Vilko Šeferov: Ölgemälde Diskussion zweier Gelehrter, signiert, Expressionismus, Erste Hälfte 20. Jahrhundert
5.500,00 €
Beschreibung
Vilko Seferov (1895–1974) wurde in Mostar geboren und schloss 1918 sein Studium an der Akademie in Budapest ab. Er entwickelte sich von der Formpoetik Cézannes zu einem kraftvollen expressiven Kolorismus. In Zagreb arbeitete er ab 1924 im Kreis fortschrittlicher Künstler und Schriftsteller und porträtierte Persönlichkeiten der linken Bewegung. 1967 eröffnete er eine eigene Galerie in Rovinj. 1973 erhielt er den Vladimir-Nazor-Preis für sein Lebenswerk.
Das Frühwerk "Diskussion zweier Gelehrter" zeigt zwei Männer in lebhaftem Gespräch. Beide tragen Turbane, der eine in Weiß, der andere dunkel gekleidet. Sie sitzen eng zusammen vor einem dunklen, blaugrünen Hintergrund mit einer wolkigen Himmelsandeutung oben. Der Malduktus ist pastös und direkt, die Figuren aus kräftigen Pinselzügen herausgearbeitet. Das Gemälde ist Öl auf Leinwand, oben rechts signiert, Bildmaß 30 x 31 cm.
Haben Sie ein besonderes Stück?
Erbstück, Dachbodenfund oder gezielter Verkauf: Wir beraten Sie persönlich zu Wert und Verkaufsmöglichkeiten Ihrer Gemälde, Kunstwerke und Skulpturen.
Weitere Kunstwerke in „Personen & Portraits“
Luigi Voltolina (geb. 1942 in Valona, tätig in Venedig)-"Momento"-Ölgemälde
Wer ist das Genie hinter diesem Meisterwerk?Sein Name ist Luigi Voltolina. Geboren 1942, gilt er heute als einer der profiliertesten und aufregendsten Vertreter der zeitgenössischen venezianischenNachkriegsmoderne. Ein Mann, dem die Kunst im Blut liegt.Ein Blick – und Sie sind gefangen.Schauen Sie sich dieses Gemälde einmal ganz genau an. Was Sie hier sehen, ist keine einfache Leinwand. Es ist ein emotionaler Zustand, eingefangen in einem geschlossenen Raum.Zwei Frauen. Eine intime, fast greifbare Melancholie. Der Künstler hat hier etwas geschafft, das nur den ganz Großen gelingt: Er balanciert die extreme räumliche Nähe dieser beiden Körper mit einer tiefen, emotionalen Distanz aus. Man spürt förmlich das Knistern in der Luft.Ein Fest für die Sinne: Farbe und LichtVoltolina spielt nicht einfach mit Farben, er dirigiert sie. Die hellen, zarten Hauttöne der Frauen verschmelzen perfekt mit den sanften Pastelltönen im Hintergrund. Ein kunstvolles, ornamentales Muster – wie ein edler Wandteppich oder ein feiner Spitzenschleier – gibt dem Raum Struktur.Preis auf Anfrage.
Carl Gustav Ludvig Jacobsen (1890–1957)-Den politiske Kandestøber-
Das Ölgemälde von Ludvig Jacobsen fängt eine lebendige unddramatische Szene aus LudvigHolbergs berühmter satirischer Komödie „Den politiske Kandestøber“(Der politische Kannengießer, 1722)ein. Im Zentrum des Werkes steht die Hauptfigur, der HandwerkerHerman von Bremen, der sich statt seinerArbeit lieber der großen Politik widmet und sich in eine Scheinwelt ausStaatsangelegenheiten hineinsteigert.Typisch für Jacobsens Reifephase ist der kräftige, pastose und freiePinselstrich. Die Formen werdennicht strikt linear abgegrenzt, sondern bauen sich rein aus der Farbe unddem lebendigen Duktus des Pinselsauf. Die verstreuten Bücher und Papiere auf dem Boden rechtsunterstreichen das kreative wie chaotischeElement der Szenerie.Carl Gustav Ludvig Jacobsen (geboren am 17. September 1890 inOdense; gestorben am 13. Februar1957 in Vanløse) war einer der profiliertesten dänischen Maler undIllustratoren der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Er ist besonders bekannt für seine farbprächtigen,atmosphärischen Figurenszenen sowieseine engen Bezüge zur dänischen Theater- und Literaturgeschichte.•Charlottenborg:Kontinuierliche Teilnahme an den renommierten Frühjahrs- undHerbstausstellungen inKopenhagen.Paris (Salon de Paris): Erfolgreiche Präsentationen in den Jahren 1928und 1929, wo er internationaleAnerkennung fand.
Gerrit M.Bekker(1943-2025)-Ankündigung der Tafel-Triptychons auf Tischplatte-Hauptwerk
Gerrit Michalis Bekker (1943 – 2025)Bedeutender norddeutscher Maler, Grafiker und SchriftstellerMonumentales Triptychon (dreiteilig klappbar, schwere Original- Scharniere)Mischtechnik / Öl auf massiver hölzerner Tischplatteca. 79 cm × 205 cm (Gesamtmaß vollständig geöffnet)ca. 1978 – 1989 (laut authentischer rückseitiger Dokumentation) Absolute Rarität. Rückseitig vollflächig bezeichnet, skizziert und signiert.Das Meisterwerk trägt auf der Rückseite die zentrale, in markantem Rot aufgetragene Eigenbezeichnung bzw. den Übertitel „Ankündigung der Tafel“. Es dokumentiert eine über ein ganzes Jahrzehnt (1978–1989) gereifte und intensiv bearbeitete Schaffensphase des Künstlers.Die Rückseite fungiert als intellektuelles Fundament und offenbart das komplexe mythologische und literarische Programm des Werkes. Bekker hat hier vier vollfarbige, separate Motiv-Studien (Mischtechnik auf Kartonagen/Serviertassen) dauerhaft montiert und diese handschriftlich zugeordnet:1. „Das Gastmahl des Trimalchio“ – Ein direkter Bezug zur antiken Gesellschaftssatire des Petronius (Satyricon), welche ein rauschhaftes, opulentes und dekadentes Festmahl thematisiert.2. „Biblis“ – Reminiszenz an die tragische Figur der griechisch-römischen Mythologie, die sich aus unglücklicher Liebe in eine unversiegende Quelle verwandelte.3. Zwei weitere expressive Figurengruppenstudien, die das dichte, narrative Geflecht der Vorderseite kompositorisch vorbereiten.Preis auf Anfrage.Weitere Werke des Künstlers in unserem Sortiment(1)Weitere Werke des Künstlers in unserem Sortiment(2)Weitere Werke des Künstlers in unserem Sortiment(3)
Vladimír Křepinský (1917–1985) Liegender Akt von hinten (Ležící akt)Ölgemälde
Künstler: Vorläufiger Titel: Medium:Maße:Signatur:Vladimír Křepinský (1917–1985)Liegender Akt von hinten (Ležící akt)Ölgemälde auf Leinwand90 cm x 60 cmUnten links signiert („Krepinsky“)1. TITELBESTIMMUNGIn Analogie zu dokumentierten Vergleichswerken des Künstlers in tschechischen Auktionsregistern wird dieses Werk deskriptiv als „Ležící akt“ (Liegender Akt) oder spezifischer als „Liegender weiblicher Akt in Rückenansicht“ geführt. Křepinský wählte für seine Aktdarstellungen meist schlichte, klassische Gattungsbezeichnungen, die den Fokus rein auf die formale Komposition und das Spiel aus Licht und Körperlichkeit lenken.Seite 12. AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DES MALDUKTUSDer Malduktus des vorliegenden Werkes zeigt eine reife, stark strukturierte und expressive Handhabung des Mediums Öl. Křepinský arbeitet hier nicht mit feinen, glatt lasierenden Schichten, sondern setzt auf einen dichten, pastosen Farbauftrag (Impasto), der dem Bild eine spürbare plastische und reliefartige Textur verleiht.Der Körper des Aktes ist in einer feinen Nuancierung aus kurzen, nebeneinandergesetzten Pinselstrichen modelliert. Anstelle von rein akademischen, glatten Hauttönen zerlegt der Künstler das Fleisch in ein vibrierendes Farbnetz aus Ocker, warmem Gelb, zarten Rosatönen und kühlen, grünlich-blauen Schattenreflexen. Diese impressionistisch anmutende Pointierung kontrastiert stark mit den flächigeren Abschnitten des Hintergrunds.Besonders auffällig ist der Duktus im Bereich der tiefschwarzen, markanten Haarkappe: Hier liegt die Farbe extrem dicht und kompakt, fast wie ein schwerer, skulpturaler Block, der dem fließenden, organischen Linienlauf des Körpers ein grafisches Gegengewicht entgegensetzt. Die Konturen des Körpers sind nicht scharf gezeichnet, sondern ergeben sich organisch aus dem Wechselspiel der kontrastierenden Farbflächen. Der weiße Untergrund, auf dem das Modell ruht, ist mit dynamischen, vertikalen Pinselzügen strukturiert, was der statischen Pose eine latente innere Bewegung verleiht.3. AUSFÜHRLICHE KÜNSTLERBIOGRAFIE (VITA)Vladimír Křepinský (* 1917; † 1985) war ein bedeutender tschechischer Maler des 20. Jahrhunderts, dessenSchaffen fest in der Tradition der tschechischen Nachkriegsmoderne verwurzelt ist.• Herkunft und Ausbildung: Geboren im Jahr 1917, erlebte Křepinský seine künstlerische Prägung in einer Epoche tiefgreifender gesellschaftlicher und ästhetischer Umbrüche in Mitteleuropa. Seine akademische Ausbildung fiel in die Zeit, in der sich die tschechische Kunst zwischen traditionellem Realismus, Impressionismus und den Einflüssen der europäischen Avantgarde positionierte.• Stilistische Einordnung: Křepinský erlangte vor allem durch seine Porträts, Aktdarstellungen, Stillleben sowie stimmungsvolle Stadtlandschaften (insbesondere Motive aus Prag) regionale und nationale Bekanntheit. Sein Stil zeichnet sich durch einen balancierten Übergang von einer realistischen Grundauffassung hin zu einer expressiven, farbintensiven Interpretation der Formen aus. Seine Akte spiegeln eine tiefe Auseinandersetzung mit der menschlichen Anatomie und der Sinnlichkeit des Lichts wider.•Rezeption und Markt: Die Werke von Vladimír Křepinský sind regelmäßiger Bestandteil des tschechischen Kunstmarktes (u. a. geführt in renommierten Galerien wie der Galerie Platýz). Seine großformatigen Ölgemälde auf Leinwand gelten als charakteristische Sammlerstücke der osteuropäischen Nachkriegskunst und dokumentieren die meisterhafte Fortführung klassischer Sujets unter modernen, strukturellen Gesichtspunkten.