Hannes Gruber: Ölgemälde Drei Figuren in expressiver Landschaft, signiert, Zweite Hälfte 20. Jahrhundert
3.500,00 €
Beschreibung
Hannes Gruber (geb. 1928 in Adliswil bei Zürich) studierte an der Kunstgewerbeschule der Stadt Zürich, zunächst bei Ernst Gubler, und absolvierte parallel eine Grafikerlehre am Art Institut Orell Füssli. Schon früh brach er mit der naturalistischen Formauffassung: In seiner Auseinandersetzung mit Farbe und Struktur entwickelte er eine eigene Theorie der Farbgebung, die er als "Theorie der Um-Farbe" beschrieb. Die Grundlinien seiner Landschaften lösten sich von der Form und näherten sich allmählich der Abstraktion.
Das großformatige Ölgemälde zeigt drei Figuren in einem expressiv aufgeladenen, dunklen Bildraum. Eine frontal stehende Frau in Gelbocker, zwei weitere Gestalten in gebückter Haltung, das Ganze vor einem Hintergrund in tiefen Rot-, Grün- und Schwarztönen. Ein kahl stehender Baum am linken Bildrand schließt die Komposition nach oben. Der Farbauftrag ist pastos, die Pinselführung expressiv und direkt. Das Gemälde ist unten links signiert und misst 111 × 75 cm ohne Rahmen.
Gruber lebte und arbeitete lange im Engadin und war regelmäßig bei den Ausstellungen der Bündner Künstler im Kunsthaus Chur vertreten. 1978 würdigte eine große Retrospektive im Stadthaus Uster sein Schaffen.
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Weitere Kunstwerke in „Personen & Portraits“
Otto Kirchner: Ölgemälde-Miniatur Der Holzschnitzer, signiert, erste Hälfte 20. Jahrhundert
Otto Kirchner (1887-1960) war ein deutscher Bildnis- und Genremaler, der seine Studien an einer privaten Zeichenschule in Duesseldorf begann (1908/09), sich 1910/11 in Italien fortbildete und von 1912 bis 1914 an der Akademie der Bildenden Kuenste Muenchen bei Martin Feuerstein studierte. Das vorliegende kleinformatige Oelgemaelde, 27 x 20,5 cm mit Rahmen, zeigt einen alten Holzschnitzer in seiner Werkstatt: Ein weisshaariger Mann in roter Weste und blauer Schuerze sitzt an seinem Arbeitstisch vor einem Fenster mit Ausblick auf gruene Berge. Vor ihm steht ein kleines Kruzifix aus hellem Holz, auf dem Tisch liegen Werkzeuge. Die Figur blickt leicht laechelnd zur Seite.Kirchner malte nach 1918 vorwiegend kleinformatige Genrebilder; seine Werke wurden im Muenchner Glaspalast ausgestellt. Das Bild ist unten rechts signiert. Die Malweise ist sorgfaeltig und warm, das Licht des Innenraums gut beobachtet.
Julius Simonds: Ölgemälde Der Blumenbote, Düsseldorfer Schule, Zweite Hälfte 19. Jahrhundert
Julius Simmonds (1843–1924) gehört zu den Malern der Düsseldorfer Schule, die das Genre der Alltagsszene zur hohen Kunst erhoben. Zu sehen ist ein kleiner Junge in rotem Kittel, der einer jungen Frau in Tracht einen Blumenstrauß und wohl eine Karte überreicht. Die Frau sitzt vor einem Holzgebäude, die Hände im Schoß, und nimmt das Geschenk entgegen. Licht, Kleidung und die Haltung der Figuren sind mit der Sorgfalt ausgeführt, die die Düsseldorfer Genremalerei des 19. Jahrhunderts auszeichnet.Simmonds studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, dem wichtigsten Zentrum für Genremalerei im deutschsprachigen Raum seiner Zeit. Seine Werke verbinden anekdotische Erzählung mit handwerklicher Präzision. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, unten rechts signiert, und misst mit Rahmen 41,5 × 50 cm.
Marc Taschowsky: Ölgemälde Andy Warhol, bezeichnet, 2015
Marc Taschowsky (geb. 1972 in Frankfurt am Main) studierte von 1996 bis 2001 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und schloss 2002 mit einem Diplom in Freier Kunst ab. Studienaufenthalte führten ihn nach Korea, Japan und 2018 als Artist in Residence nach Shenzhen, China. Er lebt und arbeitet in Berlin.Das Gemälde "Andy Warhol" von 2015 zeigt das Porträt der Pop-Art-Ikone in flächig aufgetragenem Öl auf Leinwand. Der Hintergrund leuchtet in kräftigem Grün, das Gesicht ist in Weiß und Lila gehalten. Schwarze Sonnenbrille, weißes Haar, gelb-grüne Farbflecken als Akzent. Die Arbeit zitiert die serielle Bildsprache Warhols und übersetzt sie in eine malerische, weniger reproduzierbare Form. Das Bild ist rückseitig auf der Leinwand signiert und misst 24 × 18 cm.
Hendricus Anthonius Dievenbach: Ölgemälde Lesende Bäuerin, signiert, um 1900
Hendricus Anthonius Dievenbach (1872 Haarlem – 1946 Laren) studierte in Haarlem und an der Rijksakademie in Amsterdam bei August Allebé, Dake, Leenhof und Nicolaas van der Waay. Er gehört zur niederländischen Figurenmalerei der Jahrhundertwende, die stark durch den Realismus der Haager Schule geprägt war.Das Gemälde zeigt eine Frau, die auf einem Stuhl sitzt und eine Tasse hält. Der Innenraum ist dunkel gehalten, das Licht fällt von der Seite auf die Figur. Die Frau trägt eine rote Weste über einem grünen Kleid und wendet den Blick dem Betrachter zu. Im Hintergrund ist ein dunkler Herdbereich angedeutet. Der Malduktus ist weich und tonig, in der Tradition der niederländischen Genremalerei. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, rechts unten signiert "H.A. Dievenbach", und misst ca. 31,5 × 37,5 cm ohne Rahmen.