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Beschreibung

Hannes Gruber (geb. 1928 in Adliswil bei Zürich) studierte an der Kunstgewerbeschule der Stadt Zürich, zunächst bei Ernst Gubler, und absolvierte parallel eine Grafikerlehre am Art Institut Orell Füssli. Schon früh brach er mit der naturalistischen Formauffassung: In seiner Auseinandersetzung mit Farbe und Struktur entwickelte er eine eigene Theorie der Farbgebung, die er als "Theorie der Um-Farbe" beschrieb. Die Grundlinien seiner Landschaften lösten sich von der Form und näherten sich allmählich der Abstraktion.

Das großformatige Ölgemälde zeigt drei Figuren in einem expressiv aufgeladenen, dunklen Bildraum. Eine frontal stehende Frau in Gelbocker, zwei weitere Gestalten in gebückter Haltung, das Ganze vor einem Hintergrund in tiefen Rot-, Grün- und Schwarztönen. Ein kahl stehender Baum am linken Bildrand schließt die Komposition nach oben. Der Farbauftrag ist pastos, die Pinselführung expressiv und direkt. Das Gemälde ist unten links signiert und misst 111 × 75 cm ohne Rahmen.

Gruber lebte und arbeitete lange im Engadin und war regelmäßig bei den Ausstellungen der Bündner Künstler im Kunsthaus Chur vertreten. 1978 würdigte eine große Retrospektive im Stadthaus Uster sein Schaffen.

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