, der Himmel durch weiche Übergänge. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, unten rechts signiert, und misst 70 × 55 cm ohne Rahmen.
Hans Paukstadt: Ölgemälde Disteln, signiert, 1962
Hans Paukstadt lebte und arbeitete in Rendsburg und nahm 1962 an der Kieler Kunstausstellung / Landesschau Schleswig-Holstein teil. Das rückseitig originale Ausstellungsetikett dokumentiert diese Ausstellungsgeschichte und nennt als damaligen Preis 650 DM. Das Werk "Disteln" steht exemplarisch für seine Verbindung klassischer Stillleben-Tradition mit der abstrahierenden Bildsprache der norddeutschen Nachkriegsmoderne.Das Gemälde zeigt ein Stillleben mit Disteln in einer Vase. Die Komposition wird durch kräftige schwarze Konturen bestimmt, die Blätter und Blüten rhythmisieren. Der Hintergrund ist mosaikartig aus geometrischen Farbflächen in Grün-, Gelb- und Brauntönen aufgebaut. Der pastose Auftrag der Distelblüten steht im Kontrast zu den ruhigeren Hintergrundflächen. Das Werk ist Öl auf Hartfaser, 54 × 60 cm, unten rechts signiert "Paukstadt". Der originale profilierte Rahmen ist vorhanden.
Hans Paukstadt: Ölgemälde Tanzendes Paar, signiert, 1964
Hans Paukstadt war in den 1960er-Jahren in Schleswig-Holstein als Maler tätig. 1962 nahm er an der Landesschau Schleswig-Holstein in Kiel teil; ein Galerieetikett "Chr. Jansen Nachf., Flensburg" auf der Rückseite dokumentiert die Handelsprovenienz.Das Gemälde "Tanzendes Paar" von 1964 zeigt zwei abstrahierte Figuren in expressiver Bewegung. Die Körper sind in stark pastosem, reliefartigen Farbauftrag gestaltet, sodass eine skulpturale Wirkung entsteht. Der Hintergrund ist in kühlen Grün- und Brauntönen angelegt, durchzogen von Rotakzenten. Der Kontrast zwischen den reliefartig hellen Figuren und der dunkleren Umgebung verstärkt die Dynamik des Motivs. Das Werk ist Öl auf Hartfaser, 50 × 58 cm, unten rechts signiert "Paukstadt 64". Der originale Rahmen der 1960er Jahre mit rotem Rand ist vorhanden.